Auch am Sonntag hießen die strahlenden Sieger Alon Day und Wilfried Boucenna – Zahlreiche Strafen wirbelten das Endergebnis in der ELITE 2 durcheinander

Nach dem Sieg im ersten EuroNASCAR-Saisonrennen der ELITE 2 sicherte sich der Franzose Willfried Boucenna auch den Sieg im zweiten Lauf am Circuit Ricardo Tormo. Boucenna gewann das Rennen vor Nicholas Risitano und Florian Venturi. Risitano war zugleich der beste Rookie im Feld.

Das Rennen begann turbulent, unmittelbar nach dem Start kam es zu einem Kontakt, in dessen Folge sich Justin Kunz drehte. Für den Deutschen war das Rennen gelaufen. Den folgenden Restart gewann abermals Boucenna und legte damit die Basis für einen deutlichen Sieg. Zwar versuchte Risitano noch, den Knauf-Piloten einzuholen, zu mehr als der schnellsten Rennrunde reichte es für den Italiener in Diensten von Racers Motorsport aber nicht. Am Ende fehlten ihm 3,156 Sekunden auf Boucenna.

„Wir sind von der Pole Position gut gestartet, aber das Safety-Car hat uns wieder zusammengeführt. Wir haben den Neustart sehr gut geplant und von da an habe ich versucht, meinen Vorsprung zu nutzen und gleichzeitig auf das Auto für das ELITE 1-Rennen meines Teamkollegen zu achten. Dies ist ein fantastischer Start in die Saison für das gesamte Knauf Racing Team“, freut sich der französische Pilot.

„Es ist fantastisch“

„Es ist fantastisch! Nicht zu fassen! Es ist mein erstes Rennwochenende in der NASCAR und wir haben es geschafft, auf das Podium zu fahren und den Rookie Cup zu gewinnen! Ich bin noch nie mit solchen Autos gefahren, deshalb bin ich sehr glücklich darüber, was wir als Team erreicht haben. Ich kann nicht mehr verlangen und ich möchte Racers Motorsport, meinem Spotter, all meinen Sponsoren dafür danken, dass dies geschehen ist“, zeigte sich Risitano nach dem Rennen im Interview äußerst zufrieden. „ Das nächste Rennen in Franciacorta ist mein Heimrennen vor all meinen Freunden und Fans. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit etwas mehr Erfahrung noch schneller sein können! Wir wollen den Sieg holen“, ergänzt der junge Italiener.

Für Risitanos Teamkollegen Fillipo Vita, verlief das Rennen weniger erfreulich. Er gehörte zu den Fahrern, die von der Rennleitung mit einer Zeitstrafe belegt wurden, da er sich zweier Vergehen schuldig gemacht hatte. Der Racers-Piltot wurde mit einer Zeitstrafe von insgesamt 50 Sekunden belegt. Maciej Dreszer erwischte in seinem zweiten Rennen für CAAL Racing ebenfalls einen schwarzen Tag und schied nach nur einer Runde aus. Etwas besser lief das Rennen für den GoFas-Piloten Venturi. Der Franzose startet aus der ersten Reihe, verlor seine Position aber aufgrund eines Kontakts in der Anfangsphase des Rennens. Am Ende überquerte Venturi die Ziellinie aber auf Rang drei. Paul Guiod und Guillaume Deflandre komplettierten die Top-5.

Jo Cobb im Lady Cup auf Platz drei

Rang sechs ging an Marconi Abreu, gefolgt von Gil Linster. Auf Position acht kam Felipe Rabello von PK Carsport ins Ziel. Platz neun ging an Pierluigi Veronese, der sein erstes Top-10 Ergebnis einfuhr. Dies war gleichbedeutend mit Rang drei in der Rookiewertung, hinter Risitano und Venturi. Ein beachtliches Ergebnis fuhr auch der ehemalige Radrennprofi Tom Boonen ein. Er landet auf Platz zehn vor seinem Teamkollegen Jerry de Weerdt. Mit Rang elf sicherte sich der Belgier den Sieg in der Legends Trophy.

© EuroNASCAR / Stephane Azemard

Den Sieg in der Damenwertung sicherte sich Carmen Boix Gil, die das Rennen als Zwölfte beendete. Rang zwei in dieser Wertung ging an Arianna Casoli, die auf Rang 15 ins Ziel kam. Gaststarterin Jennifer Jo Cobb, wurde 19. und komplettierte das Podium in der Damenwertung. Die US-Amerikanerin hat das Rennen sehr genossen und plant, wieder in der NASCAR-Euroserie zu starten.

Day wieder siegreich

In der ELITE 1 tat es Champion Day Boucenna gleich und gewann ebenfalls beide Rennen im spanischen Valencia. Der Israeli setzte sich gegen Anthony Kumpel mit nur 0,628 Sekunden Vorsprung durch. Day profitierte von einem Unfall in Runde zwei, in dem neben Polesitter Marc Goossens auch Loris Hezemans verwickelt waren. Der CAAL-Pilot gewann den Restart und gab die Führung bis Rennende nicht mehr her.

“Das Wochenende hätte nicht besser enden können”, so Day. “Manchmal braucht es nur etwas Glück. Das Glück war heute auf unserer Seite. Unser Team hat tolle Arbeit geleistet. Das Auto ist fantastisch. Nachdem ich die Führung übernommen hatte, war ich in der Lage, vorne zu bleiben. So in die Saison zu starten, ist fantastisch. Ich freue mich für CAAL Racing, dass wir fünf der vergangenen sechs Rennen gewonnen haben. Das ist eine beeindruckende Statistik.”

Ähnlich äußerte sich auch Kumpen: “Es war ein hektisches Rennen. Das Auto fühlte sich gut an. Es ist nicht einfach, in dieser Meisterschaft auf Platz zwei zu landen, wenn man von Platz fünf aus gestartet ist. Ich bin mit den Ergebnissen zufrieden, die wir an diesem Wochenende erzielt haben. Nach unserem schwierigen Start, sind Platz drei und zwei sehr gut. Ich bin mir sicher, dass wir ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden können.”

Den dritten Rang sicherte sich Frederic Gabillion, der erneut ein gutes Rennen fuhr. Dem Franzosen in Diensten von RDV Competion fehlten am Ende 2,353 Sekunden auf Sieger Day. Auf den Plätzen vier und fünf, landeten Stienes Longin und Lokalmatador Borja Garcia. Nach den guten Ergebnissen in der ELITE 2 gelang dem neuen Team GO Fas Racing, die erste Platzierung unter den besten Zehn in der ELITE 1. Der GO-Fas-Pilot Roman Iannetta beendete das Rennen auf Rang sechs. Siebter wird der Italiener Gianmarco Ercoli, der in Valencia sein Comeback in der NASCAR-Euroserie gab. Ercoli gewann zudem die Junior Trophy.

Lange lag auch Christoph Bouchut auf Top-10-Kurs, während eines Restarts in der Schlussphase des Rennens, geriet der DF1-Pilot aber mit einigen Konkurrenten aneinander. Dabei fuhr er sich seine Front kaputt und fiel aus den Top 10. Besser lief es für den US-Amerikaner Bobby Labonte. Der NASCAR-Cup-Champion zeigte erneut eine positive Entwicklung und erreichte in seinem dritten Rennen in der NASCAR-Euroserie mit Rang acht eine solide Top-10-Platzierung. Boucenna beendete das Rennen als Neunter und sicherte sich den Sieg in der Challenger Wertung. Lucas Lasserre vom deutschen Team Mishumotors kam auf Rang zehn ins Ziel.

Den zweiten Platz in der Junior Trophy sicherte sich Martin Doubek, der das Rennen auf Rang elf beendete. Das Podium in dieser Sonderwertung komplettierte der Franzose Thomas Ferrando. In der Challenger Wertung sicherten sich De Weerdt und Mauro Trione die Plätze hinter Boucenna.

Weiter geht es für die Fahrer des europäischen NASCAR Ablegers am 19. und 20. Mai am Autodromo di Franciacorta in Italien.