Justin Kunz wird in seiner dritten Saison in der NASCAR-Euroserie für das Team Racing Total an den Start gehen – Das Rekrutierungsprogramm des europäischen Ablegers lockt große Namen an

Die Personalplanungen beim Team Racing Total laufen auf Hochtouren. Der Rennstall hat für die Saison 2018 bereits den ersten Fahrer verpflichtet. Justin Kunz, der in der Saison 2017 für das Topteam PK Carsport ins Steuer griff, wechselt zur deutschen Mannschaft rund um Teamchef Hubertus Heyman. Er übernimmt das Cockpit der Startnummer 46, in dem auch Marko Stipp sitzen wird.

Laut Heyman ist mit Kunz eine langfristige Zusammenarbeit geplant. Der junge Rennfahrer, der vor seiner Saison für PK Carsport bereits bei CAAL Racing Erfahrung gesammelt hat, soll in den kommenden Jahren für Furore sorgen. Wer letztendlich in der ELITE 1 und ELITE 2 antreten wird, ist noch offen. Außerdem würde das Team zurzeit noch daran arbeiten, ein zweites Fahrzeug an den Start zu bringen, so Heyman.

Rekrutierungstage locken große Namen an

Um den Pilotennachwuchs kümmert sich die NASCAR-Euroserie zurzeit selbst. Im Rahmen des Rekrutierungsprogramms sind viele Bewerbungen eingegangen. In Frankreich und Italien wurden die ersten Piloten bereits getestet. Für die Teams der NASCAR-Euroserie bietet sich damit die Chance, ein Auge auf die potenziellen Piloten zu werfen.

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Außerdem hat der europäische NASCAR-Ableger mit seinem Programm einige große Namen angelockt. So waren in Italien beispielsweise Ex-Formel-1-Pilot Daniil Kwjat und Superbike-WM-Fahrer Marco Melandri anwesend, um die V8-Bloliden zu testen. Er wird in Bologna auch auf der Motor Show einen NASCAR-Boliden fahren. Die Toppiloten waren hauptsächlich zum Spaß da und haben aufgrund ihrere Engagement in den Topserie des Motorsports keine Ambitionen, in der EuroNASCAR zu starten.

Auch NASCAR-Champion Bobby Labonte, der in Brands Hatch bereits ein Rennen in der EuroNASCAR bestritten hat, war bei den Tests vor Ort, um eines der Fahrzeuge zu steuern.

Ein weiterer prominenter Teilnehmer war Kris Richard, der in diesem Jahr Starts in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) hingelegt hat. Mit Max Tullman und Will Rodgers hat die NASCAR-Euroserie sogar Piloten aus der US-amerikanischen NASCAR K&N Pro Serie nach Europa gelockt, um ihnen die Chance zu bieten, die europäischen V8-Fahrzeuge auszuprobieren.