Aufschwung bei RFK Racing: Buescher nach Las Vegas hungrig auf mehr

Aufschwung bei RFK Racing: Buescher nach Las Vegas hungrig auf mehr
Foto: NASCAR Media / Meg Oliphant/Getty Images

Chris Buescher und RFK Racing sind nach dem Auftritt auf dem ersten echten 1,5er in Las Vegas optimistisch – Mit Platz sechs setzte der 33-Jährige ein Zeichen

Platz sechs in Las Vegas und Rang neun in der Gesamtwertung: Für Chris Buescher läuft es in der NASCAR Cup Series 2026 bisher wie am Schnürchen. Das Team von Jack Roush, der Fenway Sports Group und Brad Keselowski zeigte in den ersten fünf Rennen solide Leistungen und ist im Kampf um einen Platz im Chase einer der heißen Kandidaten. Doch warum sorgt ausgerechnet das Las-Vegas-Rennen für Optimismus?

Laut Buescher, der vor seinen Teamkollegen Keselowski (Rang zwölf) und Ryan Preece (Platz 13) der aktuell beste RFK-Fahrer ist, hat es mit den wichtigen Wochen im Sommer zu tun, in denen die 1,5-Meilen-Ovale den Kalender dominieren. Nach zwei Superspeedway-Rennen – Daytona und die Light-Variante in Atlanta –, einem Rundkurs in Austin und einem Ein-Meiler in Phoenix war Las Vegas die erste echte Messlatte für die restliche Saison.

„Der Saisonstart ist derzeit auf eine Weise seltsam, mit Superspeedways, Straßenkursen und Phoenix, das irgendwo dazwischen liegt“, so Buescher in der Ford-Pressekonferenz. „Es war schwer einzuschätzen, wo wir zum Saisonauftakt stehen würden. Wir wollten die Phoenix- und Vegas-Phase hinter uns bringen, um eine Orientierung zu haben.“

Das Ergebnis in Sin City macht dem Team Hoffnung, doch ganz reibungslos lief es für die Ford-Truppe jedoch nicht, wie Buescher ausführt: „In Vegas hat das Team trotz eines nicht so starken Trainings einen phänomenalen Job gemacht. Das Auto war beim Qualifying gut, wir hatten eine gute Boxenplatzwahl, einen guten Start und haben uns stetig nach vorne gearbeitet. Das gesamte Team hat an diesem Renntag an allen Ecken und Enden funktioniert.“

„Wir waren im Kampf um die Top 5 dabei und haben in den letzten 15 bis 20 Runden nur ein wenig nachgelassen“, so die Analyse des 33-Jährigen aus Prosper in Texas. „Es war ein solider erster Auftritt auf einer 1,5-Meilen-Strecke.“ Als Nächstes steht das einzigartige Oval von Darlington an, dann folgen die Short-Track-Wochen in Bristol und Martinsville, ehe es mit Kansas wieder auf ein typisches 1,5-Meilen-Oval geht.

„Kansas ist die Strecke, die Vegas am ähnlichsten ist“, so Buescher. „Vegas war in der Vergangenheit eher eine unserer schwächeren 1,5-Meilen-Strecken, daher macht uns das gute Ergebnis dort Hoffnung für Kansas. Vergangenes Jahr waren wir auf diesen Strecken exzellent, vor allem im Qualifying. Jetzt müssen wir die Balance zwischen Qualifying-Speed und Renn-Speed über einen langen Zeitraum finden.“

„Vegas hat gezeigt, dass unser Auto bei Restarts gut war und über den Lauf nicht zu stark nachgelassen hat. Das stimmt mich optimistisch für Kansas“, freut sich der Neuntplatzierte der Gesamtwertung. Zur Erinnerung: Die Top 16 des Klassements schaffen es am Ende der 26 Rennen langen regulären Saison in den Chase um den NASCAR-Titel 2026.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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