Am Sonntag, den 26.10.2014, war es soweit: Der Raceway Venray lud zum letzten Renntag des Jahres 2014. An diesem Renntag sollten besondere Leckerbissen auf die Zuschauer warten. Die Hotrods trugen den Supercup 2014 aus: Ein Rennen, dass jeder Fahrer dieser Klasse einmal gewinnen will. Die Stockcar F1 gedachten mit der Piet Keijzer Memorial Trophy den 2005 tödlich verunglückten Piet Keijzer (ehemals #10 Stockcar F1). Im Late Model V8 Supercup stritten sich noch drei Fahrer um die Meisterschaft. Patrick den Biggelaar (#5), Frank Wouters (#6) und Barry Maessen (#14) konnten sich noch Hoffnungen auf den Titel machen. In der Stockcar F2 Klasse ging es vor allem darum, sein Grading für die nächste Saison zu verbessern, da Wim Peeters (#124) bereits am letzten Renntag als Meister feststand!

Der Late Model V8 Supercup war am letzten Renntag noch nicht entschieden. Der Führende in der Meisterschaft war Patrick den Biggelaar. Doch an diesem Renntag stahl Jos Kuypers (#3) seinen Konkurrenten die Show. Kuypers konnte sich mit einem Rennsieg und weiteren guten Platzierungen den Tagessieg sichern. Einige Rookies gaben ebenfalls ihr Debut. Unter anderem ging Patrick Heckhausen (#88) an den Start. Der junge deutsche Fahrer wurde von einem Kamera-Team des WDRs begleitet. Am 08.11.2014 strahlt der Sender um 16:50 im „Sport im Westen“ einen Bericht über Heckhausen und die Rennen in Venray aus. Für mich war es an diesem Tag möglich mit dem „Raceiver“ dem Funk zwischen Rennleitung und Fahrern zu lauschen. Neben Instruktionen der Rennleitung an die Fahrer, begeisterte mich immer wieder aufs Neue, wenn die Rennleitung den Start (oder einen Restart) freigab. Ein „Green, green, green, green“, dass unter die Haut ging, donnerte durch den Funk. Danke Stan Libuda für diese tolle Erfahrung! Am Ende des Tages stand der Champion nach harten Rennen fest: Patrick den Biggelaar konnte sich mit einer unauffälligen Leistung an diesem Renntag die Meisterschaft sichern! Herzlichen Glückwunsch!

Als Hauptevent der Hotrods stand der Supercup 2014 an. Vorher mussten jedoch zwei Qualifikationsrennen bestritten werden. In diesen Rennen erwischte es das Heck von Dieter Bader (#44) aus Deutschland sehr schwer, sodass eine Teilnahme am Supercup nicht möglich war. Aus deutscher Sicht gingen zusätzlich Klaus Buschler (#31), Uwe Mündelein (#48), Thorsten Arens (#77), Lars Dreschel (#94) und Frank Nöhring (#116) an den Start. Im Supercup lieferten sich Ralph Verberkt (#4) und Lars Dreschel (#94) einen harten Kampf. Oft ging es „side-by-side“ in die Kurven des 1/4-Meilen Ovals. Dreschel musste sich jedoch gegen Halbzeit des Rennens geschlagen geben und Verberkt konnte seine Führung ausbauen. Doch Verberkt sollte an diesem Tag vom Pech verfolgt sein. Neben einem Mauerkontakt im Late Model V8 Supercup, kam es im Supercup der Hotrods zu einer extrem unglücklichen Situation. Zwei Runden vor der Zielflagge musste Verberkt seinen Wagen aufgrund eines technischen Defekts an der Innenbande parken. Somit konnte Lars Dreschel den Supercup 2014 nach Deutschland holen. Seine kämpferische Leistung wurde mit etwas Glück belohnt. Herzlichen Glückwunsch!

In den Stockcar F1 ging es sehr emotional zu. Mit der Piet Keijzer Memorial Tophy wurde dem tödlich verunglückten Piet Keijzer gedacht. Sehr motiviert ging daher Geert-Jan Keijzer (#6), der Sohn von Piet Keijzer in die Rennen. Schnell wurde den Zuschauern klar: Geert-Jan Keijzer war an diesem Tag „the man to beat“. Mit einer sehr starken Leistung konnte Geert-Jan die Piet Keijzer Memorial Trophy gewinnen. Sehr emotional war danach auch die Siegerehrung. G. Keijzer hat sich diesen Titel in dieser Saison mit seiner starken Leistung verdient. Ebenfalls hieß es an diesem Tag gleich zweimal Abschied nehmen: Ron Kroonder (#217) und Ronald van den Hadelkamp (#13) verabschiedeten sich von ihrer aktiven Zeit als Rennfahrer. Vor allem Kroonder war es, der die Stockcar F1 Szene auf dem Kontinent jahrelang dominiert hat. Beiden Fahrern wünsche ich für die Zukunft alles Gute!

In der Rennklasse der Stockcar F2 stand der deutsche Fahrer Peter Baer (#92) im Fokus des WDR-Kamerateams. Ebenfalls wird es in diesem Bericht um Peter Baer und seine Karriere in den Stockcar F2 gehen. In dieser Rennklasse gingen wieder eine große Anzahl von Fahrern an den Start. In engen und spannenden Rennen ging es für die Fahrer jedoch nur noch um Punkte in der Meisterschaft, um das Grading für das nächste Jahr zu verbessern. Wim Peeters (#124) stand bereits am letzten Renntag als Bahnmeister fest.

Burnout auf dem Raceway Venray? Natürlich! © André Wiegold

Burnout auf dem Raceway Venray? Natürlich! © André Wiegold

Im Ganzen war es wieder ein gelungener Renntag. Die Zuschauer kamen bei den vielen Rennen auf ihre Kosten. Ebenfalls ist der Fortschritt auf dem Raceway Venray weiter zu beobachten. Die Einfahrt zur Strecke wurde im Handumdrehen asphaltiert. Somit ist die An- und Abreise nun noch komfortabler. Ich freue mich schon sehr auf die Saison 2015, denn dann heißt es wieder „Green flag, we are racing!“. Neben den regulären Renntagen steht für 2015 bereits ein Highlight fest: Die NASCAR Whelen Euro Serie wird im Mai auf dem Oval in den Niederlanden gastieren. Jedoch lohnt sich auch jeder reguläre Renntag für Freunde des Ovalrennsports!

Hier gibt es noch einige Augenblicke vom Renntag zu sehen und hier geht es zur Bildergalerie!

leadlap.de-Sticker Late Model

leadlap.de-Sticker Late Model © André Wiegold

Barry Maessen Camaro © André Wiegold

Barry Maessen Camaro © André Wiegold

Jos Kuypers in der legendären "3" © André Wiegold

Jos Kuypers in der legendären „3“ © André Wiegold