Grünes Licht für Alex Bowman: Rückkehr in den Bristol-Betonkessel

Grünes Licht für Alex Bowman: Rückkehr in den Bristol-Betonkessel
Foto: NASCAR Media / James Gilbert/Getty Images

Alex Bowman wird in Bristol in die NASCAR Cup Series zurückkehren – Der Hendrick-Pilot hat die Freigabe der Ärzte erhalten

Nach einer vierwöchigen Zwangspause aufgrund von Schwindelgefühlen kehrt Alex Bowman am Sonntag auf dem Bristol Motor Speedway in das Cockpit seines Chevrolet Camaro mit der Startnummer 48 zurück. Der Hendrick-Motorsports-Pilot wurde von den Ärzten offiziell für den Wettbewerb freigegeben, nachdem er seit dem Rennen auf dem Circuit of The Americas (COTA) am 1. März pausieren musste.

Damit endet die Durststrecke für den 32-Jährigen, der zuletzt vier Punktrennen von der Seitenlinie aus verfolgen musste, während Ersatzfahrer – darunter Justin Allgaier – sein Auto pilotierten.

Die gesundheitlichen Probleme begannen für Bowman mitten im Geschehen auf dem Rundkurs in Texas. Während des Laufs auf dem COTA traten erste Symptome auf, die ihn schließlich dazu zwangen, den Wagen in Runde 71 vorzeitig an Myatt Snider zu übergeben. In der Folge verpasste der US-Amerikaner die Stationen in Phoenix, Las Vegas, Darlington und Martinsville, um sich voll auf seine Genesung zu konzentrieren.

Vor der endgültigen Freigabe absolvierte Bowman ein intensives Testprogramm, um seine Belastbarkeit unter Beweis zu stellen. Am Dienstag spulte er erste Runden in einem Straßenwagen auf dem Ten Tenths Motor Club Kurs in Concord ab, bevor am Mittwoch das volle Programm folgte.

Nach Boxenstopp-Training, Simulator-Einheiten und einer abschließenden medizinischen Untersuchung gaben die Experten grünes Licht für einen Start ohne jegliche Einschränkungen.

„Ich bin dankbar für die Unterstützung, die ich während dieses Prozesses von Hendrick Motorsports, meinem Sponsor Ally, unseren Fans und dem medizinischen Team erfahren habe“, gibt Bowman nach der Entscheidung zu Protokoll. Er räumt ein, dass die Zeit abseits der Strecke an den Nerven zehrte.

„Es war hart, nicht im Auto zu sitzen, aber wir wollten alle sicherstellen, dass ich zu 100 Prozent bereit bin, bevor ich zurückkehre. Ich fühle mich wirklich gut und freue mich darauf, mit meinem Team an der Strecke zu sein und wieder Rennen zu fahren.“

Auch die Führungsetage von Hendrick Motorsports zeigt sich erleichtert über die Rückkehr ihres Stammfahrers. Jeff Andrews, Präsident und General-Manager des Teams, lobt Bowmans Disziplin während der Reha-Phase.

„Wir sind stolz auf Alex und darauf, wie er mit dieser Situation umgegangen ist“, erklärte Andrews. „Er hat viel Arbeit in seine Genesung gesteckt und ist den Plan des medizinischen Teams bei jedem Schritt gefolgt.“

Laut Andrews stand das Wohlbefinden des Fahrers über dem sportlichen Erfolg der vergangenen Wochen. „Von Anfang an war es unser Ziel, seiner Gesundheit Priorität einzuräumen und ihn erst dann zurückkehren zu lassen, wenn er vollständig erholt und medizinisch freigegeben ist. Wir freuen uns darauf, Alex an diesem Wochenende wieder in seinem Rennwagen zu sehen.“

Während Bowmans Abwesenheit sprangen zwei namhafte Vertreter in die Bresche, um die Startnummer 48 im Feld zu halten. Allgaier übernahm das Steuer in Las Vegas, Darlington und Martinsville, während Anthony Alfredo den Chevrolet in Phoenix pilotierte. Nun übernimmt Bowman in Bristol wieder selbst das Kommando, um im „Last Great Colosseum“ wertvolle Punkte zu sammeln.

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Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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