O’Reilly Series in Darlington: Allgaier triumphiert dank Boxencrew
Justin Allgaier gewann das Rennen der O’Reilly Series in Darlington – Seine Boxencrew sicherte ihm den entscheidenden Vorteil gegenüber Kyle Larson
Kyle Larson war auf dem besten Weg, seine makellose Erfolgsquote in der Startnummer 88 fortzusetzen. Doch am Ende war es ein verpatzter Boxenstopp während der letzten Gelbphase, der das Blatt wendete: Sein Teamkollege Justin Allgaier übernahm in der #7 die Führung und sicherte sich den Sieg im Rennen der NASCAR O’Reilly Auto Parts Series in Darlington. Für Allgaier war es der zweite Besuch in der Victory-Lane in Folge.
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Dabei sah es lange Zeit nach einer Machtdemonstration von Larson aus. Der zweimalige NASCAR-Cup-Series-Champion dominierte das 1,366 Meilen lange Oval fast nach Belieben, führte 107 Runden lang das Feld an und entschied sowohl das erste als auch das zweite Segment für sich. Im Gegensatz dazu sammelte das 39-jährige JR-Motorsports-Urgestein Allgaier lediglich 31 Führungsrunden.

„Wir waren definitiv nicht die Besten“
Doch wie schon am vorangegangenen Rennwochenende gab die Leistung der Boxenmannschaft den Ausschlag. „Diese Jungs haben das ganze Jahr über nie aufgegeben – sie haben heute das Rennen gewonnen“, lobte Allgaier seine Crew. „Sie waren den gesamten Tag in der Boxengasse das maß aller Dinge.“
Selbstkritisch blickte der Sieger auf seine eigene Performance: „Wir waren heute definitiv nicht die Besten. Kyle [Larson] war unglaublich und hatte uns eigentlich im Griff. Wenn ich ehrlich bin, habe ich selbst keinen guten Job gemacht; es war persönlich einer meiner schlechtesten Tage hier in Darlington. Am Ende hatte ich Sorge wegen Brandon [Jones] – er war verdammt schnell – und ich befürchtete, dass Christopher [Bell] und Larson sich noch durch den Verkehr kämpfen würden.“
Larson, der nach dem missglückten Stopp lediglich von Rang fünf in den entscheidenden Restart gegangen war, konnte bis zur Zielflagge allerdings nur noch an Karson Kvapil vorbeiziehen. Für einen Angriff auf die Spitze reichte es nicht mehr – vor dem Kalifornier komplettierten Jones und Bell das Podium.

Nicht genügend Zeit für Larson
„Das Überholen wurde zum Ende hin immer schwieriger“, erklärte Larson. „Das Tempo zog an und man steckte fest. Es ist unglücklich, aber so ist der Rennsport manchmal. Das ist zwar frustrierend, aber ich hatte heute trotzdem viel Spaß.“
Besonders bitter verlief das Finale für Jones. Obwohl er nach den letzten beiden Gelbphasen jeweils als Erster aus der Boxengasse kam und für den finalen Restart die untere Spur wählte, zog Allgaier auf der Außenbahn kontrolliert an ihm vorbei. „Die Nummer 7 erwischte auf der zweiten Spur einfach jedes Mal einen Tick bessere Starts als ich“, analysierte Jones. „Im Longrun waren wir fast gleich, wenn nicht sogar einen Tick schneller, aber am Ende gingen uns schlicht die Runden aus.“

Hinter den Top-Platzierten unterstrich Corey Day sein Potenzial: Er beendete das Rennen als Sechster und fuhr damit sein fünftes Top-10-Ergebnis in Folge in seiner Rookie-Saison ein. Die weiteren Plätze in den Top 10 belegten Sheldon Creed, Parker Retzlaff, Sammy Smith und Sam Mayer.
In der Meisterschaftswertung reist Allgaier nun mit einem komfortablen Vorsprung von 52 Punkten auf den Zweitplatzierten Love zum nächsten Lauf am Samstag auf dem Martinsville Speedway.
Autor(en)
Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.
Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.






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