IndyNXT in St. Petersburg: Norweger mischt die Amerikaner auf

IndyNXT in St. Petersburg: Norweger mischt die Amerikaner auf
Foto: Penske Entertainment: James Black

Dennis Hauger gewann den Saisonauftakt der IndyNXT in St. Petersburg – Der Norweger dominierte das Rennen der IndyCar-Nachwuchsserie und mischt damit die Amerikaner auf

Das erste Rennen der IndyCar-Nachwuchsschmiede IndyNXT in St. Petersburg hatte einen klaren Sieger: Dennis Hauger gewann den Saisonauftakt 2025, der eigentlich über 45 Runden gehen sollte, letztlich aber unter dem Zeitlimit von 45 Minuten beendet wurde. Der Norweger dominierte das Rennen und gab die Führung nie ab. Der 21-Jährige hielt in seinem Andretti-Auto den Australier Lochie Hughes hinter sich und feierte einen wichtigen Sieg. 

Europäer mischt Amerikaner auf

Hauger ist im Formelsport alles andere als ein Unbekannter. Der Norweger sorgte in Europa bereits für Furore und holte 2021 mit drei Siegen den Formel-3-Titel. In drei Jahren Formel 2 gelangen ihm insgesamt fünf Siege, seine beste Endplatzierung war Rang acht im Jahr 2023. Dabei fuhr er für wichtige Nachwuchsteams wie Prema, Hitech und MP Motorsport. Da er es weder in die Formel 1 noch in die IndyCar schaffte, versucht Hauger nun über IndyNXT den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen. 

Haugers Teamkollege Hughes wurde nach einem soliden Rennen ohne Fehler Zweiter, das Podium komplettierte der Brasilianer Caio Collet im HMD-Boliden. Myles Rowe und Salvador de Alba komplettierten die Top 5. Sophia Flörsch aus Deutschland beendete ihr erstes IndyNXT-Rennen auf Platz zwölf, Hailie Deegan, die von NASCAR zu IndyNXT wechselte, kam auf Rang 14 ins Ziel. Der Niederländer Niels Koolen wurde früh im Rennen in einen Unfall verwickelt, weshalb der Sohn des Dakar-Piloten Kees Koolen das Rennen im Ganassi-Boliden nicht beenden konnte. 

Flughafen extra für IndyCar gesperrt

Funfact: Gefahren wird auf dem Albert Whitted Airport in St. Petersburg in der Nähe von Tampa in Florida. Der Flughafen ist kein großer kommerzieller Flughafen, sondern ein “General Aviation Airport”, den Leute mit dem nötigen Kleingeld für ein eigenes Flugzeug anfliegen können. Für das Rennen der IndyCar steht die Startbahn 25 zur Verfügung.

Diese und weitere Rollwege wurden bereits am 22. Februar für das Event gesperrt. Die Boxengasse wurde auf dem Taxiway Delta aufgebaut. Bis zum 6. März ist der Flugverkehr hier also nur bedingt auf der zweiten Startbahn möglich. Danach wird wieder Normalität auf dem Flughafen einkehren. 

Das zweite Rennen der IndyNXT-Saison 2025 findet erst im Mai 2025 in Alabama im Barber Motorsports Park statt. Die Rennen werden 2025 live auf Sky Sport F1 im deutschen Fernsehen mit englischem Originalkommentar übertragen. 

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Freiberuflicher Kommentator & Journalist | Zur Webseite |  + posts

Andrés Faszination für den Motorsport begann in seiner Kindheit, als er regelmäßig Ovalrennen in den Niederlanden besuchte und abends NASCAR- sowie IndyCar-Rennen im TV verfolgte. Während seines Ökonomiestudiums begann er 2014 als Hobby-Redakteur über den Rennsport zu schreiben und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Heute ist er NASCAR-Kommentator bei Sportdigital1+ und begleitet IndyCar & IMSA live auf Motorvision+ – dazu kommen viele weitere Rennserien im Highlights-Format. Als Redakteur schreibt er für Motorsport-Total, Motorsport.com und Formel1.de und ist zudem Reporter, Kommentator und Redakteur im Mediateam der NASCAR Euro Series.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

André Wiegold und Erik Resch

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