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NASCAR-Weekly: Richard Petty trauert um jüngeren Bruder

ISC Archives/CQ-Roll Call Group via Getty Images

Denny Hamlin hat in Kansas seinen fünften Saisonsieg eingefahren – Richard Petty trauert um seinen jüngeren Bruder Maurice – In den zwei unteren nationalen NASCAR-Ligen geht es heiß her

NASCAR Cup Series (von: André Wiegold)

Denny Hamlin (Joe Gibbs Racing) hat vergangene Woche am Kansas Speedway seinen fünften Saisonsieg eingefahren. Der 39-Jährige verteidigte erfolgreich die Attacken von Brad Keselowski (Team Penske) und fuhr auf Platz eins über die Ziellinie. Martin Truex Jr. (Joe Gibbs Racing) wurde vor Kevin Harvick (Stewart-Haas Racing) und Erik Jones (Joe Gibbs Racing) Dritter. 

Credits: Jamie Squire/Getty Images

Kyle Busch (Joe Gibbs Racing) gewann die erste Stage vor Hamlin und sicherte sich damit erstmals in der Saison 2020 wichtige Bonuspunkte. Auf einen Sieg muss der aktuelle Champion weiterhin warten. Die zweite Stage ging hingegen an Keselowski, der vor seinem Penske-Teamkollegen Ryan Blaney ins Ziel kam. 

Richard “The King” Petty trauert um seinen jüngeren Bruder Maurice Petty, der im Alter von 81 Jahren verstorben ist. Als Motorenbauer spielte er bei Petty Enterprises eine wichtige Rolle und war auch maßgeblich am Erfolg seines älteren Bruders beteiligt. Von 1960 bis 1964 bestritt Maurice Petty sogar selbst 26 NASCAR-Rennen, wovon er 16 in den Top 10 beendete. 

Aufgrund der anhaltenden COVID-19-Pandemie werden beim Double-Header am Dover International Speedway (22. und 23. August) keine Zuschauer zugelassen. Diese Maßnahme soll Helfen, die Ausbreitung des Virus im Bundesstaat Delaware zu verhindern.

Der Mitbesitzer von JTG Daugherty Racing, Brad Daugherty, wird bei NBC Sports ab sofort zum Broadcasting-Team gehören und Teil der NASCAR-Übertragungen werden. Der ehemalige Basketballspieler und ESPN-Analyst betreibt das NASCAR-Team zusammen mit Tad und Jodi Geschickter.

NASCAR Xfinity Series (von: Alessandro Righi)

Credits: Jamie Squire/Getty Images

Joe-Gibbs-Nachwuchspilot Brandon Jones bezwang in der Overtime Stage-Sieger Austin Cindric (Team Penske) und besuchte nach Phoenix zum zweiten Mal die Victory Lane. Ryan Sieg (RSS Racing) war als Überrundeter bei den Overtime-Boxenstopps nicht zum Service abgebogen und verpasste knapp die Sensation, da er auf alten Reifen einen klaren Nachteil hatte. Gleichzeitig kehrte Kaz Grala (Richard Childress Racing) nach einjähriger Pause zurück und beendete das Rennen auf dem 13. Platz.

Das Kansas Lottery 250 sah niemand geringen als den Dominator der letzten Wochen in der Spitzenposition. Von Platz 4 gestartet, entschied Cindric beide Stages in beeindruckender Weise für sich und wurde erst im zweiten Overtime-Anlauf besiegt. Der Penske-Pilot sammelte 132 Führungsrunden, fiel aber in der Verlängerung Brandon Jones zum Opfer. Dennoch zeigte sich der 21-jährige sportlich und gratulierte dem Kontrahenten von Joe Gibbs Racing.

Ärgern wird sich Cindric um den verpassten Rekord aus dem Jahr 1983. Damals fuhr ein gewisser Sam Ard in seiner zweiten Saison in vier Rennen in Folge als Erster ins Ziel. Der Mann aus Ohio hätte mit dem Sieg in Kansas diesen Rekord einstellen können. Trösten darf er sich dennoch mit dem Gewissen, dass er mit einem Vorsprung von vier Punkten die Tabellenführung vor Chase Briscoe (Stewart-Haas Racing) hält, welcher in der Schlussrunde aufgrund eines Mauerkontakts einen Reifenschaden erlitt.

NASCAR Gander RV & Outdoors Series (von: Simon Mones)

Credits: Kyle Rivas/Getty Images

Welche Gemeinsamkeit haben die NASCAR Cup Series und die Gander RV & Outdoors Series? Richtig, in beiden Serien hatten die beiden aktuellen Champions vor diesem Rennen bisher keinen einzigen Sieg im Jahr 2020 eingefahren. 

In der dritten nationalen NASCAR-Liga hat sich das am Wochenende jetzt geändert, denn Matt Crafton (ThorSport Racing) gelang es, seine Serie ohne Rennsieg im zweiten Rennen am Kansas Speedway zu beenden. Kyle Busch muss hingegen weiterhin auf seinen ersten Cup-Sieg warten.

Allerdings musste sich der dreifache Truck-Meister gegen Christian Eckes (Kyle Busch Motorsports) verteidigen, der nunmehr seit drei Jahren auf einen Sieg in der untersten nationalen NASCAR-Liga wartet. “Er hat mich ganz schön nervös gemacht”, sagt Crafton nach dem Rennen. Die Stage-Siege sicherte sich Zane Smith (GMS Racing).

Im ersten Rennen sicherte sich Crafton bereits den vierten Rang, an der Spitze enteilte allerdings Austin Hill (Hattori Enterprises Racing), der sich ebenfalls seinen ersten Saisonsieg sicherte. Sein Vorsprung auf den Zweiten Brett Moffitt (GMS Racing) betrug fast drei Sekunden.

Pastrana zurück im NASCAR-Zirkus

Doch das Rennen in Kentucky wartete noch mit einer weiteren Überraschung auf: dem Comeback von Travis Pastrana (Niece Motorsports). Der 37-jährige Stunt-Fahrer trat zum insgesamt vierten Mal in der Truck-Series an und belegte letztlich Rang 22. 

Für Pastrana war es der erste Start in der untersten nationalen NASCAR-Liga seit 2017. Der 37-Jährige schnupperte vor allem in den Jahren 2011 und 2012 in der Xfintiy Series einiges an NASCAR-Luft. Dort ging Pastrana in 42 Rennen an den Start. Neben vier Top-10-Ergebnissen holte der Amerikaner auch eine Pole-Position.

Wie die meisten Rennen in diesem Jahr ging aber auch das Comeback von Pastrana ohne Fans über die Bühne. Beim Rennen am World Wide Technology Raceway at Gateway am 30. August wird sich das aber wieder ändern. 

Beim Double-Header-Event mit der IndyCar Series werden einige Fans zugelassenen. Die Rennstrecke hat die Fans daher bereits dazu aufgerufen, einen Blick auf den neuen Sitzplan für das Rennwochenende zu werfen. Dort finden sich auch weitere Informationen zu den Beschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie.

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Alessandro Righi
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