Autospeedway

Exklusiv-Interview mit WorldCup-Sieger Luke Davidson

Michael Großgarten

‘Leadlap.de’ hat nach seinem WorldCup-Sieg in der Stockcar F1 am Raceway Venray mit Luke Davidson aus Großbritannien gesprochen

Der WorldCup der Stockcar F1 am Raceway Venray gehört zu den wichtigsten Rennen in der Autospeedway-Szene in Europa. Nicht nur die Tribünen sind an diesem Wochenende immer randvoll, sondern auch die Starterfelder – dank der zahlreichen britischen Fahrer. Luke Davidson gehört zu den regelmäßigen Teilnehmern in Venray und hat den WorldCup 2019 gewonnen.

Gegenüber ‘Leadlap.de’ gewährt der frischgebackene WorldCup-Sieger einen Einblick in seine Gefühlswelt. Für Davidson, der das Geschehen in der Bahnmeisterschaft in Venray dominiert, war es ein wichtiger Sieg.

André Wiegold (AW): Wie fühlst du dich nach deinem Sieg in Venray?

Luke Davidson (LD): “Der WorldCup-Sieg war für mein Team und mich natürlich großartig. Es ist einer der besten Momente, den ein Fahrer in der Stockcar F1 erleben kann. Im vergangenen Jahr sind wir auf Platz zwei gelandet und dieses Jahr haben wir den WorldCup nach Hause geholt.”

Foto: Michael Großgarten

AW: Wie war für dich das Rennen? Was waren die Schlüsselmomente?

LD: “Es hat sich wie eine Ewigkeit angefühlt. Es waren die längsten 30 Minuten meines Lebens. Wir haben einen guten Start erwischt und Roy Maessen, den es in Venray zu schlagen gilt, hatte einen früher Dreher. Jedoch gab es nach vier Runden die gelben Flaggen, weshalb das Rennen komplett neu gestartet wurde. Ich fand das etwas unfair.”

“Beim Restart habe ich wieder die Führung übernommen. Da Roy wieder aufgehalten wurde, konnte ich einen komfortablen Vorsprung herausfahren. Später gab es wieder gelbe Flaggen und ich wusste nicht, wie viele Runden noch zu fahren waren. Der schnellste Fahrer war zu diesem Zeitpunkt auf Platz zwei unterwegs.”

“Ich erwischte erneut einen guten Start und habe einen Vorsprung auf die Nr. 400 aufbauen können. Als noch drei Runden zu fahren waren, kam er in den Kurven 3 und 4 an mir vorbei. Ich hatte nur eine Chance, um ihn nicht entkommen zu lassen. In der nächsten Runde habe ich ihm einen Stoß verpasst. Ich überholte ihn und schaffte es, einen Vorsprung heraus zu fahren. Er holte mich nicht mehr ein, weshalb ich mir den Sieg schnappte.”

AW: Du bist in Venray sehr erfolgreich, was ist dein Geheimnis und was ist wichtig, um auf dem Oval erfolgreich zu sein?

“Es gibt eigentlich kein Geheimnis, um in Venray schnell zu sein. Ich war in diesem Jahr sehr oft hier, um Rennen zu fahren und so haben wir gelernt, das Auto für die Strecke einzustellen. In Venray ist es wichtig, konstante Rundenzeiten zu fahren. Außerdem muss es rund laufen, weil es schwierig ist, zurückzuschlagen, wenn man weit heraus getragen wird.”

AW: Was macht den Raceway Venray so besonders? Was magst du an der Strecke?

Foto: Michael Großgarten

LD: “Wir lieben das Racing am Raceway Venray, weil die Strecke und die Anlage einfach großartig sind. Wir fühlen uns auch sehr wohl hier, weil wir immer so großartig willkommen geheißen werden. Ich mag es, auf längeren Strecken zu fahren, weshalb der Kurs in Venray, der mich an das Foxhall Stadium in Ipswich erinnert, sehr gut zu mir passt. Ich genieße solche Strecken.”

AW: Was sind deine Ziele für die Saison 2019?

LD: “Ich will in der restlichen Saison 2019 so oft es geht auf das Podium fahren. Aufgrund meiner Starts in Venray bin ich für das Shootout in den Niederlanden qualifiziert. Deshalb bin ich beim Kampf um den Titel, das silberne Dach, sowohl in Venray als auch in Lelystad dabei.”

In Venray wird Davidson am 29. September wird in Action zu sehen sein. Der Fahrer der Startnummer 464 wird dann wieder auf Punktejagd gehen, um die F1-Meisterschaft und die Bahnmeisterschaft zu gewinnen. Mit dem WorldCup-Sieg im Gepäck, wird der Brite sicher auf das Momentum aufbauen wollen.

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