International

NASCAR-Weekly: Kein Training und Qualifying im Jahr 2020, Dillon siegt

Credits: Chris Graythen/Getty Images

NASCAR hat bekannt gegeben, in der Saison 2020 kein Qualifying und Training mehr zuzulassen – Austin Dillon gewinnt das Rennen am Texas Motor Speedway

NASCAR Cup Series (von: André Wiegold)

Aufgrund des strikten COVID-19-Protokolls wird es in der NASCAR Cup Series 2020 kein Qualifying und kein Training mehr geben, wie NASCAR bekannt gegeben hat. Aktuell wird die Startaufstellung per Los festgelegt. Für die Playoffs soll es Anpassungen geben, in dem die Playoff-Teilnehmer in denselben Lostopf gepackt werden. 

Diese Restriktion bedeutet auch, dass es beim NASCAR-Debüt am Rundkurs von Daytona keine Trainingsmöglichkeiten geben wird. Das kritisierten bereits einige Fahrer wie Denny Hamlin (Joe Gibbs Racing) und Clint Bowyer (Stewart-Haas Racing), da die Piloten noch nie einen NASCAR-Boliden auf dem Kurs der 24h von Daytona der IMSA-Serie gefahren haben. 

Keselowski fordert strengere Regeln für junge Fahrer

Brad Keselowski hat nach dem Texas-Rennen eine Debatte über junge, unerfahrene Fahrer in der NASCAR Cup Series losgetreten. Der Penske-Fahrer wünscht sich im NASCAR-Sport ein Auf- und Abstiegssystem, damit auch nur Fahrer im NASCAR-Oberhaus starten, die die nötigen Fähigkeiten mitbringen. 

Grund für diese Diskussion ist ein Unfall am Texas Motor Speedway: Rookie Quin Houff (StarCom Racing) hatte beim Abbiegen in die Boxengasse zwei Fahrerkollegen übersehen und so einen Unfall ausgelöst. Verwickelt wurden auch Matt DiBenedetto (Wood Brothers) und Christopher Bell (Leavine Family), die in aussichtsreicher Position lagen. 

Das Rennen gewann Austin Dillon (Richard Childress Racing) vor seinem Teamkollegen Tyler Reddick. Es war der erste Doppelsieg für Richard Childress seit neun Jahren – 2011 gewann Clint Bowyer vor Jeff Burton. Die Stage-Siege gingen jeweils an Ryan Blaney (Penske). Das nächste Rennen findet in der Nacht von Donnerstag auf Freitag am Kansas Speedway statt.

Credits: Brian Lawdermilk/Getty Images

Chad Knaus verpasst das Kansas-Rennen

William Byron (Hendrick) wird in Kansas City auf seinen erfahrenen Crew-Chief Chad Knaus verzichten müssen. Der Hendrick-Strippenzieher erwartet Nachwuchs und wird deshalb bei seiner Frau bleiben. Die Familie Knaus darf sich bereits auf ihr zweites Kind freuen. 

Ersatz wurde bereits gefunden: Keith Rodden wird das Team des Hendrick-Youngsters am Kansas Speedway führen. Rodden war in Vergangenheit für Kasey Kahne tätig und kennt den Job des Crew-Chiefs wie seine Westentasche. 

NASCAR Xfinity Series (von: Alessandro Righi)

Credits: Tom Pennington/Getty Images

Aus zwei mach drei: Austin Cindric (Penske) gewinnt das Xfinity-Rennen am Texas Motor Speedway nach der Disqualifikation von Kyle Busch. Der zweifache NASCAR-Cup-Champion war zunächst der Sieger auf der Strecke, wurde aber nach dem Rennen aufgrund der Missachtung der Fahrzeughöhen-Regulierung aus der Wertung genommen. Nicht nur ist es für den Penske-Youngster Cindric der dritte Sieg in Folge, er egalisierte gleichzeitig Christopher Bells (damals Gibbs-Toyota) Kunststück aus dem Jahr 2018.

Die Pole-Position hatte zunächst Michael Annett (JR Motorsports) inne, doch die Stages eins und zwei gewann Teamkollege Justin Allgaier nach dominanter Vorstellung. Gaststarter Kyle Busch fuhr von Startplatz 28 im ersten Segment auf die vierte Position vor und entschied die Overtime anhänglich der 200 Runden zu Gunsten seiner. Doch der Gibbs-Pilot fiel durch die technische Abnahme, sodass sein 98. Xfinity-Sieg für ungültig erklärt wurde.

Zum Profiteur avancierte demnach Austin Cindric. Als Zweiter über den Zielstrich gefahren, gilt er nach Reglement als offizieller Sieger. Die Top 5 komplettierten auf dem Texas Motor Speedway Chase Briscoe (Stewart-Haas Racing), Justin Allgaier (JR Motorsports), Harrison Burton (Joe Gibbs Racing) und Michael Annett (JR Motorsports).

NASCAR Gander RV & Outdoors Truck Series (von: Simon Mones)

Credits: Chris Graythen/Getty Images

Er hat es wieder getan! In seinem fünften Start in der NASCAR Gander RV & Outdoors Truck Series hat Kyle Busch am Samstag seinen dritten Sieg eingefahren. Der zweifache Cup-Meister musste sich dabei auf den letzten Metern gegen seinen Teamkollegen Christian Eckes verteidigen. „Er hat uns am Ende wirklich gefordert, aber ich wollte sichergehen, dass wir einen Sieg holen. Wir werden sehen, ob wir morgen nicht noch einmal gewinnen können“, sagt Busch nach dem Rennen.

Anders als der Sieg in der Xfinity-Series, wurde Busch in der untersten nationalen NASCAR-Liga der Erfolg nicht aberkannt. Zudem sicherte sich der 35-Jährige den ersten Stage-Sieg des Tages. Im zweiten Rennsegment war es Brett Moffitt, der zuerst über die Linie fuhr.

Neuauflage der Triple Truck Challenge

Seit 2009 kämpfen die Piloten der Xfinity Series im “Dash 4 Cash” jedes Jahr um Bonuspreisgelder. In der vergangenen Saison führte NASCAR mit der “Triple Truck Challenge” eine solche Möglichkeit auch in der dritten Liga ein.

Bei der ersten Austragung wurde in Texas, Iowa und auf dem World Wide Water Technology Raceway in Gateway gefahren. In diesem Jahr sind Daytona, Dover und Gateway die Austragungsorte. Das Preisgeld unterscheidet sich bei der “Triple Truck Challenge” allerdings vom “Dash 4 Cash”, denn es ist an die Anzahl der Siege gekoppelt.

Gewinnt ein Pilot ein Rennen, gibt es 50.000 Dollar extra. Bei zwei Siegen verdreifacht sich das Preisgeld auf 150.000 Dollar. Gehen alle drei Rennen an denselben Fahrer, gibt es weitere 300.000 Dollar. Insgesamt geht es somit um 500.000 Dollar an Preisgeldern.

Der Autor / Die Autoren

Chefredakteur | Zur Webseite | + posts
Alessandro Righi
Redakteur | + posts
Redakteur | + posts