IndyCar, US-Racing

IndyCar-Newsflash: Takuma Sato erringt zweiten Indy-500-Sieg

Joe Skibinski

Takuma Sato hat nach dem Jahr 2017 zum zweiten Mal das Indy 500 gewonnen – Spencer Pigot nach Horror-Crash uverletzt – Pato O’Ward die Überraschung der bisherigen Saison

Am 23. August 2020 war es endlich so weit: Die 104. Ausgabe des Indy 500, in den USA auch bekannt als ‘The Greatest Spectacle in Racing’, durfte nach der Pandemie-bedingten Absage im Mai endlich stattfinden.

Auch wenn das Rennen ohne Zuschauer stattfinden musste, hinderte dies die 33 Starter nicht daran, das betitelte ‘große Spektakel’ abzuliefern. Nach 200 Runden voller Rennaction krönte sich Takuma Sato zum zweiten Mal nach dem Jahr 2017 zum Indy-500-Champion.

Der Japaner fuhr von Beginn an in der Spitzengruppe und zeigte gegen Rennende perfektes Timing beim Haushalten seiner Reifen und seines Benzins. 15 Runden vor Rennende übernahm Sato die Führung und profitierte letztlich von einem Horror-Crash von Spencer Pigot fünf Runden vor Schluss, welcher dafür sorgte, dass das Rennen unter Gelb beendet wurde.

Der Meisterschaftsführende Scott Dixon musste sich nach 111 Führungsrunden Sato knapp geschlagen geben, während sich Graham Rahal nach einer starken Fahrt den dritten Platz auf dem Indy-500-Podium sicherte. Platz vier und fünf komplettierten Santino Ferrucci und der amtierende IndyCar-Meister Josef Newgarden.

Der Penske-Pilot (251 Punkte) sammelte somit weitere wichtige Punkte im Kampf um seine Titelverteidigung und liegt derzeit auf Platz Zwei im Gesamtklassement hinter Dixon (335 Punkte) und vor McLaren-SP-Pilot Pato O’Ward (218 Punkte).

Spencer Pigot unverletzt nach Horror-Crash

Foto: Mike Young

In der Schlussphase des Indy 500 war es Pigot, der für unschöne Szenen sorgte. Fünf Runden vor Rennende verlor der Amerikaner ausgangs Turn 4 die Kontrolle über sein Fahrzeug. Zunächst schlug er in die äußere Safer-Barrier-geschütze Betonwand ein und crashte danach in die schräg gegenüberliegende, nur von Reifenstapeln geschützte Mauer der Boxeneinfahrt.

Die gesamte rechte Fahrzeugseite wurde aufgrund des doppelten Aufpralls völlig zerstört, doch der seit dieser Saison neue Aeroscreen hielt stand und bewahrte Pigot wohl vor möglichen Kopfverletzungen. Obwohl ihm das Medical Team beim Ausstieg aus seinem havarierten Boliden assistieren musste und Pigot direkt medizinisch versorgte, gab der 26-Jährige kurz darauf über seine Twitter-Seite Entwarnung.

Nach ausführlichen Untersuchungen durfte Pigot das Krankenhaus noch am selben Abend verlassen. Er bedankte sich in seinem Twitter-Beitrag nicht nur beim Medical-Team und dem Krankenhaus, sondern gratulierte Teamkollege Sato auch direkt zu seinem zweiten Indy-500-Sieg.

Pato O’Ward die Überraschung der bisherigen Saison

Der Mexikaner Patricio ‘Pato’ O’Ward liegt nach sieben gefahrenen Meisterschaftsrennen derzeit auf einem sensationellen dritten Platz in der Gesamtwertung. Der 21-jährige McLaren-SP-Pilot weist bereits fünf Top-10-Ergebnisse vor, darunter ein sensationeller zweiter Platz in Road America.

Der Indy-Lights-Champion aus dem Jahr 2018 sammelte somit emsig Punkte für sein neues Team. Auch beim Indy 500 wusste O’Ward zu überzeugen. Nach einer kalkulierten Fahrt kam der Youngster als bester Indy-500-Rookie auf dem sechsten Platz ins Ziel.

Foto: Joe Skibinski

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