IndyCar-Debüt mit Hindernissen: Mick Schumacher vor Aufholjagd in Florida

IndyCar-Debüt mit Hindernissen: Mick Schumacher vor Aufholjagd in Florida
Foto: Penske Entertainment: Chris Owens

Mick Schumacher wird sein erstes IndyCar-Rennen in St. Petersburg von Startplatz 21 aufnehmen – Der deutsche schied bereits in Q1 aus

Ein Qualifying zum Vergessen für Mick Schumacher: Bei seiner Premiere in der US-amerikanischen IndyCar-Serie kam der Deutsche nicht über den 21. Startplatz hinaus. Während Teamkollege Louis Foster mit Platz neun glänzte, zahlte Schumacher auf dem engen Stadtkurs in Florida Lehrgeld. Doch ein prominenter Name steht noch weiter hinten.

Der Wechsel über den Atlantik von Mick Schumacher sorgte für mächtig Furore, doch der erste Samstag der Saison 2026 beim Grand Prix von St. Petersburg zeigte dem 26-Jährigen sofort die Krallen. In seinem Honda mit der Startnummer 47 schied Schumacher bereits in seiner Q1-Gruppe aus.

Dabei sah es für Schumacher anfangs blendend aus. Das Team Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) setzte bereits früh auf die weicheren, schnelleren Reifen (Alternates). Mick nutzte den Grip und setzte sich zur Halbzeit der Session sogar an die Spitze des Tableaus.

Rundenzeiten am Ende der Session besser

Doch der Vorteil war teuer erkauft: Während die Konkurrenz erst in den letzten Minuten bei besseren Streckenbedingungen ihre frischen Reifen aufzog, waren Schumachers Pneus bereits am Ende ihrer Lebenszeit. Er konnte nicht mehr kontern und rutschte bis auf den elften Platz seiner Qualifying-Gruppe ab. Im Gesamtfeld bedeutet das Startplatz 21.

Dass das Auto mehr kann, bewies ausgerechnet Schumachers Teamkollege Foster. Der Indy-NXT-Champion von 2024 schaffte den Sprung in die „Fast 12“ und wird das Rennen von Platz neun aus in Angriff nehmen. Auch für den dritten Teamkollegen, Routinier Graham Rahal, verlief der Tag enttäuschend – er landete auf Startplatz 18.

Während Mick kämpfte, stahl ihm ein anderer Neuling die Show: Der Norweger Dennis Hauger im Coyne-Honda raste sensationell auf den dritten Startplatz, direkt hinter Polesetter Scott McLaughlin (Penske) und dem ehemaligen Formel-1-Fahrer Marcus Ericsson. Auch Romain Grosjean sorgte für ein Ausrufezeichen und stellte seinen Boliden auf Rang sechs.

Newgarden in Problemen

Ein kleiner Trost für Schumacher: Er ist in prominenter Gesellschaft. Der zweimalige Champion und Vorjahressieger Josef Newgarden leistete sich in seiner letzten schnellen Runde einen kapitalen Fahrfehler und startet nur von Rang 23. Damit hat Schumacher zumindest einen der Top-Favoriten direkt im Rückspiegel.

Das Rennen am Sonntagabend wird für Mick Schumacher eine Charakterprüfung. Auf dem 2,9 Kilometer langen Kurs zwischen Betonmauern und Palmen sind Überholmanöver schwierig, aber Chaos-Phasen und Gelbphasen fast vorprogrammiert. Rennstart ist am Sonntag um 18:29 Uhr deutscher Zeit.

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

André Wiegold

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.
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