Strategiepoker von Christopher Bell auf dem COTA: „Konnte gutes Finish retten“
COTA-Sieger 2025 Christopher Bell schaffte es im Jahr 2026 auf dem texanischen Rundkurs auf Platz drei – Grund für das gute Abschneiden war seine Reifenstrategie
Tyler Reddick und Shane van Gisbergen fochten an der Spitze den Kampf um Platz eins aus, egal wie mitgenommen ihre Reifen schon waren. Doch hinter dem Rennsieger Reddick und Rundkurs-Ass van Gisbergen tobten die Duelle um Platz drei. Diesen sicherte sich am Ende der Vorjahressieger Christopher Bell dank einer guten Strategie seines Crew-Chiefs Adam Stevens.
Während Reddick und SVG am Ende des letzten Stints 27 Runden auf ihren Reifen unterwegs waren, ging Bell noch einmal spät zum Reifenwechsel, weshalb er deutlich besseres Material aufgezogen hatte. Das reichte zwar nicht zum Sieg, aber immerhin für Platz drei – Punkte, die der 31-Jährige nach den Totalausfällen in Daytona und Atlanta bitter nötig hatte. 20 Runden quälte Bell seine Pneus auf seinem letzten Stint bis zur Zielflagge.
„Ich hatte diesen super Restart auf neuen Reifen und dachte mir: ‚Ich bin hier in Position, Baby, wir ziehen das durch.‘ Ich habe einfach alles reingehauen“, so Bell nach dem Rennen. „Das ganze Rennen über bin ich zurückgefallen, wann immer ich auf den gleichen Reifen wie die anderen war. Die Strategie ging also auf.“
„Ich bin super dankbar, dass Adam Stevens so gute Entscheidungen im Rennen getroffen hat; er hat uns in die Offensive gebracht, mir einen Reifenvorteil gegenüber dem Feld verschafft und ich konnte dann noch ein gutes Finish daraus retten“, freute sich Bell.
„Es war ein schwaches Rundkurs-Rennen für uns“, so der Rennfahrer aus Oklahoma weiter. „Normalerweise sind wir stärker als das und wurden durch ein paar neuere Reifen gerettet.“ Nach Rang 35 in Daytona, Platz 21 in Atlanta und dem Top-3-Ergebnis in Texas steht Bell nach drei Rennen gerade einmal auf Platz 24 der Gesamtwertung. Der Joe-Gibbs-Pilot hat also noch einen langen Weg vor sich, um den verpatzten Saisonauftakt wettzumachen.
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Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





