Ryan Blaney kritisiert Denny Hamlin: „Hat mich in die Mauer befördert“
Ryan Blaney und Denny Hamlin gerieten in der Schlussphase des NASCAR-Rennens in Martinsville aneinander – Der Penske-Fahrer sieht die Schuld beim Routinier
„Ja, er hat mich in die Mauer befördert“, sagte Ryan Blaney nach dem Rennen der NASCAR Cup Series auf dem Martinsville Speedway. In Runde 334 von 400 fuhren Denny Hamlin auf der Innenbahn und Blaney auf der Außenbahn nebeneinander. Im Kurvenausgang kam Hamlin etwas weit heraus, weshalb dem Penske-Pilot neben ihm die Strecke ausging und er die Mauer touchierte. Der Kontakt warf die Startnummer 12 weit zurück.
„Ich schätze, so sah es aus meiner Perspektive aus, und wenn es im Fernsehen auch so aussah, dann ist es auch passiert“, so Blaney deutlich. Der Champion von 2023 rettete sich zwar noch auf den sechsten Platz, konnte aber nicht bestätigen, ob der Mauerkontakt einen spürbaren Schaden an seinem Ford Mustang verursacht hatte.
„Ich bin mir nicht sicher“, so Blaney. „Ich weiß nicht, ob die Spur ein wenig verstellt war; danach hatte das Auto Untersteuern. Aber glücklicherweise konnten wir danach noch ein oder zwei Plätze gutmachen.“ Warum Hamlin so aggressiv zu Werke ging, verstand Blaney nach dem Fallen der Zielflagge aber nicht.
„Ich weiß nicht. Aus meiner Sicht war das unnötig. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich nur leicht abgedrängt wurde, sondern dass ich direkt in die Mauer geschickt wurde. Aber gut, das sieht wahrscheinlich jeder anders. Für mich wirkte es übertrieben, aber er wird das sicher anders beurteilen.“
Der 32-Jährige spielte das ganze Rennen über an der Spitze in den Top 5 mit und überzeugte wieder einmal mit einer starken Pace auf den Longruns.
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„Wir wurden in jedem Stint ein bisschen besser, das war also positiv“, so Blaney über das Rennen vor dem Techtelmechtel mit Hamlin. „Ich hatte das Gefühl, dass ich in jedem Stint zwei Plätze gutmachen konnte, etwas länger mithalten und Antrieb an den Hinterreifen finden konnte.“
„Ehrlich gesagt fühlte ich mich ohne die Gelbphase während des Boxenstoppzyklus wirklich gut, wir haben unsere Zeit abgewartet und kamen näher. Ich weiß nicht, wie es ausgegangen wäre, aber ja, ich bin stolz darauf, dass wir uns den ganzen Tag über verbessert haben.“
„Ich bin sehr stolz auf unsere Leistung. Wir hatten zu Beginn des Rennens ein Auto, das wohl nur für Platz acht reichte, aber am Ende war es gut genug für Platz eins oder zwei.“ Zudem passte auch die Leistung seiner Boxencrew: „Sie hatten in der Tat einen guten Tag. Es gab keine Fehler und es lief den ganzen Tag reibungslos, was positiv war.“
Insgesamt ist Blaney, der bereits in Phoenix gewonnen hat, mit dem Renntag auf dem Short-Track in Virginia zufrieden: „Das ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, ein guter Tag in der Boxengasse vor der freien Woche, auf dem wir aufbauen können. Ich bin stolz auf die Jungs.
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Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





