Christopher Bell holt Truck-Sieg in Bristol: So setzte sich der Cup-Pilot durch

Christopher Bell holt Truck-Sieg in Bristol: So setzte sich der Cup-Pilot durch
Foto: NASCAR Media / Jonathan Bachman/Getty Images

Christopher Bell hat als Gaststarter das Rennen der NASCAR Truck Series auf dem Bristol Motor Speedway gewonnen – Corey Heim verpasste es, den großen Cheque einzulösen

Christopher Bell hat am Freitag das Tennessee Army National Guard 250 auf dem Bristol Motor Speedway gewonnen und damit eine jahrelange Durststrecke in der NASCAR Truck Series beendet. Der Cup-Stammfahrer setzte sich in Diensten von Halmar Friesen Racing gegen Chandler Smith durch, während Corey Heim durch einen Unfall alle Chancen auf den Bonus der Triple-Truck-Challenge einbüßte.

Bell übernahm in Runde 188 die Führung und verteidigte diese souverän über die restliche Distanz des prestigeträchtigen Short-Track-Rennens in Tennessee.

Für Christopher Bell war es eine Rückkehr zu alten Erfolgen in der dritten Liga der NASCAR. Seit seinem bis dato letzten Sieg in der Truck-Serie im Jahr 2017 war viel Zeit vergangen, doch im Toyota mit der Startnummer 62 bewies er erneut seine Klasse auf dem Beton-Oval.

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Bell vertrat bereits im Vorjahr den verletzten Stewart Friesen in Watkins Glen und kehrte nun als dessen Teamkollege zurück, um den entscheidenden Schritt in die Victory Lane zu machen.

Der Pilot war sichtlich bewegt von seinem ersten Erfolg auf dem 0,533 Meilen langen Kurs. „Oh Mann, das war einfach so großartig, ein Truck-Rennen zu gewinnen“, gab Bell nach der Zieldurchfahrt zu Protokoll. Er betonte, wie viel Spaß die Arbeit mit der Truppe mache, nachdem er im Vorjahr noch knapp gescheitert war.

„Sie haben wirklich hart gearbeitet, um es in die Victory-Lane zu schaffen. Es ist etwas ganz Besonderes für mich, mit diesen Jungs Rennen fahren zu können. Diese Siege bedeuten diesem Team und dieser Organisation sehr viel“, erklärte der Sieger weiter.

Bell wird am Sonntag versuchen, sein Double in Bristol beim Cup-Rennen perfekt zu machen. Während Bell feierte, endete der Abend für Heim in einer finanziellen und sportlichen Katastrophe.

Heim hätte mit einem Sieg den dritten Erfolg in der Triple-Truck-Challenge in Serie perfekt machen und damit einen Bonus von 350.000 US-Dollar einsacken können. Doch in Runde 180 krachte sein Traum zusammen mit seinem Toyota in die Mauer von Turn 1.

Nach einer Berührung durch Christian Eckes verlor Heim die Kontrolle über sein Fahrzeug und löste eine Kettenreaktion aus. Der Polesetter Kaden Honeycutt konnte nicht mehr ausweichen und rammte Heims Truck seitlich, bevor auch Layne Riggs in die Unfallstelle krachte. Trotz des bitteren Ausfalls gab sich Heim nach dem Aussteigen aus dem Medical-Center überraschend versöhnlich gegenüber seinem Rivalen Eckes.

„Ich glaube nicht, dass er es mit Absicht getan hat“, kommentierte Heim den Kontakt. Er erklärte, dass die Führung aufgrund der Track-Position extrem wichtig gewesen sei. Heim hatte zuvor mit Getriebeproblemen zu kämpfen und versuchte, an Eckes vorbeizukommen.

Heim analysierte die Szene gewohnt präzise: „Ich glaube nicht, dass ich ihn berührt habe, um ihn aus dem Weg zu räumen. Er war ohnehin schon instabil. Ich habe nur etwas Luft auf sein Heck gepackt. Ich denke, er wollte sich hinter mich setzen und mich anschieben, was völlig okay gewesen wäre, weil ich es bei ihm auch gemacht habe. Er hat es einfach falsch eingeschätzt.“ Da er Eckes schon lange kenne, hege er keinen Groll.

Hinter dem strahlenden Sieger Bell und dem zweitplatzierten Chandler Smith sortierten sich Giovanni Ruggiero und Ross Chastain auf den Plätzen drei und vier ein. Christian Eckes, der mit 132 Führungsrunden eigentlich der dominante Mann des Abends war, musste sich am Ende mit Rang fünf begnügen. Die Top 10 komplettierten Jake Garcia, Dawson Sutton, Kyle Busch, Carson Hocevar und Rookie Brenden Queen in einem Rennen, das von insgesamt neun Gelbphasen geprägt war.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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