NASCAR Whelen Euro Series, V8 Late Models

EuroNASCAR 2019: Die Meisterschaft der Champions

Michael Großgarten

Co-Autor: André Wiegold

Am 13. und 14. April startet in Valencia die neue Saison der EuroNASCAR – Wir fassen noch einmal alle Neuerungen zusammen.

Die Saison 2019 wirft ihren Schatten voraus. Am 13. und 14. April kehren die Boliden der EuroNASCAR wieder zurück auf die Strecken Europas. Traditionell beginnt die neue Saison am Circuit Ricardo Tormo im spanischen Valencia. Nachdem bereits in der vergangenen Saison ein Rekordfeld an den Start gegangen ist, vermeldet die ambitionierte Serie in diesem Jahr erneut Zuwachs. Für das erste Rennwochenende sind 33 Autos von 19 unterschiedlichen Teams gemeldet.

Beim Saisonauftakt in Valencia gehen gleich 58 Fahrer aus 21 Ländern an den Start. Zum ersten Mal treffen ein Formel-1-Weltmeister (Jacques Villeneuve), ein 24h-Le-Mans-Sieger (Christophe Bouchut), ein Cup-Champion (Bobby Labonte), eine DTM-Siegerin (Ellen Lohr), ein NASCAR-Mexiko-Champion (Ruben Garcia Jr.) und mehrmalige EuroNASCAR-Champions (Alon Day und Ander Vilarino) aufeinander.

“Wir sind stolz auf das Grid im Jahr 2019, das das größte und beste in der Geschichte der Serie ist, sowohl von der Quantität als auch der Qualität der Teilnehmer”, sagt EuroNASCAR-Präsident und -Geschäftsführer Jerome Galpin. “Es gibt viele großartige Teams, starke Wettbewerber und tolle Fahrer, aber natürlich auch tolle Freunde. Wir freuen uns, alle nach diesem langen Winter in Valencia zu sehen. Es gibt keinen besseren Weg, um das zehnjährige Jubiläum der Serie zu feiern. Wir können zusammen mit NASCAR, unseren fantastischen Fans und unseren Partnern kaum noch den Start in die neue Saison abwarten.”

Insgesamt hat sich im Feld einiges getan. Während Braxx Racing und CAAL Racing in diesem Jahr nur noch mit zwei Wagen an den Start gehen, expandieren Alex Caffi Motorsport und Memphis Racing um je ein Auto. Zudem kehrt mit Motorsport 98 ein Team in die Serie zurück. Mit Team Bleekemolen, Speedhouse 64 und Racing Engineering, begrüßt die Serie drei Neueinsteiger.

Aus deutscher Sicht sind zudem zwei Fahrerwechsel von Interesse. Justin Kunz wechselt von Racing-Total zu Dexwet-Df1 Racing. Matthias Hauer, der in der vergangenen Saison noch Vollzeit bei CAAL hinterm Steuer saß, wird in der kommenden Saison in einigen Rennen für die Mannschaft von Speedhouse 64 starten. Beide Piloten sind für die ELITE-2-Division vorgesehen.

Kalender und Rennformat

Neben dem größeren Feld hat sich auch in anderen Bereichen über den Winter einiges in der NASCAR Whelen Euro Series (NWES) getan. So wurde bereits mit dem Kalender bekannt gegeben, dass in diesem Jahr sieben statt wie bislang sechs Rennwochenenden auf dem Programm stehen. Neu sind das Autodrom Most (29./30. Juni) sowie ein Allstar-Event in Frankreich.

Nach einer kurzen Abstinenz im Kalender der EuroNASCAR kehrt auch das bei den Fans beliebte Oval im niederländischen Venray (13/14. Juli) in den Kalender zurück. Es ersetzt dort das Oval in Tours, auf dem in der vergangenen Saison die Oval World Challenge ausgetragen wurde.

Ebenfalls gefahren wird wie in den letzten Jahren in Franciacorta (11./12. Mai), Brands Hatch (1./2. Juni) und Hockenheim (21./22. September), ehe die Saison traditionell in Zolder (5./6. Oktober) endet.

Neben der Erweiterung des Kalenders, verlängert die EuroNASCAR auch die Rennen der ELITE-1-Meisterschaft. Statt wie bisher 60 Kilometer, beträgt der Renndistanz ab der neuen Saison 75 Kilometer. Die Rennlänge in der ELITE 2 bleibt unangetastet. Dafür bekommen deren Piloten mehr Zeit im Qualifying. Das erste Segment der Qualifikation wird auf 20 Minuten verlängert und dauert damit doppelt solange wie in der ELITE 1. Die Superpole dauert in beiden Klassen weiterhin fünf Minuten.

Eine Ausnahme bildet hier jedoch das Rennen auf dem Halbmeilen-Oval in Venray. Anders als bei den anderen Rennwochenenden findet hier in jeder Division nur ein Rennen statt. Am Samstag startet die ELITE 2 – die Renndistanz beträgt 75 Runden. Die ELITE 1 fährt am Sonntag ein Rennen über 100 Runden. Mit dem Rennen auf dem schnellen Oval in den Niederlanden endet die reguläre Saison, ehe in Hockenheim die Play-offs beginnen, in denen doppelte Punkte vergeben werden.

Technik und Reifen

Mit der neuen Saison gibt es einmal mehr einen neuen Reifenpartner. Nachdem die Serie lange mit Michelin-Pneus unterwegs war, kam im vergangenen Jahr der Wechsel zu BF Goodrich. Nach nur einer Saison folgt nun der Wechsel zu General Tire.

Doch das ist nicht die einzige Änderung in Sachen Bereifung. Um die Kosten im Griff zu behalten, begrenzt die EuroNASCAR das Reifenkontingent. Ab dieser Saison stehen den Teams für die Qualifyings und Rennen nur noch maximal 20 neue Slicks zur Verfügung. Trainings- und Regenreifen unterliegen dieser Begrenzung jedoch nicht.

Auch technisch ändert sich in dieser Saison einiges an den Boliden. So stellt die Serie neue Einheitsstoßdämpfer. Diese bieten drei Einstellungsmöglichkeiten, die das Handling verbessern sowie den Teams und Piloten mehr Möglichkeiten geben sollen, das Auto besser abzustimmen.

Des Weiteren gibt es ähnlich wie in den USA ein neues Aeropaket, das einen neuen Spoiler beinhaltet. Dieser besteht aus Polycarbonat und Stahl. Somit soll den Piloten eine bessere Sicht aus dem Spiegel garantiert werden. Außerdem ist der Spoiler deutlich größer als im Vorjahr.

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