Der Autospeedway in den Niederlanden hat viel Tradition und eine lange Geschichte. Bis jetzt, im Jahr 2016, hat er eine spannende Entwicklung hinter sich. In den letzten Jahren ist viel Positives entwickelt worden, was die Zukunft dieses Sports meiner Meinung nach sichert. Die Kooperation zwischen den verschiedenen Promotern ist eine dieser tollen Entwicklungen. Ob bei den 2l Hotrods, dem BMW 325i Cup oder den Saloon Stockcars, die Veranstaltungen sind sehr erfolgreich. Die Zusammenarbeit und die Rennen auf den verschiedenen Rennstrecken stoßen die Entwicklung weiter an. Die Modernisierung des Raceway Venrays, aber auch des Midland Circuits in Lelystad halte ich ebenfalls für eine tolle Entwicklung, wobei Venray einen Sonderstatus genießt. In Ter Apel wird ebenfalls immer viel gearbeitet, um den Zuschauern und Fahrern ein tolles Erlebnis zu bieten. Der Fortschritt in Posterholt ist meiner Meinung nach sehr überschaubar! Emmen, Blauwhuis und andere Dirttracks haben in den letzten Jahren ebenfalls ordentlich aufgerüstet. Ausruhen sollte man sich auf diesen Erfolgen jedoch nicht, denn ich sehe noch viel Potenzial, dass noch nicht abgerufen wird.

2l Hotrods: Eine tolle Bereicherung des Autospeedways! © André Wiegold

2l Hotrods: Eine tolle Bereicherung des Autospeedways! © André Wiegold

Ein wichtiger Schritt ist der Ausbau weiterer Partnerschaften zwischen den Promotern der verschiedenen Rennstrecken. Eine Zusammenarbeit lässt die Teilnehmerfelder wachsen. Dies führt dazu, dass viele Zuschauer die Strecken besuchen. Wichtig wäre es zudem, die verschiedenen Reglements zu beseitigen und sich auf ein einheitliches Reglement zu einigen. Im niederländischen Autospeedway gibt es zum Beispiel drei Nachwuchsklassen mit drei verschiedenen Reglements. Dem Gedanke der Nachwuchsförderung in allen Ehren, aber mit dieser Hürde wird viel Potenzial für weiteren Nachwuchs vergeudet.

Die Nachwuchsklassen haben verschiedene Reglements! Hier: Junioren in Ter Apel © André Wiegold

Die Nachwuchsklassen haben verschiedene Reglements! Hier: Junioren in Ter Apel © André Wiegold

Die Problematik betrifft ebenfalls verschiedene Standardklassen. Eine einheitliche niederländische Standardklasse würde sich auf den Autospeedway sicher positiv auswirken. Wie wäre es, um verschiedenste Boliden an den Start zu sehen, mit einer Festlegung auf ein bestimmtes Leistungsgewicht, anstatt Motoren zu reglementieren? Ein weiterer Gedanke ist, verschiedene Klassen in einem Rennen mit verschiedenen Wertungen (vergleichbar mit dem GT-Rennsport) antreten zu lassen.

Eine andere Idee, die mir gekommen ist, ist die Gastklassen auf verschiedene Ovale mit System rotieren zu lassen. So könnte jede Strecke einen festen Bestand an Klassen bestimmten und Gastklassen zulassen. Die Klassen einer anderen Strecke könnten dann systematisch auf den anderen Strecken gastieren.

Einen wichtigen Schritt sehe ich zudem in der Modernisierung der Reglements. Ist es nicht im Sinne des Sports möglichst viele und günstige Fabrikate und Motorisierungen zuzulassen, um mehr Fahrer an den Start zu locken? Ist es technisch nicht möglich neuere oder weitere Motoren und andere wichtige Teile zuzulassen? Ich bin mir sicher, dass Experten aus diesem Bereich interessante Lösungen parat haben.

Einheitliche Reglements als wichtiger Ansatz für die Zukunft? © André Wiegold

Einheitliche Reglements als wichtiger Ansatz für die Zukunft? © André Wiegold

Der Autospeedway ist meiner Meinung nach ein toller und besonderer Motorsport. Es entwickelt sich seit vielen Jahren stets weiter und erfreut Jahr für Jahr viele Fahrer und Zuschauer. Wie heißt es? „Lernen ist wie Schwimmen gegen den Strom: Stillstand bedeutet Rückschritt!“ (Erich Kästner) Ich hoffe, dass in den nächsten Jahren noch oft zu hören sein wird: „Green flag, we are racing!“

Dies sind natürlich nur meine persönlichen Gedanken und stellt keineswegs den perfekten Lösungsweg dar! Ziel ist es, eine Diskussion zu starten und den Ideenaustausch anzutreiben!