Viertes RFK-Auto in Daytona: LaJoie fährt legendäre Startnummer 99
RFK Racing wird beim Daytona 500 2026 ein viertes Auto an den Start bringen – Corey LaJoie wird die Startnummer 99 beim Auftakt der NASCAR Cup Series steuern
RFK Racing wird beim Saisonauftakt der NASCAR Cup Series 2026, dem Daytona 500 am 15. Februar, mit einem vierten Ford Mustang an den Start gehen. Das Team gab bekannt, dass Corey LaJoie das Steuer des Autos übernehmen wird, das die historisch bedeutsame Startnummer 99 trägt.
Für das Team rund um Miteigentümer und Fahrer Brad Keselowski ist die Erweiterung des Aufgebots beim „Great American Race“ eine rein strategische Entscheidung, um die Siegchancen der Ford-Fraktion zu maximieren. Im modernen Superspeedway-Racing sind Allianzen entscheidend, und ein weiteres Auto im Feld bietet RFK Racing mehr taktische Optionen im Windschatten.
„Vom Standpunkt des Wettbewerbs aus gesehen, gibt ein viertes Auto uns und Ford eine bessere Chance, das Daytona 500 zu gewinnen“, erklärt Brad Keselowski die Hintergründe. „Es geht nicht nur darum, eine weitere Nennung hinzuzufügen. Beim Superspeedway-Rennen geht es um Zusammenarbeit, und ein zusätzliches Auto ermöglicht es uns, effektiver Windschatten-Allianzen zu bilden, die Fahrspuren zu kontrollieren und uns in Position zu bringen, wenn es darauf ankommt.“
LaJoie ist für RFK Racing längst kein Unbekannter mehr. Erst kürzlich wurde er als Ersatzmann für den am Bein verletzten Brad Keselowski für den Clash am 1. Februar benannt. Nun erhält er beim wichtigsten Rennen des Jahres sein eigenes Cockpit im vierten Mustang des Teams. Für den erfahrenen Superspeedway-Piloten ist dies eine der größten Chancen seiner Karriere.
„Es ist ein wahr gewordener Traum, mit RFK Racing die Gelegenheit zu bekommen, beim Daytona 500 zu starten“, sagt LaJoie. „Das ist ohne Zweifel das beste Auto und die beste Gelegenheit, die ich je in Daytona hatte. Ich bin dankbar für das Vertrauen, das sie in mich setzen.“
Auch RFK-Präsident Chip Bowers betont, dass dieser Einsatz lange geplant war und auf LaJoies Integration in das Team aufbaut: „Daytona ist das eine Rennen, bei dem Vorbereitung und Teamwork verstärkt gefordert sind. Coreys Vertrautheit mit unseren Systemen und Mitarbeitern, kombiniert mit der Zusammenarbeit mit Trimble, erlaubt es uns, mutig, aggressiv und engagiert aufzutreten.“
Mit der Rückkehr der Startnummer 99 greift RFK Racing tief in die eigene Geschichtskiste. Die Nummer gehört zu den erfolgreichsten in der Historie der Organisation. Zwischen 1996 und 2014 fuhr die 99 insgesamt 40 Siege in der Cup Series ein. Jeff Burton steuerte den Wagen von 1996 bis 2004 zu 17 Siegen, bevor Carl Edwards das Steuer übernahm und bis 2014 weitere 23 Triumphe hinzufügte. Nun soll LaJoie versuchen, an diese Ära anzuknüpfen.
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Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.





