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MotorvisionTV Xtreme Series: So liefen die ersten drei Rennen

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MotorvisionTV hat im Jahr 2018 die Xtreme eSports Series ins Leben gerufen – In iRacing messen sich viele NASCAR-Fans und Sim-Racer auf den virtuellen Ovalen – So liefen die ersten drei Rennen für das leadlap.de-Team

Michael Franke:

Michael Franke startet in der Startnummer 78 für das leadlap.de eSports Team. Nach drei gewerteten Läufen steht der erfahrene Sim-Racer mit 201 Punkten auf dem achten Gesamtplatz. Die Konstanz ist sein Schlüssel zum Erfolg. Er kam einmal in den Top 5 und einmal in den Top 10 ins Ziel. Auf Tabellenführer Jörn Jens, der zwei Siege eingefahren hat, fehlen ihm aktuell 40 Zähler.

Video: Alle Grid-1-Rennen gibt es  auf dem YouTube-Kanal von MotorvisionTV

Am Charlotte Motor Speedway reichte es für ihn im Qualifying für Platz 22. „In den ersten 25 Runden habe ich mich mit Mühe in den Top 20 gehalten“, so Franke. „In Runde 26 bin ich dann beim Re-Start leider wegen des Ziehharmonika-Effekts in einen Unfall verwickelt worden.“ Mit einem beschädigten Truck und einigen Runden Rückstand reichte es letztendlich für Rang 26.

In Pocono folgte eine deutliche Leistungssteigerung: Franke qualifizierte sich mit nur 0,2 Sekunden Rückstand für den fünften Startplatz. Der Fahrer der Startnummer 78 blieb konstant in den Top 5. „Aufgrund der abbauenden Reifen war es immer schwieriger, die Kontrolle zu behalten“, sagt er. „Nach dem Stopp unter grün kam ich auf Platz vier wieder zurück auf die Strecke.“ Genau diese Position verteidigte Franke bis zum Schluss.

Auch am Daytona International Speedway landete Franke im Qualifying unter den Top 5 mit nur 0,036 Sekunden Rückstand auf den Pole-Sitter. Bis zum ersten Boxenstopp verlief das Rennen für den Sim-Racer ohne große Probleme. Nach dem Tankstopp, bei dem Franke keine Reifen gewechselt hatte, kam es aber zu einer haarigen Szene. Er beschreibt: „Vielleicht waren es die abgekühlten, alten Reifen, aber ich habe einen peinlichen Fehler gemacht. Nach der Boxenausfahrt habe ich mich ins Gras gedreht.“ Dennoch reichte es letztendlich für den zwölften Platz.

Christopher Mark:

Christopher Mark hat sich im Laufe der Meisterschaft stetig weiterentwickelt. Der iRacing-Newcomer hat vor dem Start in der MotorvisionTV Xtreme Series hauptsächlich bei Grand Turismo Sport für Furore gesorgt. In der iRacing-Meisterschaft liegt er nach drei Läufen auf Gesamtrang 20. Er hat bereits ein Top-5-Ergebnis eingefahren.

Beim Saisonauftakt in Charlotte hatte Mark mit Schwierigkeiten zu kämpfen. „Es war alles neu“, sagt der iRacing-Rookie. „Ich hatte schon etwas Bammel vor dem Rennen. Ich wollte einfach niemanden im Weg stehen oder wem das Rennen kaputt machen.“ Im Qualifying lief es schon nicht rund, da Mark keine gute Runde auf dem 1,5-Meilen-Oval erwischte. Nach dem Start ins Rennen ging es für ihn aber erst einmal nach vorne. Letztendlich wurde Mark aber in einen Unfall verwickelt, weshalb er nur auf Platz 38 gewertet wurde.

Um am Pocono Raceway ebenfalls im Hauptfeld starten zu dürfen, musste Mark in die Relegation, die er meisterte. Im Pocono-Rennen selbst sei Mark „zu zaghaft“ unterwegs gewesen. Nach einem guten Start habe er sich eigentlich wohl gefühlt. Beim ersten Boxenstopp unter grün hat er jedoch einen Fehler gemacht: „Beim Anbremsen in die Box habe ich mich gedreht, weshalb das Auto minutenlang repariert werden musste“, so Mark. Letztendlich kam er auf Rang 35 ins Ziel.

In Daytona erwischte Mark dann ein fehlerfreies Rennen. Schon im Qualifying überzeugte er mit einer guten Startposition: Platz sechs! „Das Rennen lief sehr gut, obwohl ich einen Boxenstopp versemmelt habe“, sagt er. „Da habe ich eine Menge Zeit verloren. Ich habe mich aber nach und nach wieder nach vorne gearbeitet.“ Nur wenige Meter vor der Ziellinie ging Mark auf alles und überholte noch zwei Konkurrenten. Mit Platz fünf hat er seine persönliche Bestmarke aufgestellt.

André Wiegold:

Ich selbst liege nach den ersten drei Läufen der MotorvisionTV Xtreme Series aktuell auf dem Gesamtplatz 46. Aufgrund beruflicher Verpflichtungen musste ich das Rennen in Pocono leider ausfallen lassen. Sowohl in Charlotte als auch in Daytona lief es zudem nicht ganz rund. In beiden Rennen wurde ich in Unfälle verwickelt, die ein gutes Ergebnis unmöglich machten.

In Charlotte qualifizierte ich mich für das letzte Drittel und ließ mich gleich nach dem Start erst einmal zurückfallen, um das Feld vor mir zu beobachten. Schnell kam es zu den ersten Unfällen, die ich glücklicherweise ohne Schäden überstand. Dementsprechend ging es für mich nach vorne. Zeitweise war ich sogar in den Top 20 unterwegs. Leider wurde ich dann in einen Unfall verwickelt, weshalb ich das Rennen vorzeitig aufgeben musste. Das Resultat: Platz 34!

Da ich am Pocono Raceway nicht starten konnte, musste ich für das Daytona-Rennen durch die Relegation. Eine gute Runde im Pre-Qualifying sicherte mir einen Startplatz im Hauptgrid. Im Qualifying reichte es für einen Startplatz in den Top 30. Nach dem Start lief es ganz gut. Ich nutzte den Windschatten und schwamm mit dem großen Feld mit. Dann gab es einen Dreher vor mir, dem ich auswich. Jedoch gab es anschließend eine Berührung mit einem Fahrer, der nach dem Unfall wieder auf die Strecke kam. Das Ergebnis: Minutenlange Reparaturen an der Box.

Leider kam ich nicht mehr nicht mehr in die Führungsrunde zurück, obwohl ich zweimal den Lucky Dog erhalten hatte. Außerdem machte ich noch einen Fehler, als ich überrundet wurde. Ich streifte die Mauer und verlor so weitere wichtige Sekunden. Dennoch reichte es letztendlich für Platz 29, mit dem ich insgesamt sehr zufrieden bin.

Stefan Kresin:

Stefan Kresin steuert die Startnummer 79 und repräsentiert leadlap.de aktuell im zweiten Grid. Dort zeigte der iRacing-Neuling gute Ansätze. Beim Saisonauftakt in Charlotte gelang es dem „blutigen Anfänger“, sich in den Top 20 festzukrallen. „Ich bin vor zwei Monaten erst auf die Idee gekommen, iRacing auszuprobieren“, so Kresin. „Im Pre-Qualifying bin ich nur ganz knapp am ersten Grid gescheitert. In Charlotte bin ich nach vielen Reparaturen an der Box und zwei dicken Unfällen dennoch auf Platz 14 gewertet worden.“

Am Pocono Raceway erlebte Kresin sein „schwärzestes Rennen“. Er habe sich nur wenig auf den Lauf am „Tricky Triangle“ vorbereiten können, weshalb er mit der Strecke nicht wirklich zurecht gekommen sei. „Ich landete im Qualifying nur auf Platz 18“, resümiert er. „Im Rennen habe ich leider dreimal den Truck verloren und habe andere Mitstreiter mit ins Verderben gerissen, wofür ich mich wirklich entschuldige.“ Dennoch reichte es wieder für Platz 14.

Nach den ersten Erfahrungen hat Kresin an der Hardware geschraubt und seinen Rennsitz optimiert. „Dadurch habe ich ein ganz anderes Gefühl, was die Pedale angeht“, erklärt er. „Ich habe mich auch deutlich besser auf Daytona vorbereitet, was mit Platz drei im Qualifying belohnt wurde.“ Im Rennen wurde Kresin jedoch in einen Unfall verwickelt, weshalb er nur auf Platz 20 landete. „Die Situation wurde von der Rennkommission gewertet und es wurden Konsequenzen gezogen“, kommentiert Kresin den hitzigen Vorfall in Daytona.

Das vierte von fünf Rennen findet am Sonntag, den 20. Januar am ISM Raceway in Phoenix statt. Gefahren wird die alte Variante, noch bevor es den sogenannten „Dogleg“ gab, also die asphaltierte Zone nach der ehemalige Kurve 2. Das Rennen soll erstmals live auf MotorvisionTV übertragen werden.

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