NASCAR-Clash 2026: Das ist das Format
NASCAR hat das Format für den Clash 2026 im Bowman Gray Stadium bekanntgegeben – Das Einladungsrennen läutet die neue Saison ein
Das Format für den Clash 2026 steht fest – und NASCAR setzt beim Saisonauftakt auf altbewährte Action im Hexenkessel von Winston-Salem. Wer sich auf dem legendären Bowman Gray Stadium durchsetzen will, muss ein straffes Programm aus Training, Heat-Races und gegebenenfalls dem berüchtigten Last Chance Qualifier (LCQ) überleben.
Alle Details zum Ablauf, den Gruppen und wie das Feld für das 200-Runden-Hauptrennen am Sonntagabend ermittelt wird, hat NASCAR jetzt bekannt gegeben. Hier ist der Überblick.
Keine Experimente: Das Format bleibt hart
NASCAR macht keine halben Sachen und behält das Format von 2025 bei. Das bedeutet: Wer den Clash gewinnen will, muss sich durchbeißen. Die Action beginnt bereits am Samstag, den 31. Januar, wenn die Motoren für die Trainingsgruppen gestartet werden.

Eingeteilt wird das Feld in drei Gruppen, basierend auf den Owner-Points der Saison 2025. Der aktuelle Champion Kyle Larson führt Gruppe drei an, Chase Briscoe Gruppe an.
Qualifying durch die Hintertür: Das finale Training
Es gibt kein klassisches Einzelzeitfahren, wie man es vielleicht erwarten würde. Stattdessen wird das letzte Training zur Qualifikation umfunktioniert. Ein cleverer Schachzug, der sofort Druck auf den Kessel bringt. Die Gruppen werden noch einmal in kleinere Einheiten von sechs bis sieben Autos unterteilt (A und B), die jeweils vier Minuten Zeit haben, eine schnelle Runde in den Asphalt zu brennen.
Das Ergebnis dieser Session diktiert direkt die Startaufstellung für die Heat-Races:
- Der schnellste Fahrer insgesamt startet von der Pole im Heat 1.
- Der zweitschnellste nimmt die Pole im Heat 2.
- Der drittschnellste führt Heat 3 an.
- Der viertschnellste fährt in Heat 4 von Platz eins los.
Und so weiter. Es zählt jede Hundertstel, denn eine gute Ausgangslage in den Vorläufen ist die halbe Miete für das Finale.
Der Weg ins Finale: Heat-Races und LCQ
Am Sonntag wird es dann ernst. In den vier Heat-Races zählen nur Runden unter grüner Flagge – keine Overtime. Das Ziel ist simpel: die Top 5. Wer in seinem Vorlauf unter die ersten Fünf kommt, hat sein Ticket für das 200-Runden-Hauptrennen sicher.
Für alle, die an dieser Hürde scheitern, gibt es nur noch einen Rettungsanker: den Last Chance Qualifier (LCQ). Über 75 Runden wird hier ausgesiebt. Auch hier zählen nur Runden unter grüner Flagge. Die Luft wird dünn, denn nur die Top 2 dieses Rennens schaffen den Sprung ins Hauptfeld und starten von den Plätzen 21 und 22.
Der Lucky-Dog des Feldes
Ein einziger Startplatz – Nummer 23 – wird am Ende noch vergeben. Dieser geht an den Fahrer, der in der Punktewertung 2025 am höchsten platziert war und sich noch nicht qualifiziert hat. Ein Sicherheitsnetz für die Top-Piloten, falls im Chaos von Winston-Salem alles schiefgeht.
Das Hauptrennen
Das Hauptrennen selbst geht über 200 Runden mit einer Pause zur Halbzeit bei Runde 100. Die Startaufstellung ergibt sich aus den Heat-Races: Der Sieger von Heat 1 startet auf der Pole, der Sieger von Heat 2 auf Platz zwei und so weiter.
NASCAR setzt also auf Kontinuität beim Clash. Kurze Sprints, harte Auslese und ausgefahrenen Ellenbogen werden auf dem 400-Meter-Oval ausschlaggebend sein. Es ist angerichtet für den ersten echten Härtetest des Jahres 2026.
Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.






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