Nach seinen beiden Siegen im Halbfinale der NASCAR-Euroserie in Franciacorta gewann Alon Day auch das erste Rennen der ELITE 1 auf der Rennstrecke von Zolder. Der CAAL-Racing-Pilot steht damit vor seinem ersten Titelgewinn in der NASCAR-Euroserie.

Nach einem engen Duell mit Marc Goossens setzte sich Day schließlich mit einem Vorsprung von 0,576 Sekunden durch und holte seinen vierten Saisonsieg. Day verbesserte somit seine Chancen auf den Titel enorm. „Ich bin wirklich glücklich, dass ich das erste Finale hier in Zolder gewonnen habe“, so der Israeli. „Ich wusste schon seit dem Training, dass Marc Goossens schnell ist, daher war es nicht einfach. Ich habe erwartet, ihn das ganze Rennen an meiner Stoßstange hängen zu haben. Er hat mich wirklich ans Limit gebracht. Ich freue mich sehr für mein Team. Sollte ich morgen die Meisterschaft gewinnen, wäre es nicht nur mein erster Titel, sondern auch der erste Meisterschaftssieg in der Geschichte von CAAL Racing. Es ist ein unglaubliches Gefühl, ich möchte morgen die Meisterschaft gewinnen. Ich werde mein Bestes geben, um auch das zweite Finale zu gewinnen.“

Day, der alle 16 Runden in Zolder anführte, hielt dem konstanten Druck des Braxx-Racing-Piloten stand. Der Belgier kam zu keinem Zeitpunkt nah genug an den gelben Chevrolet mit der Startnummer 54 heran, um ihm den Sieg ernsthaft streitig zu machen.

„Ich wollte zu Beginn des Rennens nicht der böse Typ sein und war etwas vorsichtig“, sagt der Belgier, der in Zolder schon viele Rennen in seiner Karriere gewonnen hat. „Ich war ich nicht schnell genug, um Alon herauszufordern.  Er war in den Halbfinale und im ersten Finale heute sehr gut und das hat den Unterschied gemacht. Ich habe großen Respekt vor ihm. Er fährt wie ein Champion, feiert wie ein Champion und ist voraussichtlich auch der neue NASCAR-Euro-Champion. Ich war zu keinem Zeitpunkt nah genug an ihm dran, um ihn unter Druck zu setzten. Morgen ist ein neuer Tag, weshalb es für mich etwas einfacher sein wird.“

Das Podium vervollständigte der Lokalmatador Anthony Kumpen, der vom schwachen Abschneiden des Spaniers Borja Garcia profitierte und in der Gesamtwertung auf Platz zwei aufrückt. Die Top 5 in der Gesamtwertung komplettierte Stienes Longin, der damit im Samstagsrennen außerdem den Sieg in der Junior Trophy holte. Das Podium in der Junior Trophy erreichten zudem der Franzose Thomas Ferrando und der bis dato Führende dieser Wertung Salavadore Tineo Arroyo. Neuer Tabellenführer ist Longin, vor Tineo Arroyo und Ferrando.

Den Sieg in der Challenger Trophy sicherte sich Fabrizio Armetta vor Jerry de Weerdt und Dario Caso. Im Gesamtklassement reichte Caso der dritte Rang, um seine Führung vor de Weerdt zu verteidigen.