16-jähriger Belgier will die NASCAR Euro Series aufmischen
Maxim van Laere ist erst 16 Jahre alt, wird 2026 aber in der OPEN-Division der NASCAR Euro Series starten – Nach einem Jahr in der Rookie Challenge schloss sich der Belgier Speedhouse an
Der 16-jährige Belgier Maxim van Laere wird in der NASCAR Euro Series 2026 für Speedhouse an den Start gehen. Nach seinem zweiten Platz in der Rookie Challenge steigt das Nachwuchstalent in die OPEN-Division auf und nimmt dort den Kampf um die Master Trophy ins Visier. Teamchef Lucas Lasserre bestätigt die Verpflichtung und setzt große Hoffnungen in das junge Talent.
Für Maxim van Laere ist der Motorsport kein Neuland, ist er doch der Sohn des langjährigen EuroNASCAR-Piloten Sven van Laere. Nun tritt der Junior aus dem Schatten des Vaters und wagt den nächsten Karriereschritt.
Van Laere hat klare Ziele
„Ich freue mich sehr, meine Reise in der NASCAR Euro Series mit Lucas Lasserre und dem gesamten Speedhouse-Team fortzusetzen“, sagt der junge Belgier zu seiner Verpflichtung. Die Entscheidung für den französischen Rennstall fiel nicht zufällig, sondern basiert auf den Erfahrungen der vergangenen Saison, in der van Laere noch als Gegner auf der Strecke agierte.
Der Aufstieg in die OPEN-Division markiert einen wichtigen Meilenstein. Während van Laere 2025 in der Rookie Challenge – einem Gleichmäßigkeitswettbewerb – sein Können unter Beweis stellte und nur knapp den Gesamtsieg gegen Jose Penalta verpasste, wartet nun das direkte Renngeschehen. Das Ziel ist klar formuliert: Er möchte ein ernsthafter Anwärter auf die Master Trophy sein, die in der OPEN-Kategorie speziell für aufstrebende Talente ausgeschrieben ist.
Das Vertrauen in die Mannschaft von Lucas Lasserre ist groß. „Nachdem ich letzte Saison gegen sie gefahren bin und am Winterprogramm des Teams teilgenommen habe, bin ich fest davon überzeugt, dass dies das ideale Umfeld für mich ist, um mich weiterzuentwickeln“, so van Laere. Besonders die Professionalität und das Engagement des Teams stimmen ihn optimistisch, den Lernprozess zu beschleunigen und „während der gesamten Saison wettbewerbsfähig zu sein“.
Lasserre lobt Einstellung des Youngsters
Für Teamchef Lucas Lasserre war die Verpflichtung des Belgiers eine Priorität. Der erfahrene Franzose, der selbst als Fahrer und Mentor in der Serie aktiv ist, beobachtete van Laere genau. „Ich bin sehr glücklich, bekannt geben zu können, dass Maxim van Laere ab der Saison 2026 für Speedhouse fahren wird“, erklärt Lasserre. Besonders der Sieg beim Finale auf van Laeres Heimstrecke in Zolder hinterließ Eindruck: „Er war ein sehr harter Gegner. Ich konnte ihn daher sehr genau beobachten, zumal sein Vater Sven 2025 einer unserer Fahrer war.“
Ausschlaggebend für die Zusammenarbeit waren jedoch nicht nur die reinen Ergebnisse, sondern vor allem die Arbeitsweise des 16-Jährigen. „Max‘ Einstellung ist genau das, was ich mag und respektiere, sowohl im als auch außerhalb des Autos. Er ist ernsthaft, entschlossen, engagiert und er hört zu“, lobt der Teamchef. Lasserre sieht es als seine Aufgabe an, dieses Potenzial zu fördern und sein Wissen weiterzugeben, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.
Den Grundstein für die Saison 2026 legte das Team bereits im November beim Winter Camp Program auf der Rennstrecke von Fontenay-Le-Comte. Dort gewöhnte sich van Laere an den rund 400 PS starken V8-Boliden ohne elektronische Fahrhilfen. „Diese Tests waren das Schlüsselelement“, verrät Lasserre. „Max war in der Lage, die Effizienz unseres Autos abzurufen, unsere Organisation zu erleben, das technische Personal kennenzulernen und sich den ganzen Tag über zu steigern.“
Der erste Härtetest für die neue Kombination aus Fahrer und Team steht im Frühjahr an. Der Saisonauftakt der NASCAR Euro Series findet am 18. und 19. April auf dem Circuit Ricardo Tormo im spanischen Valencia statt. Dort wird sich zeigen, ob die Vorbereitung im Winter Früchte trägt und van Laere direkt in den Kampf um die Trophäen eingreifen kann.
Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





