Frederic Gabillon erlebte ein Albtraum-Wochenende beim Play-off-Auftakt der NASCAR-Euroserie am Hockenheimring in Deutschland – Aufgeben kommt für den Franzosen aber nicht in Frage

RDV-Competition-Pilot Frederic Gabillon war als Tabellenführer nach Hockenheim gereist und hatte das Ziel, seine Führung in der Gesamtwertung zu verteidigen. Das ging jedoch mächtig schief. Im ersten Rennen kämpfte sich der Franzose nach einem Reifenschaden auf Platz sieben zurück.

Im zweiten Lauf am Sonntag wurde er in einen Crash verwickelt, weshalb er nun nur noch den dritten Platz – mit vier Punkten Rückstand auf Lucas Lasserre – in der ELITE-1-Meisterschaft inne hat. Vor dem Finale der EuroNASCAR in Zolder wolle Gabillon aber noch nicht das Handtuch werfen.

„Es war ein hartes Wochenende“, sagt der EuroNASCAR-Routinier gegenüber ‚leadlap.de‘. „Im ersten Rennen habe ich einen guten Start erwischt. Danach wollte ich meinen dritten Platz verteidigen.“ In Kurve 2 hat es dann aber einen Kontakt mit einem Konkurrenten gegeben, der zu einem Reifenschaden geführt hat. Gabillon verlor gleich eine ganze Runde und war weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen unterwegs.

Bildergalerie: Das EuroNASCAR-Halbfinale am Hockenheimring (Flickr)

„Am Ende des Rennens hatte ich wegen der Pace-Car-Phase etwas Glück“, sagt Gabillon, der sich aufgrund der Free-Pass-Regel in die Führungsrunde zurückrunden durfte. „Ich war auf Platz 19 und habe mich letztendlich noch auf Platz sieben vorgekämpft. Das war gar kein schlechtes Resultat.“

Das hieß auch, dass Gabillon von Samstag auf Sonntag weiterhin auf Platz eins der Gesamtwertung gestanden hatte. Das zweite Rennen lief jedoch auch nicht nach Plan.

Im zweiten Halbfinale kollidierte der Titelkandidat mit Gaststarter Salvador Tineo Arroyo. „Ich habe einen Fehler gemacht“, gibt Gabillon zu. „Ich war innen und habe den Scheitelpunkt verpasst – um nur einen einzigen Meter. Ich habe Tineo berührt. Er konnte da gar nichts für, denn er hat mir genügend Platz gelassen. Ich hatte einfach mit zu viel Untersteuern zu kämpfen.“ Gabillon ist frustriert, weil ein solides Ergebnis gereicht hätte, um die Tabellenführung zu behalten.

In Zolder wolle Gabillon zum Angriff blasen und Rennen gewinnen. „Vier Fahrer kämpfen um den Titel und wir alle haben keine Wahl“, so der Franzose. „Wir müssen die Rennen gewinnen.“ Er erwartet ein spannendes Rennwochenende am Circuit Zolder mit einem fantastischen Kampf um den Titel.

„Wir werden das Auto bestmöglich vorbereiten“, fügt er hinzu. „Wir wollen alle Rennen beenden und mindestens einen Sieg einfahren.“ Das Finale findet vom 20. bis 21. Oktober im belgischen Zolder statt.