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NASCAR-Weekly: “Free-Agents” mischen die Silly-Season auf

Jared C. Tilton/Getty Images

Die Silly-Season rund um die NASCAR-Saison 2021 hat so richtig Fahrt aufgenommen – Zahlreiche Hochkaräter sind aktuell auf dem Markt zu haben 

NASCAR Cup Series (von: André Wiegold)

Die Silly-Season rund um die NASCAR-Saison 2021 scheint von Tag zu Tag verrückter zu werden, denn mittlerweile gibt es eine große Gruppe an Fahrern, die sich um die verbleibenden Cockpits streiten. Aktuell sind Erik Jones, Clint Bowyer, Kyle Larson, Matt DiBenedetto, Bubba Wallace, Daniel Suarez, Ty Dillon und sogar Greg Biffle die Protagonisten, die das Fahrerkarussell mächtig zum Drehen bringen. 

Jones wird nach der Saison von Joe Gibbs Racing vor die Tür gesetzt und sucht deshalb ein neues Top-Cockpit. Bowyer muss um seinen Platz bei Stewart-Haas Racing fürchten, sollte die Teamchefs Tony Stewart und Gene Haas Kyle Larson verpflichten. Larson wird aber auch mit dem freien Cockpit bei Hendrick Motorsport in Verbindung gebracht, sollte da Chevrolet mitmachen. 

DiBenedetto fährt seine erste Saison bei den Wood Brothers, doch ob er bleibt oder weiterzieht, ist noch nicht bekannt. Wallace wird Richard Petty Motorsport hingegen sicher verlassen. Er könnte nach dem Aus von Suarez bei den Gaunt Brothers oder in der Startnummer 42 von Chip Ganassi, die Matt Kenseth wieder frei machen wird, unterkommen. Kenseth deutet derweil seinen endgültigen Rücktritt an.

Dann gibt es noch Biffle, der seinen Hut selbst in den Ring geworfen und von einer Vollzeitrückkehr in die NASCAR Cup Series gesprochen hat. Ty Dillon muss damit rechnen, das Germain Racing verkauft wird. Zum neuen Besitzer gibt es bereits wilde Gerüchte: In diesem Kontext fällt nämlich immer wieder der Name Denny Hamlin (Joe Gibbs Racing), der zu den Mitbietern gehört. 

Natürlich gab es am vergangenen Wochenende auch Racing am Richmond Raceway. Das Rennen gewann Brad Keselowski (Team Penske), der damit sicher in der nächsten Playoff-Runde ist. Er gewann auch die zweite Stage, während das erste Segment an Hamlin ging. 

Das entscheidende Rennen der “Round of 16” findet in der Nacht von Samstag auf Sonntag deutscher Zeit am Bristol Motor Speedway statt, wo wie beim All-Star-Rennen 30.000 Zuschauer auf den Tribünen sitzen werden. Die vier Playoff-Fahrer mit den wenigsten Punkten werden anschließend aus dem Meisterschaftskampf geschmissen. Harvick und Keselowski sind bereits mit ihren Siegen sicher weiter. 

Ryan Blaney (Team Penske) und DiBenedetto sind in einer “Must-win”-Situation, während es Cole Custer (Stewart-Haas Racing – acht Punkte Rückstand auf Platz zwölf) und William Byron (Hendrick Motorsport – drei Punkte Rückstand auf Platz zwölf) noch über die Punkte in die nächste Runde schaffen können. Kyle Busch (Joe Gibbs Racing), Aric Almirola (Stewart-Haas Racing), Kurt Busch (Chip Ganassi Racing) und Clint Bowyer (Stewart-Haas Racing) wackeln ebenfalls, sollten die vier Piloten hinter ihnen gute Ergebnisse einfahren.

NASCAR Xfinity Series (von: André Wiegold)

Credits: Jared C. Tilton/Getty Images

Justin Allgaier (JR Motorsports) hat am vergangenen Wochenende am Richmond Raceway seine Saisonsiege Nummer zwei und drei eingefahren und damit seine Meisterschaftsambitionen untermauert. Ein Rennen gibt es in der regulären Saison noch und bisher gab es in der NASCAR Xfinity Series elf verschiedene Sieger, die sich mit ihren Triumphen die Tickets für die Endrunde bereits gezogen haben. 

In Bristol entscheidet sich, welche zwölf Fahrer in der Saison 2020 um den Xfinity-Titel kämpfen werden. Der erfolgreichste Pilot der regulären Saison wird Austin Cindric (Team Penske) sein. Der Youngster fuhr im Laufe der Saison fünf Rennsiege ein.

Der 17-Jährige Sam Mayer will im NASCAR-Sport so richtig durchstarten. Der Meister der NASCAR K&N Pro Series East 2019 wird im Jahr 2021 als Teilzeitfahrer in der Xfinity Series starten und 2022 als Vollzeitpilot auf Punktejagd gehen. Dieses Programm spult er mit JR Motorsports ab. Das Team hat Mayer bereits mit einem Vertrag ausgestattet.

Der 61-Jährige Mike Wallace wurde von NASCAR wegen unsensiblen Äußerungen suspendiert. Auf den sozialen Medien hat der Fahrer mit mehr als 800 NASCAR-Rennen auf dem Konto sich unangebracht geäußert, weshalb NASCAR eingreifen musste. 

NASCAR Gander RV & Outdoors Truck Series (von Simon Mones)


Credits: Jared C. Tilton/Getty Images

Für die Piloten der NASCAR Gander RV & Outdoors Truck Series stand am Wochenende in Richmond das Finale der reguläre Saison an. Zum dritten Mal in diesem Jahr sicherte sich Grant Enfinger (ThorSport Racing) den Sieg.

Für den 35-Jährigen war es jedoch kein einfacher Sieg, denn in der Anfangsphase des Rennens kam es zu einem Kontakt mit seinem Teamkollegen Ben Rhodes. Enfinger musste an die Box und fiel zunächst aus der Führungsrunde. Doch der ThorSport-Pilot kämpfte sich an die Spitze zurück und übernahm sieben Runden vor Schluss die Führung von Matt Crafton und gab diese nicht mehr her.

“Es waren ein paar harte Monate, auch wenn wir das Jahr ziemlich gut begonnen haben”, erklärt Enfinger nach dem Rennen. “Wir haben ab und zu ein paar Probleme, aber wir hatten drei F-150 bei ThorSport Racing, die das Rennen heute Abend hätten gewinnen können, und darauf bin ich stolz.”

Damit steht auch das Teilnehmerfeld für die Playoffs in der Truck Series fest:

RangFahrer TeamPunkte
1Sheldon CreedGMS Racing2026
2Zane SmithGMS Racing2022
3Austin HillHattori Racing Enterprises2022
4Grant EnfingerThorSport Racing2019
5Brett MoffittGMS Racing2015
6Ben RhodesThorSport Racing2014
7Matt CraftonThorSport Racing2009
8Christian EckesKyle Busch Motorsports2005
9Todd GillilandFront Row Motorsports2003
10Tyler AnkrumGMS Racing2002

Nach nur einem Jahr bekommt die Truck Series in der kommenden wieder einen neuen Namen. Auch wenn es sich dabei eigentlich um einen alten handelt, denn die Serie wird ab 2021 wieder NASCAR Camping World Truck Series heißen.

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