Gil Linster plant, in der Saison 2019 in der NASCAR All American Series in den USA zu starten – Der Luxemburger soll für das neue Team The Garage Shop fahren

Das NASCAR-Abenteuer von Gil Linster geht in die nächste Runde. Der Luxemburger, der seit der Saison 2017 in der NASCAR Whelen Euro Series an den Start geht, hat für das Jahr 2019 ein schlagkräftiges Programm auf die Beine gestellt. Neben einem Engagement in der NWES plant der Fahrer der Startnummer 44, in der niederländischen LMV8 Oval Series für Hendriks Motorsport am Raceway Venray zu fahren. Außerdem soll er im neuen Team The Garage Shop an der NASCAR All American Series in den USA teilnehmen.

Gegenüber ‚leadlap.de‘ spricht Linster über sein geplantes Engagement in den USA. „Ich habe in Venray einen ehemaligen Ingenieur der Earnhardt-Familie kennengelernt. Nachdem ich dort überzeugt hatte, wurde ich in die USA eingeladen, um zu schauen, was dort möglich ist.“ Die Resultate in der EuroNASCAR – Linster wurde im Jahr 2018 in der ELITE-2-Division Fünfter – hätten ebenfalls geholfen, auf sich aufmerksam zu machen.

Linster war erst vor wenigen Wochen selbst in Richmond, wo er den Kontakt zu den amerikanischen Kollegen weiter vertieft hat. „Das Team baut jetzt zwei Autos auf und es will mich so weit bringen, wie es nur kann“, so der Luxemburger weiter. „Es ist auch für das neue Team eine Herausforderung, einen eigenen Rennstall zu managen.“ Ein Start in der Truck- oder Xfinity-Serie sei ebenfalls möglich gewesen, jedoch wolle Linster von Grund auf eine gute Basis schaffen, um sich als Rennfahrer in den USA zu entwickeln.

© Volkan Avci

In der NASCAR All American Series möchte sich der CAAL-Pilot erst einmal an den Rennsport in den USA gewöhnen und so viel üben wie nur möglich. „Ich muss das Fahren im Oval erst einmal richtig lernen“, erklärt Linster. „Ich bin sehr froh, dass ich noch mehr Rennen fahren werde. Ich bin aus dem Nichts in die professionelle Welt der NASCAR geworfen worden.“ Mit den Ovalrennen in den USA wolle Linster seinen Horizont sukzessive erweitern. Er sagt: „Ich glaube, es wird mir etwas bringen, noch mehr Zeit im Auto zu verbringen.“

Auf welchen Strecken Linster fahren wird, ist noch nicht bekannt. Sicher ist, dass er nicht alle Rennen der NASCAR All American Series bestreiten wird. Außerdem sind einige Starts in lokalen Läufen in den USA geplant. „Das ist die Möglichkeit, zu sehen, wo ich stehe und wo ich mich noch verbessern kann“, so Linster weiter. „Der Crewchief hat Erfahrungen in der Truck-Serie und The Garage Shop hat Erfahrungen, verrückte Sachen, Hotrods und NASCAR-Boliden aufzubauen. Außerdem pflegt das Team gute Beziehungen zu einigen NASCAR-Legenden.“

The Garage Shop wolle jetzt von Grund auf das Team und eine Marketingstrategie mit potenziellen Sponsoren aufbauen. Ziel sei es, eine Marke zu etablieren. „Mit den Kontakten haben wir gute Voraussetzungen“, erklärt Linster. „Jetzt schauen wir, wie gut ich mich im Oval schlage. Ich mag es, im Oval zu fahren, aber es zu mögen und es zu können, sind zwei unterschiedliche Dinge.“