Am Pfingstmontag fand der zweite Renntag der LMV8-Ovalserie 2018 am Raceway Venray statt – Wim Verloo dominierte das Geschehen

Die LMV8-Ovalserie gastierte am vergangenen Pfingstmontag auf dem Halbmeilen-Oval des Raceway Venrays. In der Late-Model-Klasse dominierte Wim Verloo aus Belgien das Geschehen. Er gewann zwei von drei Läufen und wurde im Finale zweiter hinter Barry Maessen. In der Tageswertung sicherte sich Verloo so den ersten Platz direkt vor Maessen und Jeroen Hermans. Die Top 5 komplettierten Jeroen van Eerd und Philipp Bachor aus Deutschland.

Im ersten Lauf des Tages setzte sich Verloo in einem Herzschlagfinale gegen Hermans durch, dem nur 0,298 Sekunden auf den Spitzenreiter fehlten. Dritter wurde van Eerd, der rund eine Sekunde hinter dem Spitzenduo ins Ziel kam. Die Top 5 rundeten Jos Kuypers und Maessen ab, die sich ebenfalls ein starkes Duell lieferten. Bachor, der im letzten Renndrittel eine fulminante Aufholjagd gestartet hatte, belohnte sich mit Rang sechs, direkt vor dem Amerikaner Dennis Jay Sargent Jr. Stephan Diessen, Rückkehrer Colin White und Nick Aerts komplettierten die Top 10.

Verloo setzte sich im zweiten Lauf erneut nur knapp gegen Hermans durch, dem diesmal 0,450 Sekunden auf den Spitzenreiter fehlten. Barry Maessen landete nur hauchdünn vor Bachor auf dem dritten Platz. Van Eerd war es, der sich mit Rang fünf ein weiteres wichtiges Top-5-Resultat sicherte. Hans-Jürgen Hummen kam hinter White auf Rang neun ins Ziel. Es war das erste und einzige Top-10-Resultat des Deutschen am Pfingstmontag. Hinter ihm beendete Jentsen Adriaenssens den Lauf auf Platz zehn.

Im Finale war Maessen nicht mehr zu stoppen. Der Lokalmatador und Sohn des Streckenbesitzers Harry Maessen überholte Verloo und kam 0,369 Sekunden vor dem Belgier über die Ziellinie. Van Eerd hielt sich aus dem Kampf um den Sieg heraus und beendete das Rennen auf Rang drei, vor Aerts und Hermans. Bachor verpasste die Top 5 nur knapp mit einem weiteren sechsten Platz. LMV8-Champion Kuypers kam nur auf Platz acht ins Ziel.

Bachor überzeugt

Bachor machte den Zuschauern am Pfingstmontag viel Freude. Nach seiner fulminante Aufholjagd im ersten Lauf, folgte ein irrer Drift im zweiten Rennen in den Kurven 3 und 4, mit dem er gleich zwei seiner Konkurrenten überholte. Im letzten Lauf musste Bachor wegen einem Schaden an der Kupplung sogar vom letzten Platz aus ins Rennen starten, was ihm nicht aufhielt.

Der junge Wattenscheider sagt: „Es war ein wirklich harter, aber guter Renntag. Ich habe wirklich alles gegeben und bin in jedem Rennen ans Limit gegangen. Mein Spotter hat mich während der drei Läufe sehr gut unterstützt. So konnte ich in einigen hitzigen Situationen gut reagieren. Das ganze Team hat super Arbeit geleistet und mir ein gut abgestimmtes Auto hingestellt.“

Patrick Heckhausen nutzte den Renntag, um sein Fahrzeug aus dem Winterschlaf zu holen, es zu testen und Probleme zu lokalisieren. Wegen einiger Vibrationen konnte er kein einziges Rennen beenden. Jedoch sei das Auto im Training sehr schnell gewesen. Er sagt: „Schade, dass wir Probleme mit extremen Vibrationen und einem gebrochenen Achsträger hatten. Trotzdem hat uns der Renntag, den wir als Testtag genutzt haben, extrem Spaß gemacht. Es hat mich sehr gefreut, dass wir so viel Zuspruch von allen bekommen haben.“

Schwerer Unfall von Ralph Verberckt

Im ersten Lauf kam es in Kurve 1 und 2 zu einem schweren Unfall. Ralph Verberkt, Milou Mets und Maessen versuchten zu Dritt durch die Kurve zu fahren, was nicht funktionierte. Maessen, der die unterste Linie hatte, zwang Mets, ein wenig nach außen zu korrigieren. Da war aber Verberkt, der in Mets Auto krachte, abhob und direkt auf die Kante der Streckenbegrenzung knallte. Sein Heck berührte sogar den Fangzaun vor der Tribüne. Anschließend ging das Auto in Flammen auf. Die Sicherheit der Autos ist glücklicherweise sehr hoch, weshalb Verberkt schnell und unverletzt aus dem Wrack aussteigen konnte. Der Crash in Bildern:

© Michael Großgarten

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