Alumitec Racing rüstet auf: Neues Hauptquartier in Frankreich und Titeljagd mit Gianmarco Ercoli

Alumitec Racing rüstet auf: Neues Hauptquartier in Frankreich und Titeljagd mit Gianmarco Ercoli
Foto: NASCAR Euro Series / Bart Dehaese

Gianmarco Ercoli kehrt für die NASCAR Euro Series 2026 zu Alumitec Racing zurück – Das Team zieht nach Frankreich um und plant den Einsatz von zwei Autos

Alumitec Racing stellt die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft in der NASCAR Euro Series und verlegt seinen Teamsitz von Italien nach Vulaines-sur-Seine bei Paris. Die Mannschaft um Teamchef Alain Lord Mounir wird in der Saison 2026 mit zwei Fahrzeugen angreifen und setzt dabei weiterhin auf die Dienste des ehemaligen Champions Gianmarco Ercoli im Ford Mustang mit der Startnummer 11.

Mit der neuen technologischen Basis und der Verpflichtung des erfahrenen Romain Iannetta als Geschäftsführer für das operative Geschäft untermauert das Team seine Ambitionen auf den europäischen NASCAR-Thron.

Der Umzug in die Nähe der französischen Metropole ist weit mehr als ein simpler Tapetenwechsel. In dem hochmodernen Kompetenzzentrum verfügt Alumitec nun über eigene Simulationswerkzeuge und einen privaten Motorenprüfstand. Damit will das Team die obligatorischen V8-Motoren der Serie in Eigenregie validieren und kalibrieren, um innerhalb des strengen Reglements das Maximum an Leistung und Zuverlässigkeit abzurufen.

„Dieser Standortwechsel ist ein entscheidender Schritt für unsere Organisation“, erklärt Teamchef Alain Lord Mounir den strategischen Vorstoß. Durch die Integration eigener Testkapazitäten habe man eine Struktur geschaffen, die in der Lage sei, auf der größten Bühne des europäischen Motorsports um Siege und Meisterschaften zu kämpfen. Laut Mounir markiere das Jahr 2026 für das Team den endgültigen Übergang vom bloßen Teilnehmer zum echten Titelanwärter.

Ein wesentlicher Baustein dieser Professionalisierung ist Romain Iannetta, der fortan die operativen und technischen Geschicke leitet. Der Franzose ist ein Urgestein der EuroNASCAR-Top-Division und blickt auf Siege in Brands Hatch, Spa-Francorchamps und Aragon zurück. Seine Erfahrung soll sicherstellen, dass die Daten aus der neuen Werkstatt präzise in Rundenzeiten auf der Strecke umgemünzt werden.

„Romain bringt eine seltene Kombination aus technischer Tiefe, Streckenerfahrung und Führungsqualitäten mit“, so Mounir über seine Führungskraft. Die Ernennung unterstütze das Ziel, eine leistungsorientierte Organisation aufzubauen, die auf höchstem Niveau konkurrieren könne. Iannetta selbst bewies erst kürzlich in Valencia, dass er das moderne Fahrverhalten der Boliden noch immer bestens versteht.

An der Speerspitze der Fahrerpaarung steht erneut Gianmarco Ercoli, der seinen Vertrag für 2026 verlängert hat. Der Römer ist eine lebende Legende der Serie und der erste Pilot, dem das Kunststück gelang, sowohl den Titel in der OPEN (2015) als auch in der PRO (2023) zu gewinnen. Mit 13 Siegen und 37 Podiumsplätzen gehört „Gimmy“ statistisch zu den erfolgreichsten Akteuren in der Geschichte der Meisterschaft.

Nachdem er die vergangene Saison als Vizemeister abschloss, brennt Ercoli nun auf die Revanche. „Zu Alumitec zurückzukehren fühlt sich an wie nach Hause zu kommen“, sagt der Italiener über die Fortsetzung der Zusammenarbeit. Die Infrastruktur, die das Team bei Paris aufgebaut habe, sei genau das, was man brauche, um im Jahr 2026 um den Gesamtsieg zu kämpfen.

Für das Team ist Ercoli nicht nur wegen seines Tempos wertvoll, sondern vor allem aufgrund seiner analytischen Fähigkeiten. Laut Iannetta liefert die Kommunikation des Römers zum Reifen- und Motorenmanagement eine außergewöhnliche Datenbasis. In einer Serie, in der Nuancen beim Setup über Sieg oder Niederlage entscheiden, sei dieses Feedback für die Ingenieure pures Gold wert.

Mit der Erweiterung auf zwei Autos verdoppelt Alumitec zudem seine Kapazitäten zur Datenerfassung. Dies soll helfen, den Rückstand auf die etablierten Top-Teams der Branche endgültig wettzumachen. Die Fans dürfen gespannt sein, ob die technologische Aufrüstung in Frankreich ausreicht, um den „King of Rome“ zurück auf den Thron zu hieven.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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