Marcus Storb ist ein Rennfahrer aus dem Ruhrgebiet, genauer aus Gelsenkirchen. Der 44 Jahre alte Fahrer hat bereits viele Boliden in seiner langen Karriere auf den verschiedensten Rennstrecken bewegt. Begonnen hat alles als Kind in Baarlo und auf dem ehemaligen Alma-Ring in Gelsenkirchen. Er ist bereits in der Formel Vau auf der Rundstrecke, sowie in der Formel Toyota, Stockcar F2, National Hotrods und im BMW-Cup im Oval angetreten. Neben dem Bestreiten von Rennen half Marcus stets seinem Freund Thorsten Klaka und dessen Team beim Schrauben an den Hotrod-Boliden. Leider sind Thorsten (ehemalig #51 National Hotrods) und Heinz Klaka (ehemalig #5 National Hotrods) viel zu früh verstorben. Begonnen hat die Karriere von Marcus Storb im Jahr 1990, welche er zwischenzeitig für 6 Jahre unterbrach. Ich konnte mit Marcus über seine Leidenschaft, dem Autospeedway, sprechen.

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Marcus Storb im #226 BMW © Stan Libuda Autosport Fotografie

André: Was fasziniert dich an der Autospeedway- bzw. Ovalrennsport-Szene?

Marcus: Die Nähe zum Geschehen ist für die Zuschauer immer gegeben. Ebenfalls besteht in diesem Sport eine besondere Nähe zwischen Fahrern und Zuschauern. Zudem ist die Kameradschaft untereinander nahezu immer gegeben, wobei es auch hier, wie im Leben üblich, Querulanten gibt.

André: Kannst du uns deinen Werdegang als Rennfahrer schildern?

Marcus: Angefangen hat alles als Kind im Kinderwagen auf Alma. Später habe ich bei meinem Onkel Jürgen und dessen Freund Wilfried Droll das Schrauben gelernt. Ich durfte in diesem Team eine Menge lernen. Das erste Mal fuhr ich einen Rennwagen in Geilenkirchen. Ich war ganz stolz darauf, als ich deren Rennwagen nach einem Sieg zurückfahren durfte. Später, mit 20 Jahren, konnte ich günstig einen Formel Vau ergattern, den ich nach dessen Restauration auch sehr erfolgreich gefahren habe. Ich wurde mit diesem Fahrzeug in der Club Meisterschaft niederländischer bzw. BENELUX Meister. Danach ging es weiter über die Formel Toyota, Stockcar F2 und National Hotrods, hin zum BWM-Cup.

Markus Storb nach einem erfolgreichen Rennen © Stan Libuda Autosport Fotografie

Marcus Storb nach einem erfolgreichen Rennen © Stan Libuda Autosport Fotografie

André: Welches ist dein favorisiertes Oval? Warum?

Marcus: Ganz klar Ipswich in England! Es ist super professionell organisiert und trotzdem traditionelles „ovalrace“.

André: Was macht den BMW-Cup so besonders?

Marcus: Die Chancengleichheit und das riesige Starterfeld. Zudem ist nicht zu vergessen, dass mit dem BMW-Cup eine günstige Möglichkeit besteht Ovalrennen zu fahren.

André: Was sind deine Ziele für das Jahr 2015

Marcus: Möglichst kein Auto zu zerstören und in der Meisterschaft einen Platz in den Top-5 belegen. Oberstes Ziel ist aber ein gesundes und glückliches Jahr 2015!

André: Möchtest du zum Abschluss noch etwas loswerden?

Marcus: Ja, hiermit möchte ich mich herzlich bei meiner Frau Petra, meinen Söhnen Calvin, Maurice und Nico, sowie bei meinen Schraubern Jojo und Michael bedanken. Ohne euch wäre dies nicht möglich!

Auch bei Nacht macht die #226 eine gute Figur © Stan Libuda Autosport Fotografie

Auch bei Nacht macht die #226 eine gute Figur © Stan Libuda Autosport Fotografie

Hoffentlich gehen die Ziele und Wünsche von Marcus in Erfüllung! Ich wünsche ihm alles Beste für die kommende Saison. Der BMW-Cup wird wieder auf dem Ter Apel Raceway und dem Lelystad Raceway zu Besuch sein und dann heißt es wieder, „Green Flag, we are racing!“