IndyCar-Legende Dario Franchitti feiert NASCAR-Comeback in St. Petersburg

IndyCar-Legende Dario Franchitti feiert NASCAR-Comeback in St. Petersburg
Foto: Penske Entertainment: Joe Skibinski

Mit Dario Franchitti wird eine IndyCar-Legende das NASCAR-Truck-Rennen auf den Straßen von St. Petersburg bestreiten – Der 52-Jährige startet für TRICON

Die schottische Motorsport-Legende Dario Franchitti kehrt überraschend ins NASCAR-Cockpit zurück. Am 28. Februar 2026 wird der viermalige IndyCar-Champion beim Rennen der NASCAR Craftsman Truck Series in den Straßen von St. Petersburg, Florida, an den Start gehen. Franchitti steuert dabei den Toyota Tundra mit der Startnummer 1 für das Team TRICON Garage. 

Ermöglicht wurde dieser besondere Einsatz durch eine enge Zusammenarbeit zwischen seinem langjährigen Freund Jimmie Johnson, dessen Team Legacy Motor Club und dem Hauptsponsor Dollar Tree.

Für Franchitti schließt sich damit ein Kreis, der weit über ein bloßes Gastspiel hinausgeht. Der Schotte ist auf dem Stadtkurs von St. Petersburg eine absolute Ikone und feierte dort im Jahr 2011 einen seiner dominantesten Siege. Damals führte er 94 von 100 Runden an und unterstrich seinen Status als einer der besten Rundstreckenfahrer seiner Generation. 

Nun stellt er sich der Herausforderung, einen massiven NASCAR-Boliden durch die engen Betonkanäle zu manövrieren.

Der dreimalige Indianapolis-500-Sieger war seit seinem verletzungsbedingten Rücktritt im Jahr 2013 vor allem als Berater und Kommentator aktiv. Die Lust am Rennfahren hat ihn jedoch nie ganz losgelassen, wie seine gelegentlichen Einsätze bei historischen Events zeigten. 

„Der Gedanke, einen NASCAR-Truck auf einem Stadtkurs zu fahren, ist für mich wirklich faszinierend“, erklärt Franchitti zu seinem Comeback. Er freue sich auf die unterschiedlichen Beläge und die Unebenheiten, die es zu meistern gilt.

Den entscheidenden Anstoß gab eine Unterhaltung mit dem siebenmaligen NASCAR-Champion Jimmie Johnson. Franchitti betont, dass die gesamte Gelegenheit letztlich auf Johnsons Initiative und dessen Verbindungen zu Toyota zurückzuführen sei. 

„Wenn es gut läuft, ist es großartig. Wenn es nicht gut läuft, werde ich Jimmie die Schuld geben“, scherzt der 52-Jährige über die Erwartungshaltung. Die Chemie zwischen den beiden Altmeistern war der Motor hinter diesem Projekt.

Jimmie Johnson selbst zeigt sich begeistert, dass sein Plan aufgegangen ist und er Franchitti in einem siegfähigen Truck unterbringen konnte. Sie hätten lange über eine gemeinsame Möglichkeit gesprochen, und als St. Petersburg im Raum stand, sei die Entscheidung schnell gefallen. 

„Es hat viel Spaß gemacht, ihn in das Team zu integrieren und Zeit miteinander zu verbringen, während wir den Prozess seines Comebacks durchlaufen“, so Johnson. „Mr. Seven-Time“ werde das Rennen direkt am Kommandostand verfolgen.

Für die Fans in Florida bedeutet der Start von Franchitti eine Zeitreise in die goldene Ära des US-Formelsports, kombiniert mit der puren Action der NASCAR-Truck-Serie. Franchittis Statistiken mit 31 Siegen in der IndyCar und CART sprechen für sich. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich der Spezialist für filigrane Boliden an das brachiale Gewicht des Toyota Tundra gewöhnt. Zuletzt fuhr er 2007 einen Truck in Martinsville, fiel aber vorzeitig aus.

Das Rennen in St. Petersburg wird am Samstagmittag Ortszeit gestartet und markiert Franchittis ersten NASCAR-Auftritt seit dem Jahr 2008. Damals versuchte er sich kurzzeitig in der Cup- und Xfinity-Serie, bevor er zu seinen Wurzeln zurückkehrte und drei Titel in Folge holte. In St. Petersburg geht es nun weniger um Punkte für eine Meisterschaft, sondern um den puren Fahrspaß und die Ehre eines echten Rennsport-Königs.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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