NASCAR Whelen Euro Series

Achterbahnfahrt für Loris Hezemans beim EuroNASCAR-Debüt in Most

Michael Großgarten

In Most erlebte Loris Hezemans ein Wechselbad der Gefühle – Während ihm am Samstag ein Motorschaden den Sieg kostete, setzte sich der Niederländer am Sonntag souverän gegen die Konkurrenz durch

Am Wochenende stand im tschechischen Most das Debüt der EuroNASCAR in Osteuropa an. Für Loris Hezemans und die Mannschaft von Hendriks Motorsport glich das Wochenende einer Achterbahn der Gefühle.

Motorschaden im ersten Rennen

In allen Trainings und der Qualifikation lief es sehr gut für den jungen Niederländer, die Pole-Position verpasste Hezemans nur denkbar knapp. Auch im ersten Rennen der ELITE-1-Division lief es lange nahezu perfekt für den Hendriks-Piloten. Doch wenige Runden vor Schluss kapitulierte der Motor des Ford Mustang.

„Das Auto fühlte sich während des ganzen Rennens großartig an, wir hatten keinerlei Anzeichen für ein Problem mit dem Motor“, erklärt Hezemans. „Als ich vier Runden vor Schluss auf Kurve eins zufuhr, schaltete ich in den dritten und dann in den zweiten Gang und plötzlich ging der Motor kaputt.”

Hezemans sucht vergeblich eine Erklärung: “Ich habe mich nicht verschaltet oder den Motor überdreht, sodass der Ausfall eine echte Überraschung war. Am Ende habe ich nichts dagegen tun können, das ist Rennsport und es bleibt ein mechanischer Sport“.

Rehabilitation im zweiten Lauf

Besser lief es hingegen im zweiten Rennen am Sonntag, das der junge Niederländer wieder von Rang zwei aufnahm. Zusammen mit Nicolo Rocca setzte sich Hezemans vom restlichen Feld ab.

Dieses Mal war es Rocca, der mit technischen Problemen zurückfiel. Der Hendriks-Pilot hingegen fuhr entspannt dem Sieg entgegen und untermauerte damit die starken Leistungen des Teams in dieser Saison.

Teamleistung im Fokus

„Es gab keinen besseren Weg, um von der gestrigen großen Enttäuschung nach unserem Motorschaden zurückzukehren, als heute das Rennen zu gewinnen. Das ist ein unglaubliches Gefühl”, so der Rennsieger. “Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass es ein hartes Rennen war. Besonders in den ersten zwölf Runden war es schwierig, da ich wusste, dass ich so hart wie möglich pushen musste, um Nicolo hinter mir zu halten, ohne dabei das Auto und die Reifen zu überfahren.”

“Ich bedanke mich bei meinem Team Hendriks Motorsport, das an diesem Wochenende Wunder vollbracht hat. Es wurde ununterbrochen daran gearbeitet hat, das Auto dorthin zu bringen, wo es gerade steht, in die Victory lane“, äußert sich Hezemans nach dem Rennen.

Vor dem Gastspiel der EuroNASCAR in Venray am 13. und 14. Juli liegt der junge Niederländer in der Meisterschaft auf Rang drei. Sein Rückstand auf Stienes Longin beträgt 29 Punkte.

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