NASCAR-Verbot: Hände dürfen Luftwiderstand nicht mehr manipulieren

NASCAR-Verbot: Hände dürfen Luftwiderstand nicht mehr manipulieren
Foto: NASCAR Media / Todd Kirkland/Getty Images

Die NASCAR passt das Regelwerk vor der Saison 2026 an – Die Offiziellen verbieten ab sofort jegliche Manipulation des Luftstroms mit den Händen im Qualifying

Es ist das Ende einer Ära für Aerodynamik-Trickser: Ab sofort riskieren NASCAR-Piloten ihre gesamte Qualifikationszeit, wenn sie die Hände nicht am Lenkrad lassen. Die Offiziellen haben das Regelbuch für 2026 geändert und verbieten nun ausdrücklich jede Manipulation des Luftstroms durch die Fahrer im Qualifying.

Seit einigen Jahren ist es in der NASCAR Cup Series gängige Praxis, dass Fahrer den Luftstrom zwischen Netz und Rahmen gezielt ablenken, um die letzten Zehntel rauszuholen und die beste Startposition zu bekommen.

Diese Regel ist besonders relevant für Drafting-Strecken auf denen die Aerodynamik eine große Rolle spielt. Dazu zählen der Daytona International Speedway, auf dem der Saisonauftakt stattfindet, sowie der EchoPark Speedway in Atlanta und der Talladega Superspeedway.

Wie weit Fahrer gehen, um diesen Effekt zu maximieren, zeigt die kreative Auslegung des Teams mit der Startnummer 22 rund um Joey Logano. Der Penske-Pilot fuhr im Februar 2024 auf dem bereits erwähnten Oval in Atlanta mit modifizierten Handschuhen.

Zwischen seinen Fingern waren schwimmhautähnliche Stoffstücke eingenäht, um die Handfläche zu vergrößern und den Luftstrom bestmöglich umzuleiten. Die Offiziellen sahen das nicht gern und warfen Logano die Modifikation von sicherheitskritischem Material vor, wofür er eine Strafe von 10.000 US-Dollarn zahlen musste.

Mit solchen Tricksereien ist nun Schluss. Die neue Passage im Regelwerk lässt keinen Spielraum für Interpretationen: „Sobald ein Fahrzeug die Boxengasse verlässt“, heißt es unmissverständlich, „dürfen die Hände des Fahrers nicht verwendet werden, um den Luftstrom in irgendeiner Weise umzuleiten.“ Wer es dennoch versucht – mit oder ohne Spezialhandschuhe – verliert seine Rundenzeit und muss mit einem Startplatz im hinteren Feld rechnen.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.
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