Eine Truck-Länge entscheidet: Corey Heim schlägt Kaden Honeycutt in Rockingham

Eine Truck-Länge entscheidet: Corey Heim schlägt Kaden Honeycutt in Rockingham
Foto: NASCAR Media / Meg Oliphant/Getty Images

Corey Heim gewann das Rennen der NASCAR Truck Series auf dem Rockingham Speedway – In den letzten Runden lieferte er sich einen heißen Kampf mit Kaden Honeycutt.

Corey Heim bestritt in der NASCAR Truck Series 2026 nur drei von fünf Rennen, liegt aber nach seinem zweiten Saisonsieg trotzdem auf Platz eins der Gesamtwertung – punktgleich mit seinem Tricon-Teamkollegen Kaden Honeycutt. Ausgerechnet die beiden lieferten sich auf dem Rockingham Speedway einen heißen Kampf um den Sieg, den letztlich Heim um eine Truck-Länge für sich entschied.

Als Corey Heim im ersten Segment die Führung auf dem D-Shaped-Oval von Rockingham übernahm, begann eine Dominanz, die nur der aktuelle Champion in der Truck Series zeigen kann. Heim gewann im 25 Grad steilen Banking die erste Stage vor Ty Majeski und Honeycutt, der früh im Rennen sein Potenzial zeigte.

In der zweiten Stage überraschte Grant Enfinger zunächst mit Führungsrunden, obwohl er beim Stopp nur zwei neue Reifen bekam, um seine Track-Position zu verbessern. Es dauerte aber nur 13 Runden, bis Heim konterte und sich wieder an die Spitze setzte. Eine Caution, ausgelöst durch einen Mauereinschlag von Adam Andretti bei seinem dritten Truck-Start, änderte an der Dominanz nichts: Heim gewann auch die zweite Stage vor Majeski und Honeycutt.

Im finalen Segment gab es einen Kontakt zwischen Daniel Hemric und Michael Christopher, der sich drehte und so eine Gelbphase auslöste. Ansonsten blieb das Bild an der Spitze unverändert, bis es ins große Finale ging. Im letzten Stint hatte Heim mit Problemen in der Lenkung und Vibrationen durch die Reifen zu kämpfen, was die Pace seines Trucks hemmte.

Harter Kampf in den letzten Runden

Diese Gunst der Stunde wollte Honeycutt im Schwester-Truck von Tricon eiskalt ausnutzen, doch Heim verteidigte sich, als würde es in Rockingham um den Titel gehen. Drei Runden vor dem Ende fuhren die beiden immer wieder nebeneinander. Heim hatte das glücklichere Ende, verteidigte seine Führung um eine Wagenlänge vor seinem Teamkollegen und gewann so nach Darlington zum zweiten Mal in Folge.

Sein 25. Karrieresieg in der Truck-Serie ging mit einem Bonus von 100.000 US-Dollar aus der Triple-Truck-Challenge einher. Zudem übernahm Heim gemeinsam mit Honeycutt die Führung in der Gesamtwertung, obwohl er schon zwei Rennen verpasst hat. Chandler Smith wurde im Anschluss an das Rennen disqualifiziert, da sein Truck nicht die vorgeschriebene Fahrzeughöhe hatte. Somit verlor er die Gesamtführung.

Foto: NASCAR Media / James Gilbert/Getty Images

„Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht härter gepusht habe als sonst, aber plötzlich, vier Runden vor Schluss, fing mein Truck an, Probleme zu machen“, so Sieger Heim nach dem Rennen. „Ich musste auf den Geraden mehr nach rechts lenken, um ihn gerade zu halten.“

„Mein Lenkrad stand etwa 20 Grad nach rechts gedreht und es rüttelte in den Kurven extrem“, erklärt der Rennsieger weiter. „Ich dachte: ‚Oh Junge, jetzt verlieren wir das Ding auf die schlimmste Art und Weise.’“

Doch Heim verteidigte sich mit allem, was er hatte: „Der Truck hielt durch und ich musste ein paar überrundete Konkurrenten nutzen, um ihn [Honeycutt] aufzuhalten. Respekt an Kaden, dass er fair gefahren ist. Ich habe am Ende getan, was ich tun musste.“

Das sagte Kaden Honeycutt

Der Zweitplatzierte sagte im Anschluss: „Ich habe versucht, Tanner [Gray] so weit wie möglich anzuschieben, in der Hoffnung, dass er nach unten zieht. Ich weiß nicht, was ich hätte anders machen können, außer uns beide in den Dreck zu schicken.“

Zum Tricon-Erfolg erklärte er: „Ich wollte das nicht tun; ich wollte sicherstellen, dass entweder Corey oder ich gewinne. Natürlich wollte ich selbst gewinnen, aber es war gut für unsere Tricon-Organisation. Unsere Zeit wird kommen.“

Nach der Heim-Time: Am Osterwochenende fährt auch die NASCAR O’Reilly Auto Parts Series in Rockingham. Die Cup-Teams legen hingegen eine wohlverdiente Pause ein – das sogenannte rennfreie Easter Egg 500.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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