Die NASCAR-Euroserie wächst und neue Fahrer und Teams kommen in die Serie – So auch der Deutsche Matthias Hauer, der seit dieser Saison für CAAL Racing in der ELITE 1 startet

Wirft man einen Blick auf das aktuelle Fahrerfeld der NASCAR-Euroserie, so zeigt dieses eindrucksvoll, wie sehr sich die Serie über die vergangenen Jahre entwickelt hat. Es ist nicht nur das größte Feld in der noch jungen Geschichte der Serie, sondern auch das engste. Das liegt daran, dass viele Fahrer mit unterschiedlichsten Hintergründen ihren Weg in die Serie gefunden haben – wie zum Beispiel der ehemalige Formel-4-Pilot Florian Venturi oder Matthias Hauer.

Hauer, der den Rennsport neben seinem normalen Beruf betreibt, sammelte Erfahrung in der VLN. Zudem fuhr der sympathische Hesse einen KTM X-BOW GT4. Zur aktuellen Saison erfolgte der Wechsel in die EuroNASCAR, wo Hauer sich mit Gil Linster den gelben Chevrolet mit der blauen 44 teilt. Ein Grund für den Wechsel sei für Hauer der Kontaktsport in der Serie. „Es ist ja Kontakt erlaubt“, so der CAAL-Pilot. „Ich fahre gerne mit Kontakt.“

Matthias Hauer und Gil Linster © Michael Großgarten

Noch tut sich Hauer schwer, da in der Serie alles neu für ihn sei. Nicht nur die Aufmachung der NASCAR-Euroserie und die Strecken seien für den Deutschen dabei neu, sondern auch die Autos. Ein wesentlicher Unterschied liegt laut Hauer darin, dass es keinerlei elektronische Fahrhilfen gibt. „Es ist ein reiner Fahrerwettbewerb.“, so seine Zusammenfassung. Das diese Umstellung Zeit bräuchte, zeigen seine Ergebnisse, denn meist fährt der Deutschen im hinteren Mittelfeld mit. Trotzdem ist Hauer optimistisch: „Ich verbessere mich kontinuierlich und ich bin sehr zuversichtlich, dass ich auch noch im Laufe diesen Jahres zumindest ins Mittelfeld fahre.“

Der Trend geht nach oben und das zeigte sich auch in Brands Hatch. Zwar profitierte Hauer hier vom Pech der Konkurrenz, aber er verbesserte sich über das Wochenende stetig. Im Feld gilt die Strecke als schwierig und wird auch gerne mit der Nordschleife verglichen. Was Brands Hatch für Hauer so besonders macht ist, „dass es im Grunde keine einzige Gerade gibt“. Die Fahrer würden sich somit eigentlich immer in der Kurvenfahrt finden. Der Deutsche ergänzt dazu: „Mit diesen Autos in der Kurve zu bremsen, ist schwieriger als mit modernen Fahrzeugen.“ Eine weitere Schwierigkeit sei die Enge der Strecke. Hauer sagt: „Man muss unglaublich viel schauen, rechts und links.“

Auch auf das kommende Rennwochenende in Tours, blickt der Rookie optimistisch. „Ich denke mal, im Oval fallen einige Vorteile, die die Fahrerkollegen haben, weg“, meint der Chevrolet-Fahrer. „Es wird nicht so viel geschaltet. Es kommt also mehr darauf an, das Fahrzeug zu positionieren und konstant am Gas zu halten. Und da rechne ich mir eigentlich ganz gute Chancen aus.“

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Besonders freut sich Hauer aber auf den Hockenheimring: „Für mich ist Hockenheim sozusagen meine Heimatstrecke. Sie liegt bei uns um die Ecke. Da kenne ich mich aus.“ Nicht nur glaubt er, sich dort sportlich steigern zu können, er hofft auch auf die Unterstützung der deutschen Fans: „Ich gehe davon aus, dass Hockenheim sehr voll werden wird und dass sehr viele Leute kommen werden. Die Verandstaltung wird sich ein riesiges Medienspektakel.“, so der CAAL-Pilot.