„Einfach langsam“: Das fehlte Chase Briscoe beim Atlanta-Herzschlagfinale

„Einfach langsam“: Das fehlte Chase Briscoe beim Atlanta-Herzschlagfinale
Foto: NASCAR Media./ Jonathan Bachman/Getty Images

Chase Briscoe verpasste den Sieg in Atlanta nur knapp – Der Toyota-Pilot rätselte über das fehlende Tempo auf den Geraden – Dazu kamen frustrierende Boxenstopps

„Ehrlich gesagt hatte ich das Gefühl, alles gegeben zu haben“, sagte Chase Briscoe nach dem NASCAR-Cup-Rennen auf dem EchoPark Speedway in Atlanta. Der Joe-Gibbs-Pilot hatte gute Chancen, das Rennen in der wilden Schlussphase zu gewinnen, musste sich aber letztlich Tyler Reddick geschlagen geben. Dabei spielten viele Faktoren dem 31-Jährigen aus Indiana in die Karten.

„Selbst bei all den Situationen da draußen hat sich am Ende alles irgendwie zu meinen Gunsten gefügt“, führte er fort. „Ich konnte nur nie genug Schwung auf der Geraden aufbauen, um mit unserem Toyota wirklich etwas auszurichten.“ So blieb für den konstanten Gibbs-Star „nur“ der zweite Platz.

„Ich konnte die 45 offensichtlich zum Sieg schieben“, so Briscoe weiter, der damit half, Reddick zum zweiten Saisonsieg in Folge zu verhelfen. „Ich wünschte, ich hätte einen größeren Run gehabt, um es Three-wide zu machen und die Führung zu übernehmen, aber aus irgendeinem Grund hat es einfach nicht gereicht.“

„Das war wohl die eine Sache, die unserem Auto heute fehlte: das Tempo auf der Geraden“, analysierte er. „Es fuhr sich gut und ich konnte Manöver setzen, aber auf der Geraden fühlte es sich einfach langsam an. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich sonst noch hätte tun können, aber es ist trotzdem ein super Ergebnis. Nächste Woche geht es zum COTA, mal sehen, ob wir da noch einen Platz gutmachen können.“

Auch wenn es für Briscoe nicht zum Sieg gereicht hat, nimmt er eine Menge Selbstvertrauen aus dem Atlanta-Rennen mit und sagte: „Wir sind schnell genug, um uns durch das Feld nach vorne zu arbeiten. Trotz der ganzen Widrigkeiten in der Boxengasse – wenn man so weit hinten startet, bekommt man keine gute Boxenwahl. Das bremst dich den ganzen Tag aus.“

„Du erkämpfst dir Track-Position, hast dann aber einen schlechten Boxenstopp, weil du eingekeilt bist“, stellte er klar. „Wir haben also wahrscheinlich alles richtig gemacht. Wie gesagt, unser Toyota lag wirklich, wirklich gut auf der Strecke, und das hat es mir erlaubt, mich durch das Feld nach vorne zu arbeiten.“

Briscoe blickt jetzt nach vorne, denn nach zwei Windschattenschlachten steht am 1. März 2026 das erste Rundkurs-Rennen auf dem Circuit of the Americas an – kurz COTA. Der Gibbs-Fahrer nimmt das gute Ergebnis aus Atlanta mit und hofft, darauf aufzubauen.

„Ja, ich bin glücklich mit dem Ergebnis. Wir sind zurück im Rennen um den Einzug in den Chase. Vor heute waren wir 37. in der Gesamtwertung. Mal schauen, ob wir nächste Woche noch eine Schippe drauflegen können.“

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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