Am 26. Juni trug die LMV8 Oval Serie den Eurocup 2016 aus. Auf der halben Meile des Raceway Venrays setzte sich Patrick van Eck gegen 23 Konkurrenten durch. 

Der Eurocup – Van Eck gewinnt das rasante Rennen

In dem 40 Runden langen Rennen startete Frank Wouters von der Pole-Position. In geschlossener Formation donnerten insgesamt 24 Fahrzeuge über das große Oval des Raceway Venrays.

Bereits früh im Rennen setzte sich van Eck an die Spitze, gefolgt von Wouters und Lokalmatadoren Barry Maessen, der in einem neuen Lefthander-Late-Model antrat. Immer wieder versuchte Wouters, den Mustang-Piloten vor sich zu überholen.

Stefan Oberndorfer bewies in den ersten Runden seine fantastische Fahrzeugbeherrschung. Nachdem das Fahrzeug aufgrund eines Kontaktes außer Kontrolle zu geraten schien, fing der erfahrene Deutsche sein Auto fabelhaft ab und verhinderte so einen Unfall auf der Gegengeraden.

Bildergalerie: Raceway Venray am 26. Juni 2016

Gegen Rennhalbzeit krachte es in der ersten Steilkurve des Ovals. Patrick den Biggelaar und Ralph Verberkt knallten in die Mauer. Die Fahrzeuge wurden bei dem Unfall dermaßen beschädigt, dass keiner der Fahrer einen weiteren Lauf an diesem Renntag bestreiten konnte.

Nach dem Neustart übernahm erneut van Eck die Führung. Zwischenzeitlich wurde Maessen, der auf der dritten Position fuhr, disqualifiziert. Topverfolger Wouters blieb dicht am Heck des Führenden und versuchte immer wieder, an ihm vorbeizukommen.

Seite an Seite donnerte die Spitze über den Kurs, jedoch war es unmöglich, van Eck zu überholen. Der Niederländer gewann mit nur wenigen Tausendsteln Vorsprung vor Wouters und Jos Kuypers, der sich gegen Rennende ebenfalls in den Kampf um den Rennsieg einmischte. Oberndorfer landete auf dem fünften Platz und war bester Deutscher.

Van Eck kommentierte seinen Sieg: „Der Sieg ist sehr schön, war aber auch sehr schwer. Der Start war gut und ich habe mich breit gemacht, denn ich wusste, dass ich Frank Wouters nicht durchlassen darf.“

Patrick Heckhausen hatte im Rennen mit vielen Problemen zu kämpfen und erreichte nur Platz 14. Marko Stipp überquerte die Ziellinie auf der 15. Position, direkt vor Hans-Jürgen Hummen.

Gaststarter und Teamchef Joep Hendriks erreichte in dem Fahrzeug von Bart Bel den achten Platz und zeigte, dass er als Rennfahrer nichts verlernt hat.

Lauf 2 – Marko Stipp holt den ersten Sieg

Im zweiten Lauf des Tages hatte Stipp allen Grund zum Feiern. Der ehemalige VLN-Pilot holte seinen ersten Oval-Sieg in seiner jungen Late-Model-Karriere. Er setzte sich gegen Maessen und Jeroen van Eerd durch. Der Sieg hat einen hohen Stellenwert, denn Stipp fährt einen schwächer eingeschätzten ASCAR (anstelle des besser bewerteten Lefthanders).

Stipp sagte: „Der Sieg ist sehr schön. Eigentlich sind die Lefthander deutlich schneller als die ASCARS, denn sie können in die Kurven einfach reinbremsen und überholen. Hinter mir haben sie sehr um die Position gekämpft und davon habe ich profitiert. Es war ein toller Sieg.“

Oberndorfer bestätigte seine Konstanz und landete auf der siebten Position. Hummen blieb seiner Taktik treu und hielt sich aus allen Scherereien heraus, fuhr seine Linie und wurde dafür mit dem elften Platz belohnt.

Heckhausen musste sein Fahrzeug früh im Rennen abstellen und wurde daher nur auf dem 14. Rang gewertet. Eine defekte Batterie verursachte das Aus des Krefelders.

Das Finale – Barry Maessen staubt ab

Im Finale siegte Maessen in seinem neuen Chevrolet-Late-Model. Der Niederländer profitierte von einer unglücklichen Situation im Überrundungsverkehr und sah als erster die Zielflagge. Lange wurde das Rennen von Joey Hanssen angeführt, der auf Hummen auffuhr und deshalb die Führung verlor. Hummen hatte zu diesem Zeitpunkt keine Funkverbindung und stand dem Führenden daher im Weg. Für die fehlende Funkverbindung wurde der Deutsche disqualifiziert.

Auf dem dritten Platz landete van Eerd. Der Rookie machte im Gegensatz zum vergangenen Renntag einen riesen Schritt nach vorne und zeigte eine beeindruckende Leistung. Oberndorfer holte mit dem sechsten Platz ein weiteres Top-10-Ergebnis.

Heckhausen hatte im Finallauf erneut technische Probleme. Da das Getriebe Probleme bereitete, holte der Deutsche nicht alles aus seinem Auto heraus und platzierte sich auf dem 14. Rang. Stipp, der den Vorlauf gewann, kam auf der zwölften Position ins Ziel.