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NASCAR-Weekly: Hailie Deegan steigt 2021 in die NASCAR Truck Series auf

Chris Graythen/Getty Images

Hailie Deegan wird in der Saison 2021 als Vollzeit-Pilotin in der NASCAR Truck Series starten – Auch in der NASCAR Cup Series dreht sich das Fahrerkarussell weiter 

NASCAR Gander RV & Outdoors Truck Series (von: Simon Mones)

Das “Championchip 4” in Phoenix rückt immer näher. Daher wurde in der NASCAR Gander RV & Outdoors Truck Series am vergangenen Wochenende am Kansas Speedway der erste Finalteilnehmer gesucht und gefunden.

Credits: Jamie Squire/Getty Images

Sein Name ist Brett Moffitt, doch der GMS-Pilot setzte sich erst in der Overtime gegen seinen Teamkollegen Sheldon Creed durch. Dabei war es ausgerechnet Moffitt selbst, der drei Runden vor Schluss die entscheidende Caution auslöste.

„Ich muss mich bei der 21 (Zane Smith Anm. d. Red.) dafür entschuldigen, dass ich versucht habe, ihn zu blocken. Wir haben hart um einen Platz im Finale gekämpft und das ist es, was man dafür tun muss. Es war ein schlechter Block von mir. Es ist meine Schuld“, sagt Moffitt nach dem Rennen. Mit dem Sieg in Kansas löste der GMS-Pilot nicht nur das Final-Ticket, sondern schaffte es zum ersten Mal in diesem Jahr in die Victory Lane.

Neben dem Rennsieger stand eine weitere Pilotin am Wochenende im Fokus: Hailie Deegan. Die 19-Jährige feierte in Kansas ihr Debüt in der Truck Series und verpasste mit Rang 16 nur knapp die Top 15. 

Dabei gab es jedoch ein kleines Problem wie Deegan gegenüber ‘NASCAR.com’ erklärt: „Ich bin den Truck zum ersten Mal gefahren, als ich aus der Boxengasse kam und die grüne Flagge sah. Es war definitiv schwierig. Meine Erwartungen an das Fahrverhalten des Trucks auf der Grundlage dessen, was mir meine Crew sagte, waren nicht so, wie er sich in der ersten Phase verhalten hatte. Wir konnten ihn so abstimmen, bis er mir gefiel, und jedes Mal, wenn wir an die Box kamen, wurde er noch besser.“

Credits: Chris Graythen/Getty Images

Die 19-Jährige wird in der kommenden Saison dauerhaft im Truck von DGR-Crosley Platz nehmen. „Ich freue mich auf diesen nächsten Schritt in meiner Karriere bei Ford Performance“, sagt Deegan. „Ich bin in der Offroad-Welt schon Trucks gefahren, aber jetzt die Möglichkeit zu haben, in der nächsten Saison in der NASCAR Camping World Truck Series Trucks (der neue, alte Name der Serie, Anm. d. Red) zu fahren, ist ein Traum, der wahr wird”, erklärt Deegan. 

Auch Ford zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung der jungen Pilotin. „Mit der Konstanz von DGR-Crosley ist Hailie bereit, den Schritt in die NASCAR Truck Series zu machen, die einen intensiven Wettbewerb und großartige Rennen bietet”, sagt Mark Rushbrook, Global-Director bei Ford Performance Motorsport.

NASCAR Cup Series (von: André Wiegold) 

Bei Stewart-Haas Racing sind die Würfel gefallen: Chase Briscoe wird in der Saison 2021 Clint Bowyer in der Startnummer 14 beerben und damit ins NASCAR-Oberhaus aufsteigen. Aktuell startet der 25-Jährige aus Mitchell in Indiana für das Team von Tony Stewart und Gene Haas in der NASCAR Xfinity Series. Mit neun Siegen auf dem Konto hat Briscoe große Chancen, vor seiner Beförderung den Titel in der zweiten Liga zu gewinnen. 

Credits: Chris Graythen/Getty Images

Damit ist eine Verpflichtung von Kyle Larson seitens Stewart-Haas Racing endgültig vom Tisch. Der 28-Jährige wurde früher im Jahr nach einer rassistischen Aussage bei einem Sim-Racing-Event von Chip Ganassi Racing vor die Tür gesetzt. Hendrick Motorsports könnte die Finger nach Larson ausstrecken, wenn Chevrolet einer Verpflichtung zustimmt. 

Die Marke hatte nach dem Vorfall schnell die Verbindung zum Rennfahrer aus Elk Grove in Kalifornien gekappt. Jedoch hat Larson seitdem alle nötigen Seminare besucht, um die Suspendierung seitens NASCAR rückgängig zu machen. Die Serie hat dem Antrag des 28-Jährigen bereits zugestimmt, die Sperre aufzuheben. Ab dem 1. Januar 2021 darf Larson offiziell wieder Rennen fahren. Nachdem Alex Bowman von der Startnummer 88 in die 48 gesetzt wurde, gilt das Chevrolet-Team als Favorit im Poker um Larson. 

Richard Petty Motorsports hat sich derweil einen Cup-Rennsieger für die Saison 2021 gesichert. Nachdem Bubba Wallace seinen Abgang bekanntgegeben hatte, um beim neuen Team von Denny Hamlin und NBA-Legende Michael Jordan anzuheuern, war Petty auf Fahrersucher. Erik Jones, der bei Joe Gibbs Racing von Christopher Bell ersetzt werden wird, hat jetzt einen Vertrag bei Richard “The King” Petty unterschrieben. 

Hamlin und Jordan haben derweil den Namen ihres neuen Teams verkündet: 23XI Racing. Der Name ist eine Anspielung auf die Trikotnummer 23 von Jordan, mit der er in der NBA zur Basketball-Legende wurde, und die Startnummer 11 von Hamlin bei Joe Gibbs Racing (XI ist römisch für die Elf). Die Startnummer des Autos – die Marke wird bald bekanntgegeben – ist die 23. 

Medienberichten zufolge soll GoFas Racing seinen Charter-Vertrag an B.J. McLeod und Matt Tift verkauft haben. Das Team, das die Startnummer 32 einsetzt, soll demnach nur noch als Teilzeit-Team in der NASCAR Cup Series an den Start gehen. Offiziell bestätigt sind diese Gerüchte aber noch nicht.

Credits: Jamie Squire/Getty Images

Natürlich gab es in der NASCAR Cup Series auch noch ein Rennen: Joey Logano (Team Penske) sicherte sich den Sieg auf dem Kansas Speedway und zog damit sein Ticket für das Finale in Phoenix am 14. November. In der “Round of 8” stehen noch zwei Rennen auf dem Programm: Texas und Martinsville. Das Finale findet erstmals am Phoenix Raceway in Arizona statt.

NASCAR Xfinity Series (von: André Wiegold)

Credits: Chris Graythen/Getty Images

Mit seinem neunten Saisonsieg und 159 Führungsrunden im 200 Runden langen Rennen am Kansas Speedway hat sich Briscoe einen Platz im Xfinity-Finale 2020 gesichert. Der Stewart-Haas-Fahrer ließ Daniel Hemric (JR Motorsports) hinter sich und feierte nach einem packenden Lauf den Sieg. 

Derweil hat sich Justin Haley für einen Verbleib in der NASCAR Xfinity Series entschieden. Der Überraschungssieger des Daytona-Sommerrennens im Jahr 2019 bleibt bei Kaulig Racing, um im Jahr 2021 zum dritten Mal in Folge in der zweiten NASCAR-Liga auf die Jagd nach dem Titel zu gehen.

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