Historischer Hattrick in Austin: Tyler Reddick schreibt NASCAR-Geschichte

Historischer Hattrick in Austin: Tyler Reddick schreibt NASCAR-Geschichte
Foto: NASCAR Media / James Gilbert/Getty Images

Tyler Reddick hat das dritte Saisonrennen in Folge gewonnen und damit NASCAR-Geschichte geschrieben – Der 30-Jährige schlug auf dem COTA Shane van Gisbergen

Tyler Reddick hat am Sonntag auf dem Circuit of the Americas (COTA) Sportgeschichte geschrieben, indem er als erster Fahrer in der über 80 Jahre alten Historie der NASCAR Cup Series die ersten drei Saisonrennen für sich entscheiden konnte. Im Toyota Camry mit der Startnummer 45 von 23XI Racing setzte sich der Kalifornier beim Texas Grand Prix nach 95 intensiven Runden gegen den Straßenkurs-Spezialisten Shane van Gisbergen durch.

Mit diesem Erfolg bescherte Reddick seinem Teambesitzer Michael Jordan einen ganz persönlichen „Three-peat“, den Fans sonst nur aus der glorreichen Ära der Chicago Bulls kennen.

Der Triumph in Austin war Reddicks elfter Karrieresieg und erforderte höchste Konzentration, da er mit Shane Van Gisbergen den Mann im Nacken hatte, der zuvor fünf Rundkurs-Rennen in Folge gewonnen hatte. Reddick dominierte das Geschehen mit 58 Führungsrunden, musste sich den Erfolg aber in der Schlussphase hart erarbeiten. In der Gesamtwertung führt er nun mit einem komfortablen Vorsprung von 70 Punkten vor seinem Teamkollegen Bubba Wallace.

„Das bedeutet mir die Welt“, gab ein sichtlich bewegter Reddick nach dem Rennen zu Protokoll. „Es ist einfach so passend. Am Ende liege ich vorne und da ist SVG – der Typ, den ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit schlagen will. Ihn hier zu besiegen und den Sieg zu holen, ist einfach unglaublich.“

Reddick hob zudem den harten Winter und die Arbeit bei 23XI Racing hervor: „Wir mochten es absolut nicht, auf Rundkursen so geschlagen zu werden. Es ist zwar nur ein Rennen, aber es war so wichtig und passend, dass wir diese drei Siege in Serie geholt und Geschichte geschrieben haben.“

Teambesitzer Jordan, der mit den Bulls gleich zweimal drei NBA-Titel in Folge feierte, zeigte sich von der Leistung seines Schützlings begeistert. „Er hatte die Chance, drei Mal hintereinander zu gewinnen, und das war der schwierigste Sieg von allen“, erklärte „His Airness“ nach dem Rennen.

Foto: NASCAR Media / James Gilbert/Getty Images

Jordan lobte vor allem die taktische Disziplin: „Er ist bei seiner Strategie geblieben und die Jungs haben ein unglaubliches Auto hingestellt. Crew-Chief Billy Scott hat das Rennen fantastisch gelesen und Tyler hat starke Konkurrenz besiegt.“

Die Entscheidung fiel nach einem Restart in Runde 79, da ein loser Reifen am Chevrolet von Ross Chastain eine Gelbphase zur Folge hatte. Van Gisbergen stürmte sofort an Ryan Blaney vorbei auf Rang zwei und setzte Reddick unter massiven Druck. Acht Runden lang klebte der Neuseeländer am Heck des Toyota, doch Reddick nutzte die Power seines Camry beim Herausbeschleunigen Richtung Kurve 1, um sich immer wieder entscheidend abzusetzen.

Im Ziel betrug der Vorsprung stolze 3,944 Sekunden, was die Dominanz von Reddick in der Schlussphase unterstrich. Van Gisbergen zeigte sich als fairer Verlierer: „Uns hat ein wenig das Einlenkverhalten und der Vortrieb gefehlt. Tyler war einfach fantastisch, so wie er gefahren ist. Wir hatten nicht ganz genug entgegenzusetzen, aber für die Meisterschaft war es ein super Tag.“

Dennoch wurmte den ehrgeizigen Kiwi der verpasste Sieg: „Wir sind immer enttäuscht über einen zweiten Platz, wenn die Erwartungen so hoch sind.“

Hinter dem Spitzenduo komplettierte Christopher Bell das Podium, gefolgt von Ty Gibbs und Michael McDowell. Die Top 10 machten Kyle Larson, Chase Elliott, Ryan Blaney, AJ Allmendinger und Denny Hamlin unter sich aus. In der Gesamtwertung liegt Reddick vor Wallace (-70), Elliott (-72), Blaney (-86) und van Gisbergen (-96).

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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