Milou Mets ging am Ostermontag in ihre zweite Saison im LMV8-Supercup auf dem Raceway Venray. Die Niederländerin präsentierte ihr Fahrzeug in einem neuen Design. Das Racing-Total Team debütierte auf der halben Meile mit Rookie Marko Stipp, der bereits in der VLN auf dem Nürburgring Motorsport betrieb. 

Milou Mets (#71): „Ich hatte einen Tag mit gemischten Gefühlen. In den freien Trainings war das Auto sehr gut. Frohen Mutes gingen wir in den ersten Lauf. Da es anfing zu regnen machten ich mir Sorgen über die Reifenwahl und wir wechselten sie vor dem Rennen drei Mal. Total verrückt! Am Anfang des Rennens gab es es zwei Crashs, sodass mein Adrenalinspiegel stark anstieg. Nach dem Restart lief das Auto sehr gut, wobei jedoch in den letzten fünf Runden das Heck des Fahrzeugs unruhig wirkte. Meine Mechaniker stellten ein Problem mit dem Differenzial fest.“

Der Rennbericht zum LMV8-Supercup vom Ostermontag

„Im zweiten Lauf hatte ich einen guten Start, aber hatte ich hatte gleich zwei Mal keine Bremswirkung. Als ich das Fahrzeug in die Boxengasse fuhr, war meine Stimmung im Keller. Marc Stegmeijer und meine Mechaniker suchten nach dem Problem und fanden heraus, dass meine Hinterachse gebrochen war. Deshalb startete ich nicht im Finale. Allgemein gesehen, war es ein guter Tag mit einen starken ersten Lauf und technischen Problemen in den darauffolgenden Rennen.“

Milou Mets auf P2 © André Wiegold

Milou Mets und Marko Stipp ganz vorne © André Wiegold

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Racing-Total-Teamchef Hubertus Heyman (Marko Stipp #46): „Wir hatten ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Zuerst konnten wir das für uns neue Auto unter der Woche nicht mehr testen, beziehungsweise keinen Rollout machen, da es kurzfristig von der Gemeinde Venray, aufgrund von der Geräuschentwicklung, ein Testverbot gab. Im ersten Rennen konnte sich Marko Stipp zunächst auf Platz zwei behaupten. Nach einigen Runden kollidierten dann zwei Fahrzeuge und das Rennen wurde unterbrochen, um die Fahrzeuge und Teile von der Strecke zu entfernen. Zwei Runden nach dem Restart wurde unser Auto langsamer und wir verloren Runde für Runde eine Platzierung. Wir kamen zum Schluss nur auf den 14. Platz. Wir konnten es uns nicht erklären.“

Marko Stipp © André Wiegold

Marko Stipp © André Wiegold

„Mein Fahrer Marko Stipp sagte, das das Auto immer schwieriger zu fahren war und es in den Kurven, besonders beim Beschleunigen am Kurvenausgang, immer mit dem Heck kam. Der Grund wurde schnell gefunden, ein schleichender Plattfuß war die Ursache. Wir hatten nur noch 0,4 bar im Reifen. Auf Grund des Unfalls hatte er sich einen Splitter (halber Zentimeter groß) in den Reifen gefahren, der wohl noch irgendwo auf der Strecke lag. Hoch motiviert für den zweiten Lauf, fuhren wir noch in den Vorstart. Danach sprang der Motor nicht mehr an. Nach aufwendiger Fehlerermittlung wurde ein defektes Steuergerät ausgemacht. Bis wir dies dann ausgetauscht hatten, war das zweite Rennen schon gestartet worden. – Also eine Nullrunde für uns.“

„Im Finale ging es dann noch mal heiß her. Es wurde in Pulks um jeden Zentimeter gekämpft. Zum Schluss konnte Marko Stipp mit einem fünfen Platz noch ein gutes Ergebnis einfahren. Er hat mit seinen konstanten, guten Rundenzeiten gezeigt, dass ihm zur Spitze nicht mehr viel fehlte. Die fünf bis sieben Zehntel finden wir auch noch und zudem hatten wir den besten ASCAR (nicht Lefthander!) im Feld.“