Co-Autorin: Sarah Kaliebe

Am 14. und 15. April startete die NASCAR-Euroserie im spanischen Valencia in die Saison 2018 – So reagierten die Fahrer auf die ersten Rennen des neuen Jahres

Alon Day erwischte in Spanien ein perfektes Wochenende und gewann beide ELITE-1-Rennen. Der aktuelle NASCAR-Europameister hatte aber auch etwas Glück: Im zweiten Rennen gerieten Loris Hezemans und Marc Goossens vor ihm aneinander, sodass Day den Sieg nur abstauben musste. „Ich hätte mir kein besseres Wochenende vorstellen können“, so Day gegenüber dem neuen EuroNASCAR-Kommentator Mark Werrell. „Manchmal braucht man etwas Glück und heute war es auf unserer Seite. Es war ein chaotisches Rennen mit einigen Crashs. Mein Team hat aber einen guten Job gemacht.“

Day hat nun saisonübergreifend fünf der vergangenen sechs Rennen gewonnen: „Das ist eine beeindruckende Statistik“, so der Israeli. „Im vergangenen Jahr habe ich die Meisterschaft in den Playoffs gewonnen. Beim Saisonauftakt wurde noch nie ein Meister gekrönt. Es geht immer um die letzten Rennen eines Jahres.“ Day wolle in den kommenden Rennen so viele Punkte wie möglich holen, um in den Playoffs eine gute Ausgangslage zu haben. In Valencia hat er dafür einen guten Grundstein gelegt.

In der ELITE 2 hat der Italiener Nicholas Risitano ein starkes Debüt hingelegt. Für Racers Motorsport holte er einen achten und einen zweiten Platz. Die Rennen gewann Wilfried Boucenna, der in Valencia unschlagbar war. Für Racers Motorsport war der Auftritt von Risitano ein großer Erfolg: „Es ist fantastisch“, so der junge Rennfahrer. „Es waren meine ersten Rennen in der NASCAR-Serie und ich habe diese Autos vorher noch nie gefahren. Ich bin sehr glücklich und denke, dass die nächsten Rennen noch besser werden können.“ Im italienischen Franciacorta will Risitano sein Heimpublikum beeindrucken.

NASCAR-Legende Bobby Labonte wird für RDV Competition die komplette EuroNASCAR-Saison bestreiten. Der Ex-Cup-Champion kam in Valencia in der ELITE 1 auf Platz 14 und acht ins Ziel und zeigte eine gute Entwicklung. „Es war ein guter Samstag“, so der erfahrene NASCAR-Pilot. „Wir waren in der Lage, einige Autos zu überholen. Es war kein schlechter Tag. Ich habe viel gelernt, weshalb es ein guter Start ins Wochenende war.“

In der ELITE 2 kämpfte Carmen Gil Boix vor ihrem Heimpublikum um den Sieg im Lady Cup. Im ersten Rennen kam sie aber wegen technischer Probleme hinter ihren Konkurrentinnen Arianna Casoli und NASCAR-Truck-Pilotin Jennifer Jo Cobb ins Ziel. Am Sonntag gewann sie dann aber die begehrte Trophäe. „Es war wirklich nicht einfach und am Ende wirklich heiß im Auto“, so die junge Spanierin. „Wir hatten einen kleinen Unfall. Trotzdem wurden es Runde für Runde besser. Es war ein tolles Rennen. Ich habe hier so viele Freunde, die extra vorbeigekommen sind. Das ist wirklich toll.“ In Franciacorta wolle Boix Gil wieder an die Spitze des Lady Cups fahren.

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Ebenfalls überzeugend war das ELITE-2-Debüt von GO Fas Racing, dem US-Cup-Team, das unter Leitung von Romain Iannetta in die Europameisterschaft eingestiegen ist. In der ELITE-2-Meisterschaft geht der Franzose und Ex-Formel-4-Fahrer Florian Venturi an den Start. In beiden Rennen kam der junge Pilot auf Platz drei ins Ziel – ein beeindruckendes Ergebnis. „Ich bin sehr glücklich“, so Venturi. „Es war mein erstes Rennen und gleich mein erstes Podium. Die Rennen sind wirklich hart und das mag ich. Leider waren die Jungs vor mir sehr schnell, weshalb ich keine Chance auf den Sieg hatte.“

ELITE-2-Champion Thomas Ferrando startet in der Saison 2018 für Knauf Racing ausschließlich in der ELITE-1-Division. Im ersten Rennen landete er auf Platz sieben und siegte in der Junior Trophy. Im Rennen zwei reichte es nur für Platz zwölf. „Wir haben an diesem Wochenende viel gelernt und Erfahrungen für die kommenden Rennen gesammelt“, so der Franzose. „Ich bin glücklich über den Sieg in der Junior Trophy.“ Ziel sei es, im Laufe der Saison in der ELITE-1-Meisterschaft auf dem Gesamtpodium zu landen.

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Casoli erlebte mit CAAL Racing ein gutes Wochenende. Nach dem Sieg im Lady Cup am Samstag folgte Platz zwei am Sonntag. Die Italienerin ist mit ihren Leistungen sehr zufrieden: „Es war toll. Es war ein chaotisches Rennen mit vielen Kämpfen und Überholmanövern. Ich habe im ersten Rennen nicht mit solch einem Resultat gerechnet. Es war extrem spannend.“