In der NASCAR-Euroserie wird in der aktuellen Saison das Team Racing-Total aus Nettetal in Deutschland mit einem Chevrolet SS an den Start gehen. Das bestätigte Teamchef Hubertus Heyman.

Das Team hat dafür das ehemalige Fahrzeug des Teams Raceway Venray mit der Startnummer 14 gekauft. Racing-Total-Fahrer Marko Stipp hat sich für dieses Auto entschieden, da es erst in wenigen Rennen zum Einsatz kam.

In welcher Wertung Stipp antreten wird, ist noch unklar. Er hat aufgrund seiner Lizenz jedoch die Möglichkeit, sowohl in der Elite 1 als auch in der Elite 2 anzutreten. Die Entscheidung macht das Team davon abhängig, ob ein 2. Fahrer gefunden wird und in welcher Wertung dieser Pilot antreten würde.

Wie in der niederländischen LMV8-Ovalserie, in der das Team Racing-Total nun schon im 2. Jahr mit Stipp im Einsatz ist, wird das Fahrzeug die Startnummer 46 zieren. Ziel ist es, mit dieser Startnummer eine Identität für das Team aufzubauen. Zudem hat der Rennstall einen guten Kontakt zum US NASCAR-Xfinity-Team Precision Performance Motorsports rund um Teamchef Rick Gdovic. Genau dieses Team, für das beispielsweise der Belgier Anthony Kumpen einige Male in den USA gestartet war und auch in der Zukunft weiter starten wird, nutzt ebenfalls die Startnummer 46.

Für die aktuelle Saison will das Team Racing-Total erst einmal von Rennen zu Rennen planen. Sollte sich die Frage um den 2. Fahrer schnell klären, will die Mannschaft bereits in Brands Hatch, am 9. Juni an den Start gehen.

„Wir wollen den Ovalrennsport in Europa noch populärer machen und für interessierte Piloten Perspektiven schaffen“, sagte Teamchef Heyman gegenüber leadlap.de. „Wir bieten daher am Raceway Venray Rookie-Tests an, um jungen Fahrern die Möglichkeit zu geben, in die LMV8-Ovalserie oder NASCAR-Euroserie einzusteigen.“

„Uns geht es um die Faszination rund um den Ovalrennsport im Allgemeinen. In Deutschland wächst die Zahl der Fans stetig. Daher haben wir uns entschiedenen, nicht nur in der LMV8-Ovalserie sondern auch in der NASCAR-Euroserie zu starten, um diese Lücke zu schließen.“

An den Events in Venray und Hockenheim wird das neue Team sicher teilnehmen. Einen Start beim Finale in Zolder hält Heyman ebenfalls für wahrscheinlich. Ob das Team ins italienische Franciacorta reisen wird, ist hingegen derzeit noch nicht sicher.