Mächtig Dreck in Florida: So verlief das World of Outlaws Bike Week Jamboree

Mächtig Dreck in Florida: So verlief das World of Outlaws Bike Week Jamboree
Foto: World of Outlaws / Tyler Carr

Die World of Outlaws Sprint Car Series gastierte zum Bike Week Jamboree auf dem Volusia Speedway Park in Florida – Sheldon Haudenschild und Anthony Macri holten sich in den zwei Nachtrennen die begehrten Trophäen

Es war das zweite Rennwochenende der World of Outlaws Sprint Car Series der Saison 2026 auf dem Boden des Volusia Speedway Parks. In den zwei Nacht-Events am 1. und 2. März entschieden Sheldon Haudenschild und Anthony Macri die Rennen des „Bike Week Jamboree“ für sich.

Für Haudenschild war dies der erste Sieg mit seinem neuen Team KCP Racing. Der 32-Jährige war zur neuen Saison gemeinsam mit seinem Crew-Chief Kyle Ripper von Stenhouse Jr./Marshall Racing zu Bret Nehring und Matthew Barbara gewechselt. Der Premierensieg in der Startnummer 18 glich für Haudenschild phasenweise einer Spazierfahrt durch Florida. Bereits nach den ersten Runden führte er das Feld vor Carson Macedo souverän an, während sich dahinter die Action konzentrierte.

Eine durch einen Überschlag ausgelöste Gelbphase führte das Feld zwar noch einmal zusammen und zwang Haudenschild, die Führung kurzzeitig an Macedo abzugeben. Doch nach einem intensiven Schlagabtausch holte er sich die Spitzenposition zurück. Am Ende fuhr er das orange-blaue Sprintcar als Erster vor David Gravel und Macedo über die Ziellinie.

„Ehrlich gesagt ist es einfach belohnend“, gab ein sichtlich zufriedener Haudenschild nach dem Rennen zu. „Kyle [Ripper] und Adam [Clark] haben diesen Winter unglaublich hart gearbeitet. Das sind die besten Rennwagen, die ich je gefahren bin – von jeder Schraube bis zu jeder einzelnen Komponente ist alles auf absolutem Top-Niveau. Ich kann Ripper, Adam und Dauson Heitritter nicht genug danken. Das war Rippers Sieg; das Auto war perfekt abgestimmt und lief großartig. Es ist ein riesiger Erfolg, so früh mit einem neuen Team zu gewinnen.“

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Foto: World of Outlaws / Tyler Carr

Anthony Macri schlägt im Volusia-Krimi zurück

Auch im zweiten Rennen der Woche mischte Haudenschild zunächst im Kampf um die Spitze mit Macedo und Gravel mit, beendete das Feature letztlich jedoch auf Rang acht. Den Sieg in diesem Thriller sicherte sich stattdessen Anthony Macri. 

Im Verlauf des Rennens war es Macri, der sich immer mehr ins Spiel um die Führung einbrachte. Beim finalen Restart übernahm er die Führung, doch Ashton Torgerson kam ihm kurz vor Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge noch einmal gefährlich nah, bevor der 27-Jährige seinen Sieg in trockenen Tüchern hatte.

„Hut ab vor den Jungs, sie haben mir ein verdammt schnelles Auto hingestellt“, sagte Macri begeistert. „Ich konnte das Auto überall auf der Strecke bewegen. Es ist fast surreal – früher waren wir hier zugegebenermaßen ziemlich schlecht, das muss man nicht beschönigen. Dass wir jetzt so konkurrenzfähig sind und ganz vorn mit diesen Jungs mitmischen können, ist etwas ganz Besonderes. Das macht es umso schöner, hier oben zu stehen.“

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Macri ist nun der 13. Fahrer in der Geschichte der Serie, dem es gelang, mehrere Rennen in Volusia zu gewinnen. Obwohl sein Team derzeit nicht plant, die gesamte Tour in Vollzeit zu bestreiten, ist der Erfolg des Pennsylvania-Superstars beachtlich: Nach fünf Rennen liegt er lediglich zwei Zähler hinter dem Meisterschaftsführenden Gravel.

Die World of Outlaws Sprint Cars verbleiben weiterhin im südlichen Teil der USA. Weiter geht es am Freitag, den 6. März, auf dem Talladega Short Track in Eastaboga (Alabama), gefolgt vom Magnolia Motor Speedway in Columbus (Mississippi) am Samstag, 7. März.

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Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws.

Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.

Erik Resch

Erik ist als Redakteur und Podcaster bei Leadlap.de auf den US-amerikanischen Motorsport spezialisiert. Sein redaktioneller Schwerpunkt liegt auf der differenzierten Berichterstattung über die NASCAR, die IndyCar-Series und die World of Outlaws. Seinen Einstieg in den Rennsport fand er ursprünglich durch das ADAC GT Masters und regelmäßige Besuche am Sachsenring. Auf diesem Fundament baute er auf. Bevor er sich dem Journalismus zuwandte, kommentierte er im Simracing-Bereich für Virtual Racing und die Abgefahren Community. Heute verbindet er diese praktische Medienerfahrung mit seinem Fachwissen, um die US-Rennszene für das deutschsprachige Publikum aufzubereiten.
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