Bonsignore triumphiert beim Modified-Crash-Festival in New Smyrna

Bonsignore triumphiert beim Modified-Crash-Festival in New Smyrna
Foto: NASCAR Regional

Vierfach-Champion Justin Bonsignore hat den turbulenten Saisonauftakt der NASCAR Whelen Modified Tour in Florida für sich entschieden – Das Rennen war durch viele Unfälle gekennzeichnet

Mit einem kontrollierten Kraftakt hat Justin Bonsignore den Auftakt der NASCAR Whelen Modified Tour 2026 auf dem New Smyrna Speedway für sich entschieden. Der viermalige Champion setzte sich am Samstagabend, den 7. Februar, in einem von zahlreichen Gelbphasen geprägten 200-Runden-Rennen in Florida gegen die Konkurrenz durch. Nach einem harten Winter und einer langen roten Flagge sicherte sich der Pilot der Startnummer 51 den prestigeträchtigen Sieg vor Tyler Rypkema und Austin Beers.

Bonsignore, der bereits 2018, 2020, 2021 und 2024 den Titel der Modified-Serie einfuhr, legte den Grundstein für seinen Erfolg bereits im Qualifying. Von der Pole-Position gestartet, diktierte er zunächst das Tempo an der Spitze des Feldes. In der Anfangsphase agierten die Piloten jedoch taktisch geprägt und versuchten, auf dem rauen Asphalt von New Smyrna die Reifen zu managen, indem sie oft die höheren Linien wählten.

Das Geschehen auf dem Short-Track wurde jedoch schnell hitzig und von zahlreichen Zwischenfällen überschattet. Bereits nach 33 Runden krachte Ron Silk in der Startnummer 16 nach einem Kontakt mit Luke Baldwin in der Nummer 3 hart in die Mauer. Wenig später sorgte ein Dreher der Startnummer 02 von Joey Coulter für die nächste Unterbrechung, was das Feld früh durcheinanderwürfelte.

Austin Beers übernahm zwischenzeitlich in der Nummer 64 das Kommando und führte vor Baldwin, während Veteranen wie Bobby Labonte (Runde 60) und Mark Stewart (Runde 72) durch Unfälle zurückfielen. Insgesamt fünf Unterbrechungen in der ersten Rennhälfte sorgten dafür, dass kein echter Rhythmus aufkam. Ryan Preece forderte Bonsignore schließlich 67 Runden vor Schluss im direkten Duell um Platz eins heraus.

Ein heftiger Crash 55 Runden vor dem Ende zwang die Rennleitung zur roten Flagge, als die Startnummer 99 von Sam Rameau querstand und von Mike Marshall in der Nummer 29 per T-Bone-Treffer getroffen wurde. Nach der langen Pause schien Austin Beers erneut der Favorit zu sein, doch weitere Kollisionen in den Kurven 1 und 2 dezimierten das Feld weiter. Das Rennen entwickelte sich in dieser Phase zu einer zähen Angelegenheit.

In der Schlussphase behielt Bonsignore die Nerven, während sich Rypkema überraschend auf den zweiten Rang vorkämpfte. Trotz einer späten Gelbphase vier Runden vor dem Ende blieb der Führende beim finalen Sprint zur Zielflagge makellos. Das Rennen musste letztlich wegen eines weiteren Unfalls unter Gelb beendet werden. „Das Auto war gut, das war eine echte Teamleistung mit guten Boxenstopps“, resümiert ein sichtlich erleichterter Bonsignore in der Victory-Lane.

Für das Modified-Ass war dieser Erfolg nach einer schwierigen Vorbereitungszeit besonders emotional. „Es war ein harter Winter für uns, jetzt aber hier rauszukommen und zu siegen, fühlt sich gut an“, erklärt er nach dem Rennen. Ein Reifentest im Vorfeld habe dem Team die entscheidenden Daten geliefert, um auf dem anspruchsvollen Oval zu bestehen.

„Es war für uns ein großartiges Rennen und ich danke allen Fans, die heute Nacht hier waren“, so der Sieger weiter. Er kündigte an, den Erfolg gebührend zu feiern: „Heute Nacht werden wir das feiern, meine Jungs sind da, einer weint gerade. Ich freue mich riesig und werde jetzt die Woche Urlaub nehmen und das Racing in Daytona genießen.“ Mit diesem Sieg übernahm Bonsignore gleichzeitig die Führung in der Meisterschaftswertung.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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