NASCAR Whelen Euro Series

Ander Vilarino sicher: Racing Engineering gut genug, um den Titel zu holen

Michael Großgarten

Ander Vilarino und Romain Iannetta stecken mitten im NWES-Titelkampf der ELITE-1-Division – Obwohl das Team noch keine Erfahrung in der EuroNASCAR hat, glauben die Fahrer an den Erfolg

Als Ander Vilarino und Racing Engineering zu Beginn der Saison gleich zwei Rennen gewonnen hatten, glaubten viele an eine dominante Rückkehr des Spaniers in die NASCAR Whelen Euro Series (NWES). Der dreimalige EuroNASCAR-Champion hatte nach seinem Heimrennen in Valencia aber mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Dennoch steckt Vilarino auf Platz fünf noch mitten im ELITE-1-Titelkampf 2019.

Der Spanier ist mit seinen drei Titeln und 22 Rennsiegen der erfolgreichste Fahrer in der NWES-Geschichte. Die dreijährige Pause machen sich jedoch bemerkbar, denn auch Vilarino muss sich erst einmal an die neuen Strecken und die weiterentwickelten Boliden gewöhnen. Dass Racing Engineering sein NWES-Debüt feiert, hilft dabei nicht weiter.

Vilarino erklärt die Lage

Gegenüber ‘EuroNASCAR.com’ erklärt Vilarino die Situation: “Das Team und wir Fahrer hatten keinerlei Erfahrungen mit den neuen NWES-Autos. Es gibt so viele Teams und Fahrer, die regelmäßig in der EuroNASCAR starten und das seit einigen Saisons. Die Siege geholt zu haben, war etwas ganz Besonderes. Valencia ist meine Lieblingsstrecke und ich habe hier vor meinem Heimpublikum viele Rennen gewonnen.”

Foto: Volkan Avci

“Nach Valencia waren die Ergebnisse nicht mehr so gut”, so die Analyse des Spaniers. “Erst beim Finale der regulären Saison am Raceway Venray, wo ich Vierter wurde, gab es wieder ein solides Resultat. Dazwischen haben wir einige Probleme gehabt und nicht das richtige Setup gefunden. Ich weiß nicht, warum das so war. Wir haben noch nicht herausgefunden, warum das Auto nicht schnell genug ist, um mit den Topfahrern der ELITE-1-Division mitzuhalten.”

Die Statistiken von Vilarinos Comeback-Saison lassen sich aber lesen: Er gewann zwei Rennen, holte eine Pole-Position und sammelte vier Top-5- und sieben Top-10-Ergebnisse. In der Gesamtwertung liegt er mit 29 Punkten Rückstand auf Stienes Longin auf Platz fünf. Da in Hockenheim und Zolder doppelte Punkte vergeben werden, ist der Abstand verschwindend gering.

Im Titelkampf setzt Vilarino auf die Professionalität seines Teams aus Spanien: “Diese Jungs sind spitze! Trotz der Probleme, die wir hatten, ist Racing Engineering ein Siegerteam in der NWES. Es hat alles. was es braucht, um die Meisterschaft zu gewinnen.” Immerhin hat der Rennstall in der GP2-Serie und vielen GT-Meisterschaften schon Titel eingefahren. Racing Engineering weiß also, was nötig ist, um ein schnelles Auto aufzubauen.

Romain Iannetta der Geheimfavorit?

Romain Iannetta liegt nach einer soliden regulären Saison direkt hinter seinem Teamkollegen auf Platz sechs der Gesamtwertung. Der Franzose, der seit 2012 in der NWES an den Start geht, landete einmal auf dem Podium und sicherte sich sechs Top-10-Ergebnisse. Er hat 55 Zähler Rückstand auf Tabellenführer Longin aus Belgien.

Foto: Volkan Avci

Iannetta ist mit der Entwicklung bei Racing Engineering sehr zufrieden: “Wir haben an den ersten zwei Rennwochenenden wegen einiger Unfälle wichtige Punkte verloren. Danach haben wir ein gutes Setup gefunden und wichtige Zähler gesammelt. Wir haben aber noch viel Arbeit vor uns, weil uns noch etwas fehlt, um ein Siegerauto zu haben. Vor dem Start in die Playoffs ist der sechste Platz ein gutes Fundament und ich denke, dass die Meisterschaft noch offen ist.”

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