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Über 335 km/h: Gil Linster schafft es in den Arkansas-Mile-Club

Linster

Mit einem echten NASCAR-Cup-Auto über 200 Meilen pro Stunde fahren: Das hat Gil Linster in Arkansas geschafft, um in den Klub der schnellsten Fahrer zu gelangen

Eine Meile musste Gil Linster in einem Ford Fusion aus der Monster Energy NASCAR Cup Series mit über 322 Kilometern pro Stunde hinter sich bringen, um in den Arkansas-Mile-Club aufgenommen zu werden. Der Luxemburger schaffte das Kunststück und ist jetzt Mitglied einer kleinen Gruppe von Rennfahrern.

“Ich war in den USA, um einen neuen Rekord aufzustellen”, erklärt Linster gegenüber ‘Leadlap.de’. “Ich bin ein NASCAR-Cup-Auto aus dem Jahr 2018 gefahren. Der Rekord ist uns sehr schnell gelungen, obwohl wir etwas auf die besten Wetter- und Luftbedingungen warten mussten.”

In seiner ersten Trainingsfahrt hat Linster bereits die Höchstgeschwindigkeit in den Asphalt gebrannt. In dem Ford ist er mit rund 338 Kilometern pro Stunde über die Arkansas-Mile gebrettert. Das war aber nur die Vorbereitung auf die offizielle Geschwindigkeitsmessung am Freitag.

Zur Erklärung: Ein Fahrer muss stehend starten und hat dann genau eine Meile vor sich, um die Höchstgeschwindigkeit zu erzielen. Insgesamt hat jeder Fahrer zwei Versuche, um seine Bestmarke für den Rekordversuch zu setzen. In dem Club kommt jeder Fahrer, der auf einem motorisierten Gefährt über 200 Meilen pro Stunde (rund 322 km/h) gefahren ist.

“Es gibt erst rund 100 Menschen, die das geschafft haben”, so Linster weiter. “Die erste Fahrt am Freitag reichte für 204 Meilen pro Stunde (rund 328 km/h) und die zweite Fahrt für 209,43 Meilen pro Stunde (rund 337 km/h). Damit bin ich in den Club gekommen und habe den Rekord als schnellster Luxemburger aufgestellt.”

Doch das ist nicht alles: “Ich bin jetzt auch der erste Europäer, der einen Rekord in einem NASCAR-Cup-Fahrzeug inne hat”, erklärt der Luxemburger. “Auf der einen Meile war bisher auch kein anderes Cup-Fahrzeug schneller als meins. Das Auto wurde so optimiert, dass ich 963 Pferdestärken Leistung hatte. Sonst wurde nichts verändert, außer das es Fallschirme zum Bremsen gab, die ich aber nicht genutzt habe.”

Das USA-Abenteuer für Linster ist noch nicht beendet: “Nächstes Jahr planen wir, mehr Rennen zu fahren, weil wir dieses Jahr oft Pech mit dem Wetter hatten. Manchmal klappte auch die Reise einfach nicht. Außerdem gab es Rennen, wo zu viele Autos mit deutlich mehr Leistung am Start waren. Wir wollten nicht die Einzigen mit rund 450 Pferdestärken sein, die gegen Autos mit 650 Pferdestärken antreten.”

Eine weitere Hürde: Jede Division der NASCAR Whelen All American Series hat ein anderes Reglement, weshalb das Team häufig das Auto hätte umbauen müssen, um an den Rennen teilnehmen zu dürfen. Jedoch scheint Linster noch an einer Überraschung zu arbeiten, zu der er aber noch keine Details verraten wollte.

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