NASCAR Euro 2026: Hybrid-Racer Lowe greift mit BS+BREMOTION nach der Krone
Garrett Lowe kehrt 2026 in die NASCAR Euro Series zurück – Der Hybrid-Racer setzt auf eine klare Strategie – Kann er als erster US-Amerikaner den Titel holen?
Der US-Amerikaner Garrett Lowe kehrt im Jahr 2026 für eine zweite Saison in die NASCAR Euro Series zurück, um mit dem Team BS+BREMOTION den Titel in der PRO-Klasse anzugreifen. Der 2025er-Rookie aus Gastonia, North Carolina, wird erneut den Chevrolet Camaro mit der Startnummer 99 steuern und teilt sich das Cockpit mit Dominique Schaak, der in der OPEN-Division gemeldet ist.
Durch die Vertragsverlängerung setzt das Team auf personelle Kontinuität, um nach den Podestplätzen des Vorjahres nun den ersten US-amerikanischen Gesamtsieg in der europäischen NASCAR-Elite zu realisieren – so zumindest die Ambitionen.
Lowe vollzog im vergangenen Jahr den direkten Wechsel vom Simulator auf den Asphalt und etablierte sich umgehend im Spitzenfeld der Serie. Als erster US-Amerikaner seit dem ehemaligen Cup-Champion Bobby Labonte im Jahr 2018 gelang ihm der Sprung auf das Podium der Top-Kategorie. Seine erste Saison war geprägt von vier Top-10-Ergebnissen in Folge zu Saisonbeginn und insgesamt zwei Podestplatzierungen in der PRO.

Die Entscheidung für eine weitere Zusammenarbeit basiert auf der schnellen Integration des gelernten Motorsport-Ingenieurs in das deutsche Teamgefüge. Lowe kombiniert seine Erfahrung aus der eNASCAR iRacing Series mit den technischen Anforderungen des realen Motorsports. In der kommenden Saison soll diese Doppelbelastung als „Hybrid-Racer“ den entscheidenden Vorteil im Kampf um die Meisterschaft bringen.
„Ich freue mich sehr, für eine zweite Saison in der NASCAR Euro Series mit Bremotion und BS+COMPETITION zurückzukehren, um die PRO-Meisterschaft zu jagen“, erklärt Lowe seine Zielsetzung für das Jahr 2026. Das Team sieht die im Debütjahr aufgebauten Strukturen als wichtigstes Fundament für die anstehende Saison. Die Abstimmung zwischen Fahrer und Technikern gilt nach dem ersten gemeinsamen Jahr als gefestigt.
Teamchef Patrick Brenndorfer betont die strategische Bedeutung der Personalie für die Weiterentwicklung des Rennstalls. „Wir freuen uns sehr, die Geschichte vom Sim-Racer zum Real-Racer mit unserem Hybrid-Racer Garrett fortzusetzen“, so Brenndorfer. Nach einer starken Rookie-Saison liege der Fokus nun darauf, mit der Startnummer 99 regelmäßig um Siege zu fahren und die Meisterschaftsentscheidung bis zum Finale offen zu halten.
Für Florian Haasper, Leiter von BS+COMPETITION, ist das Projekt Lowe ein Beleg für die zunehmende Verzahnung von digitalem und realem Rennsport.
„Garrett kam als Sim-Racer in die NASCAR Euro Series, mischte vom ersten Moment an vorne mit und kämpfte bis zum Finale um den Titel“, ordnet Haasper die bisherige Leistung ein. Dieser hybride Ansatz, bei dem der Fahrer parallel in der virtuellen eNASCAR-Serie und real auf europäischen Rundkursen antritt, soll 2026 den nächsten Entwicklungsschritt vollziehen.
Mit Schaak als Partner in der OPEN strebt die Mannschaft zudem eine vordere Platzierung in der Teamwertung an. Die Kombination aus Lowes technischem Verständnis und Schaaks Erfahrung in der europäischen Rennszene soll die Startnummer 99 zu einem konstanten Punktelieferanten machen. Die Saisonvorbereitungen zielen darauf ab, die im Vorjahr gezeigte Geschwindigkeit in konstante Resultate umzumünzen.
Autor(en)
Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.






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