Uwe Bachor, Teamchef des Formel-Toyota-Teams der Startnummer 21, hat den Wunsch geäußert, seinen Formel BMW auf der halben Meile des Raceway Venrays zu testen. Er sagt zudem, dass die Strecke alle Voraussetzungen erfülle, um dort auch Rennen mit diesen und ähnlichen Formel-Fahrzeugen auszutragen.

Uwe Bachor ist der Vater und Teamchef des Formel-Toyota-Piloten Philipp Bachor, der in der Saison 2016 in der Niederländischen Meisterschaft antritt. In den ersten Rennen hat das Team gute Ergebnisse erzielen können und hofft nun, die Meisterschaft zu gewinnen.

Oftmals bringt das Team neben dem eigentlichen Formel-Toyota-Boliden einen Formel BMW zu den Renntagen mit, um es bei den Rennen der Formel-Toyota einzusetzen. Zuletzt steuerte 2l-Hotrod-Fahrer Helmut Laumen das Auto.

Da der Formel BMW ein schlechteres Leistungsgewicht als die anderen Formel-Boliden hat, sei das Auto jedoch nicht konkurrenzfähig, betont Bachor. Jedoch hat sich die Formel Toyota in diesem Jahr gegenüber anderen Fahrzeugen und Antrieben geöffnet.

„Das Fahrzeug müsste für den Einsatz in der Formel-Toyota-Klasse umgebaut werden. Ich sehe ein Fahrzeug wie dieses, das auf einem technisch hohen Niveau ist, jedoch auf einer Rennstrecke wie dem großen Oval des Raceway Venrays.“

Die Formel BMW war eine Rennklasse in den 2000er-Jahren, in der junge Talente ihre ersten Erfahrungen sammelten. Formel-1-Piloten wie Sebastian Vettel, Nico Hülkenberg oder Nico Rosberg starteten in der Klasse ihre Karriere.

Bachor sagt: „Seit dem Aus der Klasse verstauben viele der Boliden in den Garagen der Besitzer. Aufgrund des hohen Sicherheitsstandards und der Technik ist das Fahrzeug gut geeignet, um auf der halben Meile des Raceway Venrays zu starten. Immerhin wurden beim Bau der Fahrzeuge die Sicherheitsstandards der damaligen Formel 1 verwendet. „

„Weil wir im Besitz eines solchen Fahrzeugs sind, habe ich den Wunsch, das Fahrzeug auf dem großen Oval in Venray zu testen. Ich werde deshalb demnächst auf den Veranstalter zugehen, um diese Möglichkeit zu besprechen. Ich sehe großes Potential, mit diesem Fahrzeug günstigen, aber sicheren Motorsport zu betreiben.“

„Die Ausgaben für die Anschaffung und den Unterhalt eines Formel BMWs befindet sich im oberen Bereich der im Autospeedway-Bereich üblichen Kosten. Deshalb wäre es sehr attraktiv, die Besitzer der Fahrzeuge nach Venray zu locken oder ihnen die Fahrzeuge abzukaufen.“

„Es gibt hunderte dieser Modelle, die derzeit nicht eingesetzt werden. Deshalb sehe ich in den Formel BMW eine große Chance, um den Ovalrennsport attraktiver zu machen.“

Zudem seien die Formel-BMW-Fahrzeuge nicht die einzigen Autos, die verwendet werden könnten, betont Bachor. Auch die ausgemusterten Boliden des Formel Masters, die durch die Formel 4 verdrängt wurden, seien für das Konzept optimal.

Dass Formelsport auf Ovalen sehr erfolgreich sein kann, zeigt die IndyCar Serie in den USA. Erst am vergangenen Sonntag fand das 100. Indy 500 statt. Es bot den Zuschauer spannenden und spektakulären Motorsport mit dem Rookie Alexander Rossi als Sieger.

Sollte diese Idee verwirklicht werden, hätte der Raceway Venray neben der hauseigenen NASCAR-ähnlichen Rennklasse, der LMV8 Oval Series, auch eine Formelklasse im Portfolio. Doch bisher ist es nur eine Vision des Teams aus Gelsenkirchen.