Im Rahmenprogramm des World Cups 2016 auf dem Raceway Venray wurden Rennen der National Hotrods und britischen BriSCA Ministox ausgetragen. Das Highlight war die Ministox-Europameisterschaft am Samstagabend vor tausenden Zuschauern auf den nahezu komplett gefüllten Tribünen.

BriSCA Ministox

In den umgebauten Minis sitzen junge Talente zwischen 11 und 15 Jahren. Trotz des jungen Alters geben die Piloten mächtig Gas und fahren sich, da Kontakt erlaubt ist, heftig in die Autos. Insgesamt 25 Fahrer und Fahrerinnen reisten in die Niederlande, um an den Rennen teilzunehmen.

Den ersten Lauf des Samstages gewann Charlie Guinchard knapp vor Lewis Evans. Nur 0,478 Sekunden trennten die beiden Fahrer bei der Zieleinfahrt. Dritter wurde Jack Witts vor seiner Schwester und Weltmeisterin Courtney Witts.

© leadlap.de

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Courtney Witts kam im zweiten Lauf besser von ganz hinten nach vorne und gewann das Rennen vor Guinchard mit rund zwei Sekunden Vorsprung. Auf dem dritten Platz landete Tyron Evans. Immer wieder kam es im Rennen Drehern, da die jungen Piloten ohne Scheu von ihren Rammstangen Gebrauch machten.

Neuer Europameister ist der junge Lewis Evans. Er gewann knapp vor seinem Bruder Tyrone mit nur einer halben Sekunde Vorsprung. Den verbleibenden Platz auf dem Podest holte sich Guinchard, der Courtney Witts hinter sich ließ.

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Am Sonntag war mit Rebbeca Smith, ein neues Gesicht auf dem Treppchen zu sehen. Die junge Pilotin verteidigte ihre Führung gegen Courtney Witts, die auf dem zweiten Platz ins Ziel kam. Ebenfalls neu in den Top 3 war Noah Medwey, der rund zwei Sekunden nach der Spitze über die Ziellinie fuhr.

Im zweiten Lauf waren wieder bekannte Gesichter auf dem Podium: Courtney Witts gewann vor Lewis und Tyron Evans. Jack Witts erreicht den vierten Platz vor Harley Burns.

Im Finale siegte Declan Cavangh mit einem Foto-Finish. Nur 0,277 Sekunden trennten ihn von der Zweitplatzierten Courtney Witts. Ihr Bruder Jack erreichte erneut den dritten Platz. Er ließ Chloe Serpell hinter sich.

National Hotrods

Die Piloten der National Hotrods kämpften am vergangenen Wochenende um Punkte für die Niederländische Meisterschaft und Bahnmeisterschaft des Raceway Venrays. Insgesamt nahmen 14 von 18 gemeldeten Fahrer an den Rennen teil.

Im ersten Lauf des Samstages gewann Erik Roeffen knapp vor Lars Dreschel, dem Tabellenführer der Bahnmeisterschaft. Nur 0,198 Sekunden trennten die beiden Fahrer, als sie die Ziellinie überquerten. Dritter wurde Routinier John van den Bosch.

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Van den Bosch zeigte im zweiten Lauf sein Können und siegte vor Lars Dreschel. Erik Roeffen ließ den Führenden der Niederländischen Meisterschaft, Jeffrey Zwiep, hinter sich und kam als Dritter ins Ziel.

Im Finale siegte Ramon Roeffen knapp vor Zwiep, der nur 0,350 Sekunden nach der Spitze ins Ziel fuhr. Dritter wurde Johan Sanders, der damit wichtige Punkte für die Meisterschaften sammelte.

In der Tageswertung ergatterte Dreschel mit 49 Punkten die Spitze und baute damit seine Führung in der Bahnmeisterschaft aus. Zweiter wurde van den Bosch mit 48 Zählern. Auf Platz drei landete Johan Sanders. Der Fahrer der Startnummer 17 sammelte insgesamt 43 Punkte.

Am Sonntag feiert Djony Meijer seinen aller ersten Sieg in Venray. Der Niederländer kam rund 1,1 Sekunden vor dem Rookie Boy van der Velde, Sohn von Hotrod-Legende Laurens, ins Ziel. Dritter wurde Ramon Roeffen im BMW Z4.

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Van der Velde krönte seine guten Leistungen im zweiten Lauf ebenfalls mit seinem ersten Sieg in Venray. Er hielt Zwiep auf Abstand, der auf dem zweiten Platz ins Ziel kam. Dritter wurde Harm Veenstra im Peugeot 206.

Im Finale zeigte Mark Teuben erneut, dass er unter schwierigen Bedingungen einer der schnellsten Fahrer ist. Nach starken Regenfällen stand die Strecke komplett unter Wasser, aber Teuben schien das sogar entgegen zu kommen. Er siegte vor van der Velde, der rund vier Sekunden später ins Ziel fuhr. Dritter wurde Zwiep, dem rund fünf Sekunden auf die Spitze fehlten.

In der Tageswertung stand van der Velde mit 52 Punkten ganz oben in der Tabelle. Die Lernkurve des Rookies geht steil nach oben und man darf gespannt sein, was die Zukunft bringen wird. Auf dem zweiten Platz landete Zwiep mit 45 Punkten, gefolgt von van den Bosch, der 44 Zähler sammelte.