Mit Alon Day wird erstmals ein Israeli Champion in der NASCAR-Euroerie. Auch für CAAL Racing war es der erste Titel in der über 40 Jahre langen Teamhistorie. Den Sieg im Rennen holte aber Lokalmatador Marc Goossens.

Nach seinem Sieg am Vortag war der Titel für Day nur noch Formsache. Eine minimale rechnerische Chance blieb, den Titel nicht zu gewinnen. Als der Pilot aus Israel die erste Runde beendet hatte, war klar: Day ist der neue NASCAR-Euroserie-Champion 2017. Trotzdem boten die Piloten den Zuschauern im letzten Saisonrennen eine Menge Spannung.

Am Start machte Goossens klar, dass er in diesem Rennen eine andere Vorgehensweise gewählt hatte als am Vortag. Mit einem harten, aber fairen Manöver sicherte sich der Belgier die Führung vor Day. Es folgte ein spannendes Duell zwischen den beiden Fahrern. Day, dem der Titel nicht mehr zu nehmen war, ging volles Risiko und kam von der Strecke ab. Der 21-Jährige fiel in der Folge auf Position vier zurück. Es war aber nicht der einzige Fehler von Day: Einige Runden später setzte er seinen gelben Chevrolet erneut ins Kiesbett und kam erst hinter Stienes Longin wieder auf die Strecke zurück. Kurz vor Rennende überholte Day aber den Belgier vor sich und beendete das Rennen auf Rang vier. An der Spitze hatte es Goossens einfach, den Sieg einzufahren. Er überquerte die Ziellinie vor Frederic Gabillon und Anthony Kumpen.

„Es ist für das gesamte Team von Braxx Racing ein unfassbares Gefühl“, so Goossens. „In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich Braxx Racing sehr entwickelt. Nun sind wir ein Siegerteam. Ich hoffe, wir können darauf aufbauen. Diese Serie bietet eine tolle Show und lockt viele Zuschauer an die Strecke. Ich danke auch allen Offiziellen des Circuit Zolder, die dieses tolle Wochenende möglich gemacht haben.“

„Einen großen Dank an all die belgischen Fans, die an die Strecke gekommen sind. Ich hoffe, die Startnummer 90 bald wieder aufs Podium fahren zu können. Jetzt brauche aber erst mal etwas Ruhe. Ich habe in den letzten Wochen sehr viel arbeiten müssen. In der vergangenen Woche habe ich das IMSA-Rennen in Laguna Seca gewonnen und jetzt bin ich ein NASCAR-Sieger. Ich hätte mir kein besseres Saisonende erträumen können. Danke an Braxx Racing und besonders an Jerry de Weerdt. Ich liebe diese Serie und hoffe, nächstes Jahr wieder zu kommen und eine tolle Show zu bieten.“

Nach dem Rennen legte Day einige Donuts hin, um seinen Titelsieg zu feiern. In der Boxengasse bewies Kumpen Fairness, indem er einer der ersten war, um Day zu seinem Meisterschaftssieg zu beglückwünschen. In der Victory Lane wurde Day von seinem Team, das schon nach der ersten Runde begonnen hatte, zu feiern, euphorisch begrüßt.

„Es ist ein unglaubliches Gefühl“, sagt der überglückliche Day. „Wir haben in den letzten drei Jahren alles versucht, um diesen Titel zu gewinnen. Wir haben viele Rennen gewonnen, aber niemals den Titel. So die Saison zu beenden, ist natürlich das Beste was geschehen konnte. Ich freue mich riesig für CAAL Racing. Das Team hat über die ganze Saison einen unglaublichen Job gemacht. Wir haben es endlich geschafft. Ich bin sprachlos.“

Die Meisterschaft in der Challenger Trophy sicherte sich Macroni Abreau, der das Rennen aufgrund einiger Probleme nur auf Platz 23 beendete. Die Plätze zwei und drei gingen an Dario Caso und Jerry de Weerdt. Die Junior Trophy wurde an den Belgier Longin von PK Carsport überreicht. Die Top 3 komplettierten Salvador Tineo Arroyo und Gianmarco Ercoli.