Tristan McKee triumphiert beim ARCA-East-Spektakel in Hickory

Tristan McKee triumphiert beim ARCA-East-Spektakel in Hickory
Foto: ARCA Menards Series

Tristan McKee gewann das ARCA-East-Rennen auf dem Hickory Motor Speedway – Der 15-Jährige fuhr ein starkes Rennen

Tristan McKee hat am Samstagabend das Cook Out 200 auf dem Hickory Motor Speedway gewonnen und damit seinen ersten Sieg in der ARCA Menards Series East eingefahren. In einem turbulenten Finale auf dem historischen Short-Track in North Carolina profitierte der Nachwuchsfahrer von einer Kollision zwischen den Führenden Max Reaves und Landon Huffman.

McKee nutzte die Gunst der Stunde, schlüpfte in seinem Chevrolet von Pinnacle Racing Group (PRG) eiskalt durch und sicherte sich den prestigeträchtigen Triumph vor Reaves und dem aktuellen Champion Isaac Kitzmiller.

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Der Erfolg kam für McKee keineswegs aus dem Nichts, doch der Weg dorthin war steinig. Über weite Strecken des Rennens kämpfte er mit einem schwierigen Fahrverhalten seiner Startnummer 77. Erst die Anpassungen der Crew während der Halbzeitpause brachten die Wende und machten das Auto für den entscheidenden Angriff in der Schlussphase scharf.

„Nach den vergangenen anderthalb Tagen hier hatten wir ziemlich mit dem Auto zu kämpfen“, gab McKee nach dem Rennen offen zu. „Die Jungs haben in der Pause wirklich gute Justierungen vorgenommen. Danach wurde das Auto lebendig und ich konnte mich auf den zweiten Platz vorkämpfen.“

Die Entscheidung fiel erst wenige Runden vor Ende, als die Intensität an der Spitze ihren Höhepunkt erreichte. Ein Kontakt zwischen Huffman und dem bis dahin dominierenden Reaves öffnete die Tür für McKee weit. Während seine Konkurrenten mit dem Messer zwischen den Zähnen um die Ideallinie rangelten, bewahrte der spätere Sieger einen kühlen Kopf.

„Die beiden sind aneinandergeraten und ich wusste, dass das meine Chance war“, beschrieb McKee die Schlüsselszene des Abends. „Ich bin am Ende meine vier besten Runden gefahren und habe mir den Sieg geholt.“

Für Reaves endete damit eine beeindruckende Serie von drei Siegen in Folge in der East-Division. Der Pilot des Joe-Gibbs-Toyota machte aus seinem Frust über das aggressive Manöver von Huffman keinen Hehl und ließ die Zuschauer in Hickory wissen, wer seiner Meinung nach der wahre Herr im Haus war.

„Wir waren heute mit Abstand die Besten“, wetterte Reaves trotzig gegen die Buhrufe der Fans. „Respekt an Tristan McKee und das ganze PRG-Team, aber gegen uns hatten sie keine Chance. Ich weiß nicht, was Huffman da geplant hatte, aber ich glaube, er wollte uns beide einfach nur abräumen.“

Reaves sparte nicht mit Giftpfeilen und verglich die Situation mit legendären NASCAR-Momenten: „Wenn man sie nicht schlagen kann, muss man sie eben abschießen. Das erinnert mich an dieses eine Interview mit Kyle Busch, als er die Hater angemacht hat. Es gibt einen Grund, warum ich in der Startnummer 18 sitze und nicht in einem dieser anderen Autos.“

Für McKee war der Erfolg gleichzeitig eine späte Revanche auf der traditionsreichen Strecke. Im vergangenen Sommer war er in Hickory nur knapp an einem hochdotierten Sieg im Late-Model-Stock-Car vorbeigeschrammt. Diesmal passten alle Puzzleteile zusammen, was den Meilenstein in seiner noch jungen Karriere perfekt machte.

„Es fühlt sich definitiv gut an, hier in Hickory eine Art Wiedergutmachung für das CARS-Tour-Rennen im vergangenen Jahr zu bekommen“, freute sich der Sieger. „Es ist ein großartiges Gefühl, hier in der Victory-Lane zu stehen. Die Jungs haben das ganze Wochenende über hart an diesem Auto gearbeitet.“

Hinter dem Spitzentrio komplettierten Derek Kneeland und Nick Tucker die Top 5 eines Abends, der einmal mehr bewies, warum Short-Track-Racing in den USA so unberechenbar ist. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den Teams nicht, denn bereits am nächsten Samstag steht mit dem Gastspiel auf dem legendären Rockingham Speedway das nächste Highlight im Kalender.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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