Am vergangenen Montag startete die LMV8-Ovalserie am Raceway Venray in die neue Saison – Barry Maessen sicherte sich nach drei spannenden Läufen den Tagessieg

Barry Maessen hat beim LMV8-Saisonauftakt richtig aufgedreht und sich mit 239 Punkten den Tagessieg gesichert. Nach zwei zweiten Plätzen in den Vorläufen sicherte sich der Niederländer im Finale den Sieg vor Ralph Verberkt, der mit 201 Zählern in der Tageswertung auf Platz zwei landete. Die Top drei komplettierte Jeroen van Eerd in der Startnummer 33.

Von einer Dominanz konnte am Montag jedoch keine Rede sein. Im ersten Lauf fuhr Wim Verloo seiner Konkurrenz an der Spitze mächtig davon. Ein technischer Defekt macht ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung und verhinderte den Sieg. Verloo kam den gesamten Renntag nicht mehr auf die Strecke zurück. Sein Sohn Noah Lhoez zeigte ebenfalls sein großes Potenzial. Bevor der 16-Jährige im Finale aufgrund eines heftigen Unfalls ausschied, war er in den Vorläufen auf Rang fünf und sechs gelandet.

Bachor mit starker Leistung

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Die Augen der deutschen Zuschauer waren auf die Startnummer 21 von Philipp Bachor gerichtet. Im vergangenen Jahr zeigte der 20-Jährige mit seinem fünften Platz in der Gesamtwertung bereits, was in ihm steckt. Beim Saisonstart 2018 überzeugte der Wattenscheider erneut mir einer konstanten und starken Leistung.

Im ersten Lauf kam er aber noch nicht richtig in Fahrt. „Die Reifen waren zu kalt und haben deshalb nicht gut funktioniert“, so Bachor gegenüber leadlap.de. Trotzdem reichte es für ihn für den achten Platz direkt hinter Stephan Driessen. „Im zweiten und dritten Lauf haben wir das Problem aber in den Griff bekommen.“

Das sah man! In beiden Läufen hatte der junge Rennfahrer ein Wörtchen an der Spitze mitzureden. Beim Überrundungsverkehr wurde er jedoch in beiden Rennen kurz aufgehalten und wieder zurückgeworfen. Unbeirrt davon kämpfte er sich jedes Mal wieder zurück in die Top 3. Im zweiten Lauf kam er auf Rang drei ins Ziel – mit nur 0,298 Sekunden Rückstand auf den Rennsieger Verberkt.

Im dritten Lauf arbeitete er sich sogar auf Platz zwei vor. Wegen eines unerlaubten Schubsers wurde er allerdings auf den dritten Platz zurückversetzt. In der Tageswertung landete Bachor auf einem starken vierten Platz. „Wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden“, freut sich Bachor. „Unser Ziel ist die Top 5 und das haben wir heute erreicht.“

Hummen scheitert knapp am Podium

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Für Hans-Jürgen Hummen war der erste Renntag eine Achterbahn der Gefühle. Der Routinier ging mit einer gut vorbereiteten Startnummer 99 ins erste Rennen. Dabei wurde er von einem erfahrenen LMV8-Piloten unterstützt: Patrick Heckhausen agierte als Spotter für den Ingenieur aus Deutschland. Im ersten Rennen ging es Hummen noch etwas zaghaft an und beendete es auf Platz elf. Die Rundenzeiten waren aber vielversprechend.

Im zweiten Rennen drehte Hummen richtig auf und biss sich auf Platz zwei fest. Fast zwei Drittel des Rennens verteidigte Hummen die Position gegen die Konkurrenz – er holte sogar eine Führungsrunde. Dabei hielt er unter anderem van Eerd und Maessen lange hinter sich. Eine starke Leistung, die letztendlich aber nicht belohnt wurde.

Kurz vor Rennende kam es in Kurve 4 zu einem Kontakt zwischen van Eerd auf der Innenbahn und Hummen auf der schnelleren Außenbahn. Hummen drehte sich und schlug heftig in die innere Mauer des Halbmeilen-Ovals ein. Der Traum vom Podium war damit geplatzt. „Es war ein normaler Rennunfall“, bewertet Hummen die Situation gegenüber leadlap.de. Nach dem Rennen war der erfahrene Rennfahrer sichtlich enttäuscht.

In Kooperation mit dem Bachor Racingteam versuchten die Mechaniker alles, um die Startnummer 99 für das Finale zu reparieren. Hummen kam zwar auf die Strecke, musste sein Fahrzeug aber noch vor dem Rennstart im Infield abstellen. Es war nicht möglich, mit dem provisorisch, aber bestmöglich zusammengeschusterten Auto ein Rennen zu bestreiten, da der Kühler streikte.

Trotz des herben Rückschlags hat Hummen eins bewiesen: Er kann in der LMV8-Ovalserie schnell sein und mit den besten Piloten im Feld mithalten! Auf und neben der Strecke hat er sich außerdem mit seinem Sportsgeist und fairen Verhalten ausgezeichnet.

Am Ostermontag gab außerdem der erfahrene Rennfahrer Maik Barten sein Debüt als Rennleiter in der LMV8-Ovalserie. Im Funk wirkte er ruhig, bestimmend, aber sehr respektvoll. Auch er hat am ersten Renntag eine gute Leistung hingelegt. Der zweite LMV8-Renntag findet am 21. Mai (Pfingstmontag) am Raceway Venray statt.